20.252
Bearbeitungen
K (Textersetzung - „{{Parteien|“ durch „{{Persönlichkeiten dieser Partei|“) |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (4 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 19: | Zeile 19: | ||
Das erste Programm der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei forderte [[1872]] "''gleiche Rechte und Pflichten und für die Abschaffung aller Klassenherrschaften''", die "''Abschaffung der jetzigen Produktionsweise durch genossenschaftliche Arbeit''" und "''die politische Freiheit''" als "''die unentbehrliche Vorbedingung zur ökonomischen Befreiung der arbeitenden Klasse''", da "''die soziale Frage ... mithin untrennbar von der politischen, ihre Lösung durch diese bedingt und nur möglich im demokratischem Staat''" sei.<ref>Stadtarchiv Fürth, Fach 158, Neu, Nr. 249</ref> In der Zeit von [[1878]] bis [[1890]] wurden reichsweit durch die "''Sozialistengesetzgebung''" alle Gewerkschaften und die Sozialdemokratische Arbeiterpartei durch die konservative Regierung verboten.<ref>Wikipedia Artikel - Sozialistengesetz,19. Mai 2013 | 19:20 Uhr [http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistengesetz online]</ref> Der Reichskanzler Otto von Bismarck und seine konservative Mehrheitsregierung sah in der Arbeiterbewegung eine Gefahr für das Deutsche Reich bzw. in deren Aktivitäten eine ''gemeingefährliche Bestrebung''. Ziel des Verbotes sollte die Trennung der Arbeiterschaft von der sog. (politischen) Arbeiterbewegung sein. | Das erste Programm der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei forderte [[1872]] "''gleiche Rechte und Pflichten und für die Abschaffung aller Klassenherrschaften''", die "''Abschaffung der jetzigen Produktionsweise durch genossenschaftliche Arbeit''" und "''die politische Freiheit''" als "''die unentbehrliche Vorbedingung zur ökonomischen Befreiung der arbeitenden Klasse''", da "''die soziale Frage ... mithin untrennbar von der politischen, ihre Lösung durch diese bedingt und nur möglich im demokratischem Staat''" sei.<ref>Stadtarchiv Fürth, Fach 158, Neu, Nr. 249</ref> In der Zeit von [[1878]] bis [[1890]] wurden reichsweit durch die "''Sozialistengesetzgebung''" alle Gewerkschaften und die Sozialdemokratische Arbeiterpartei durch die konservative Regierung verboten.<ref>Wikipedia Artikel - Sozialistengesetz,19. Mai 2013 | 19:20 Uhr [http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistengesetz online]</ref> Der Reichskanzler Otto von Bismarck und seine konservative Mehrheitsregierung sah in der Arbeiterbewegung eine Gefahr für das Deutsche Reich bzw. in deren Aktivitäten eine ''gemeingefährliche Bestrebung''. Ziel des Verbotes sollte die Trennung der Arbeiterschaft von der sog. (politischen) Arbeiterbewegung sein. | ||
[[Bild:Spdbayern1893.jpg|mini|right|Die ersten fünf SPD-Abgeordneten im Bay. Landtag, [[1893]] - Gabriel Löwenstein ganz links]]Nach dem Scheitern der ''Sozialistengesetzgebung'' [[1890]] gründeten sich die Vereinigungen und Parteien erneut und beteiligten sich an den Wahlen. [[1890]] erhielt im Fürther Wahlkreis August Bebel die meisten Stimmen für den Reichstag, während die SPD bei den Gemeinderatswahlen ebenfalls erstmalig die meisten Gemeindebevollmächtigten stellte. Bei den Landtagswahlen [[1893]] wurden erstmals fünf Sozialdemokraten in den Bayerischen Landtag gewählt, darunter auch [[Gabriel Löwenstein]] - der bis [[1906]] sein Abgeordnetenmandat ausübte. Mai [[1899]]: ''bei der am 15. stattgefundenen Maifeier der Sozialdemokraten wurden 85 Hektoliter Bier verzapft''. <ref>''Fürth 1887-1900, Käppner-Chronik, Teil 1''. Hrsg: Bernd Jesussek, 2015, S. 70</ref> | [[Bild:Spdbayern1893.jpg|mini|right|Die ersten fünf SPD-Abgeordneten im Bay. Landtag, [[1893]] - Gabriel Löwenstein ganz links]]Nach dem Scheitern der ''Sozialistengesetzgebung'' [[1890]] gründeten sich die Vereinigungen und Parteien erneut und beteiligten sich an den Wahlen. [[1890]] erhielt im Fürther Wahlkreis August Bebel die meisten Stimmen für den Reichstag, während die SPD bei den Gemeinderatswahlen ebenfalls erstmalig die meisten Gemeindebevollmächtigten stellte. Bei den Landtagswahlen [[1893]] wurden erstmals fünf Sozialdemokraten in den Bayerischen Landtag gewählt, darunter auch [[Gabriel Löwenstein]] - der bis [[1906]] sein Abgeordnetenmandat ausübte. Mai [[1899]]: ''bei der am 15. stattgefundenen Maifeier der Sozialdemokraten wurden 85 Hektoliter Bier verzapft''. <ref>''Fürth 1887-1900, Käppner-Chronik, Teil 1''. Hrsg: Bernd Jesussek, 2015, S. 70</ref> | ||
3. August [[1911]]: ''Die Sozialdemokraten kündigen den Generalstreik im Falle eines Kriegsausbruchs an''. 26. September [[1911]]: ''Reichstagsabgeordneter Eichhorn spricht in einer von der sozialdemokratischen Partei einberufenen und gut besuchten Volksversammlung über die „unerhörte Kriegshetze betr. Marokko“ und zur Verteuerung der Lebensunterhaltskosten''. <ref>[[Paul Rieß]]-Chronik 1911 (Überarbeitung Alexander Mayer)</ref> | |||
=== Wiedergründung der SPD in Fürth nach dem 2. Weltkrieg === | === Wiedergründung der SPD in Fürth nach dem 2. Weltkrieg === | ||
| Zeile 93: | Zeile 95: | ||
{{Persönlichkeiten dieser Partei|SPD}} | {{Persönlichkeiten dieser Partei|SPD}} | ||
== | == Literatur == | ||
: | * Dr. [[Walter Fischer]]: ''Die Entstehung der ersten politischen Vereine und Parteien in Fürth''. In: [[Fürther Heimatblätter]], 1967/3, S. 1 - 9 | ||
: | * Dr. Walter Fischer: ''Die Entstehung der ersten politischen Vereine und Parteien in Fürth (Fortsetzung)''. In: Fürther Heimatblätter, 1967/4, S. 119 - 134 | ||
: | * SPD Fürth: [[100 Jahre Sozialdemokratie in Fürth (Broschüre)]]. Eigenverlag Fürth, 1972 | ||
: | * [[Konrad Grünbaum]]: ''Daten zur Arbeiterbewegung in Fürth von 1922 bis 1933''. In: Fürther Heimatblätter, 1978/1, S. 9 - 15 | ||
: | * Konrad Grünbaum: ''Die Tätigkeit der illegalen SPD in Franken''. In: Fürther Heimatblätter, 1981/1, S. 2 - 6 | ||
* [[Barbara Ohm]]: ''Demokratische Bestrebungen im Fürth des 19. Jahrhunderts''. In: [[Fürther Geschichtsblätter]], Ausgabe 1/2019, S. 1 - 32 | |||
== Lokalberichterstattung == | == Lokalberichterstattung == | ||
| Zeile 119: | Zeile 122: | ||
* Simone Madre: ''Landtagswahl in Bayern: Die Ergebnisse von 2018''. In: [[Nürnberger Nachrichten]] vom 23. August 2023 - [https://www.nordbayern.de/1.12518749 online] | * Simone Madre: ''Landtagswahl in Bayern: Die Ergebnisse von 2018''. In: [[Nürnberger Nachrichten]] vom 23. August 2023 - [https://www.nordbayern.de/1.12518749 online] | ||
* Claudia Ziob: ''Landtagswahl 2023 in Bayern: Die Kandidaten im Stimmkreis Fürth''. In: Fürther Nachrichten vom 30. August 2023 - [https://www.nordbayern.de/1.13200379 online] | * Claudia Ziob: ''Landtagswahl 2023 in Bayern: Die Kandidaten im Stimmkreis Fürth''. In: Fürther Nachrichten vom 30. August 2023 - [https://www.nordbayern.de/1.13200379 online] | ||
== Siehe auch == | == Siehe auch == | ||
| Zeile 141: | Zeile 136: | ||
* [[Achalasfest]] | * [[Achalasfest]] | ||
* [[Wahlen und Abstimmungen]] | * [[Wahlen und Abstimmungen]] | ||
== Kontakt == | |||
: SPD Kreisverband Fürth-Stadt | |||
: Hirschenstraße 24 | |||
: 90762 Fürth | |||
: Tel.: 0911 770 776 | |||
: E-Mail: kontakt(at)spd-fuerth.de | |||
== Weblinks == | == Weblinks == | ||
* SPD Kreisverband Fürth-Stadt - [ | * SPD Kreisverband Fürth-Stadt - [https://www.spd-fuerth.de/aktuell.html Website] | ||
* Fürther Jusos - [ | * Fürther Jusos - [https://www.spd-fuerth.de/jusos1.html Website] | ||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
Bearbeitungen