Gebrüder Kronheimer: Unterschied zwischen den Versionen

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Sitz des Unternehmens '''Gebrüder Kronheimer''' war seit 1892 die [[Jakobinenstraße 14]].<ref>siehe [https://www.google.de/books/edition/Klockhaus_kaufmännisches_Handels_und_Ge/MOJVcQbcB1AC?hl=de&gbpv=1&dq=kronheimer+fürth&pg=RA1-PA290&printsec=frontcover Klockhaus' kaufmännisches Handels- und Gewerbehandbuch], 1892, S. 290</ref>  
Sitz des Unternehmens '''Gebrüder Kronheimer''' war seit 1892 die [[Jakobinenstraße 14]].<ref>siehe [https://www.google.de/books/edition/Klockhaus_kaufmännisches_Handels_und_Ge/MOJVcQbcB1AC?hl=de&gbpv=1&dq=kronheimer+fürth&pg=RA1-PA290&printsec=frontcover Klockhaus' kaufmännisches Handels- und Gewerbehandbuch], 1892, S. 290</ref>  


Am [[19. März]] [[1894]] kam es offensichtlich zu einer Fusion mit Leopold Hartmann, der ebenfalls seit 1892<ref>ebenda</ref> in der [[Karolinenstraße 8]] ein Geschäft betrieb. Fortan firmierte dieses Unternehmen als ein Kommissionsgeschäft für Luxuspapier und Schreibwaren unter dem Namen "L. Hartmann & Kronheimer".<ref>siehe [https://www.google.de/books/edition/Bayerische_Handelszeitung/CzZey6YsS24C?hl=de&gbpv=1&dq=leopold+Hartmann+Fürth&pg=PA184&printsec=frontcover Bayerische Handelszeitung] No. 15 vom 15. April 1894; S. 184</ref> Allerdings lösten die beiden Teilhaber das Unternehmen bereits zwei Jahre später wieder auf. Es wurde aus dem Handelsregister gelöscht und daraufhin getrennt von den beiden Teilhabern in Form zweier eigenständiger Firmen fortgeführt.<ref>siehe ''Bayerische Handelszeitung'' No. 29 vom 28. Juli 1896; S. 441 f.</ref> Leopold Hartmanns Firma ab [[1. Juli]] [[1896]] in der [[Schwabacher Straße 58]]<ref>Schmittner's Adreß- und Geschäfts-Handbuch von Fürth, 1899, I. Teil, S. 72</ref>, Kronheimers Firma „Gebrüder Kronheimer“ als Unternehmen zur Herstellung und Vertrieb von Reklameplakaten und Reklameartikeln seit [[30. Juni]] [[1896]].<ref>siehe ''Bayerische Handelszeitung'' No. 29 vom 28. Juli 1896; S. 441 f.</ref> gegründet von Sem und Sigmund Kronheimer in der Jakobinenstraße 14.
Am [[19. März]] [[1894]] kam es offensichtlich zu einer Fusion mit Leopold Hartmann, der ebenfalls seit 1892<ref>ebenda</ref> in der [[Karolinenstraße 8]] ein Geschäft betrieb. Fortan firmierte dieses Unternehmen als ein Kommissionsgeschäft für Luxuspapier und Schreibwaren unter dem Namen "L. Hartmann & Kronheimer".<ref>siehe [https://www.google.de/books/edition/Bayerische_Handelszeitung/CzZey6YsS24C?hl=de&gbpv=1&dq=leopold+Hartmann+Fürth&pg=PA184&printsec=frontcover Bayerische Handelszeitung] No. 15 vom 15. April 1894; S. 184</ref> Allerdings lösten die beiden Teilhaber das Unternehmen bereits zwei Jahre später wieder auf. Es wurde aus dem Handelsregister gelöscht und daraufhin getrennt von den beiden Teilhabern in Form zweier eigenständiger Firmen fortgeführt.<ref>siehe ''Bayerische Handelszeitung'' No. 29 vom 28. Juli 1896; S. 441 f.</ref> Leopold Hartmanns Firma ab [[1. Juli]] [[1896]] in der [[Schwabacher Straße 58]]<ref>Schmittner's Adreß- und Geschäfts-Handbuch von Fürth, 1899, I. Teil, S. 72</ref>, Kronheimers Firma „Gebrüder Kronheimer“ als Unternehmen zur Herstellung und Vertrieb von Reklameplakaten und Reklameartikeln seit [[30. Juni]] [[1896]].<ref>siehe ''Bayerische Handelszeitung'' No. 29 vom 28. Juli 1896; S. 441 f.</ref> gegründet von Sem und Sigmund Kronheimer in der Jakobinenstraße 14. 1896 werden als Firmeninhaber ''Gebr. Kronheimer Plakat-Fabrik'' (Spezialität Plakate und Reklame-Artikel) aufgeführt:
* Gustav Kronheimer, Kaufmann (wohnhaft Maxstraße 10) Mitinhaber
* Isidor Kronheimer, Kaufmann (wohnhaft Maxstraße 10) Mitinhaber
* Moritz Kronheimer, Kaufmann (wohnhaft Maxstraße 10) Mitinhaber
* Sem Kronheimer, Kaufmann (wohnhaft Maxstraße 10) Mitinhaber<ref>Adreßbuch der Stadt Fürth 1896, I. Teil, S. 110</ref>
1926/27 befindet sich noch Gustav, Karl und Sem Kronheimer als Mitinhaber der Firma.<ref>siehe Adressbuch der Stadt Fürth von 1926/27, I. Teil, S. 102</ref>


Eine weitere Niederlassung Kronheimers ist für 1912 bis 1925 in London, Fleet street 85 nachweisbar.<ref>[https://www.google.de/books/edition/Kelly_s_Directory_of_Merchants_Manufactu/1d30j17Rw0wC?hl=de&gbpv=1&dq=Hans+Samuel+Kronheimer+F%C3%BCrth&pg=PA829&printsec=frontcover Kelly#ss Directory of Merchants, Manufactures ans Shippers], 1912, S. 663 und [https://www.google.de/books/edition/Meier_s_Adreßbuch_der_Exporteure_und_Im/DarpfEOFxNQC?hl=de&gbpv=1&dq=kronheimer+fürth&pg=RA1-PA161&printsec=frontcover Meier's Adreßbuch der Exporteure und Importeure], Bd. 32, 1925, S. 161</ref>
Eine weitere Niederlassung Kronheimers ist für 1912 bis 1925 in London, Fleet street 85 nachweisbar.<ref>[https://www.google.de/books/edition/Kelly_s_Directory_of_Merchants_Manufactu/1d30j17Rw0wC?hl=de&gbpv=1&dq=Hans+Samuel+Kronheimer+F%C3%BCrth&pg=PA829&printsec=frontcover Kelly#ss Directory of Merchants, Manufactures ans Shippers], 1912, S. 663 und [https://www.google.de/books/edition/Meier_s_Adreßbuch_der_Exporteure_und_Im/DarpfEOFxNQC?hl=de&gbpv=1&dq=kronheimer+fürth&pg=RA1-PA161&printsec=frontcover Meier's Adreßbuch der Exporteure und Importeure], Bd. 32, 1925, S. 161</ref>
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Im Rahmen der [[Arisierung]] während des Nationalsozialismus wurde das Unternehmens 1939 enteignet. Inhaber des Unternehmens waren derzeit Gustav und Samuel Kronheimer. Gustav Kronheimer wohnte 1931 noch am Bahnhofplatz 7, sein Bruder Samuel in der Hornschuchpromenade 25. Während Gustav Kronheimer die Flucht in die USA gelang, starb sein Sohn [[Hans Samuel Kronheimer]] vermutlich 1944 in Polen an den Folgen der Deportation.  
Im Rahmen der [[Arisierung]] während des Nationalsozialismus wurde das Unternehmens 1939 enteignet. Inhaber des Unternehmens waren derzeit Gustav und Samuel Kronheimer. Gustav Kronheimer wohnte 1931 noch am Bahnhofplatz 7, sein Bruder Samuel in der Hornschuchpromenade 25. Während Gustav Kronheimer die Flucht in die USA gelang, starb sein Sohn [[Hans Samuel Kronheimer]] vermutlich 1944 in Polen an den Folgen der Deportation.  


Papierfabrikant Karl Rissmann führte das Geschäft als Papiergroßhandlung weiter.<ref>siehe Angaben [https://juedisch-in-fuerth.repositorium.gf-franken.de/files/JiF/Bilder/Orte/Jakobinenstrasse.pdf Jüdisch in Fürth] zu Jakobinenstraßé 14 und „Das Industrieblatt“, Bd. 46, 1941, S. 405.In der Anzeige werden sonderlich ''Verdunklungspapiere'' in verschiedenen Breiten angeboten.</ref>  
Papierfabrikant Karl Rissmann führte das Geschäft als Papiergroßhandlung weiter.<ref>siehe Angaben [https://juedisch-in-fuerth.repositorium.gf-franken.de/files/JiF/Bilder/Orte/Jakobinenstrasse.pdf Jüdisch in Fürth] zu Jakobinenstraßé 14 und „Das Industrieblatt“, Bd. 46, 1941, S. 405.In der Anzeige werden sonderlich ''Verdunklungspapiere'' in verschiedenen Breiten angeboten.</ref> Der Betrieb existiert auch noch im Jahr 2026.<ref>siehe [https://rissmann.com/ Rissmann] und [https://www.northdata.de/Ri%C3%9Fmann,%20Karlheinz,%20F%C3%BCrth/bsk Rissmann]</ref>  


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
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