29.150
Bearbeitungen
(Schule, Militärdienst erg.) |
K (I. WK erg.) |
||
| Zeile 9: | Zeile 9: | ||
|Todesdatum=1947/10/24 | |Todesdatum=1947/10/24 | ||
|Todesort=Fürth | |Todesort=Fürth | ||
|Beruf= | |Beruf=Bankkaufmann; Fabrikbesitzer | ||
|Religion=evangelisch-lutherisch | |Religion=evangelisch-lutherisch | ||
}} | }} | ||
| Zeile 34: | Zeile 34: | ||
|Verwandtschaftsgrad=Tochter | |Verwandtschaftsgrad=Tochter | ||
}} | }} | ||
'''Johann Georg Kütt''' (geb. [[4. April]] [[1871]] in [[Fürth]] | '''Johann Georg Kütt''' (geb. [[4. April]] [[1871]] in [[Fürth]]; gest. [[24. Oktober]] [[1947]] in [[Fürth]]) war ein Fürther Bankkaufmann und [[Fabrikbesitzer]]. | ||
==Leben== | ==Leben== | ||
| Zeile 43: | Zeile 43: | ||
In der Zeit vom 1. Oktober 1892 bis 30. September 1893 leistete er als Einjährig-Freiwilliger im k. b. [[wikipedia:Königlich Bayerisches 19. Infanterie-Regiment „König Viktor Emanuel III. von Italien“|19. Infanterie-Regiment]] in Erlangen seinen Militärdienst; im Mai 1894 wurde er während der Reserve zum Vizefeldwebel befördert.<ref name="Krstr">Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abt. IV Kriegsarchiv, Kriegsstammrollen 1914–1918; Band 10254; 10259, 1; 10263, 1; 10266, 1</ref> | In der Zeit vom 1. Oktober 1892 bis 30. September 1893 leistete er als Einjährig-Freiwilliger im k. b. [[wikipedia:Königlich Bayerisches 19. Infanterie-Regiment „König Viktor Emanuel III. von Italien“|19. Infanterie-Regiment]] in Erlangen seinen Militärdienst; im Mai 1894 wurde er während der Reserve zum Vizefeldwebel befördert.<ref name="Krstr">Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abt. IV Kriegsarchiv, Kriegsstammrollen 1914–1918; Band 10254; 10259, 1; 10263, 1; 10266, 1</ref> | ||
Als Bankkaufmann musste er im Alter von 22 Jahren auf Geheiß seiner resoluten Mutter die elterliche [?] Spiegelschleiferei in der [[Lange Straße|Langen Straße]], einer Parallelstraße zur [[Dr.-Mack-Straße]], übernehmen. Heute ist das ehemalige Fabrikgebäude besser bekannt unter dem Namen [[Kofferfabrik]]. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten und Motivationsprobleme übernahm er den elterlichen Betrieb, formte und führte ihn mit einem von Liberalismus und Toleranz geprägten Führungsstil durch wirtschaftlich schwierige Zeiten. | Als junger Bankkaufmann musste er im Alter von 22 Jahren auf Geheiß seiner resoluten Mutter die elterliche [?] Spiegelschleiferei in der [[Lange Straße|Langen Straße]], einer Parallelstraße zur [[Dr.-Mack-Straße]], übernehmen. Heute ist das ehemalige Fabrikgebäude besser bekannt unter dem Namen [[Kofferfabrik]]. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten und Motivationsprobleme übernahm er den elterlichen Betrieb, formte und führte ihn mit einem von Liberalismus und Toleranz geprägten Führungsstil durch wirtschaftlich schwierige Zeiten. | ||
Kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs musste Georg Kütt am 21. August 1914 zum k. b. Landsturm-Infanterie-Bataillon Ansbach (III B.2) zum Kriegsdienst einrücken und war fünf Tage später bis zum 18. September 1916 im Besatzungsgebiet in Belgien eingesetzt. Dort ernannte man ihn am 1. November 1914 zum Feldwebelleutnant und Offiziersstellvertreter. Ende September 1916 wurde Kütt zu einem kurzen Ausbildungskurs im preußischen [[wikipedia:Sturm-Bataillon Nr. 5 (Rohr)|Sturmbataillon]] in Beuveilles kommandiert. Danach kam er mit seiner Einheit bis zum 19. Mai 1917 in Stellungskämpfen in Lothringen zum Einsatz. Während dieser Zeit, Ende Oktober 1916, wurde er zum Leutnant befördert und im Anschluss zu einem zweiwöchigen Lehrgang für Frontoffiziere in Straßburg befohlen. Ab 20. Mai 1917 nahm er im Oberelsass an Stellungskämpfen teil, wo man ihn im August 1918 zu Oberleutnant ernannte. Dort blieb er bis zum Waffenstillstand vom 11. November 1918, ab 13. November erfolgte der Rückmarsch in die Heimat nach Leutershausen. Aus dem Kriegsdienst wurde Kütt am 16. Januar 1919 entlassen.<ref name="Krstr"/> | |||
Georg Kütt war ein begeisteter Fan des Fußballsports, insbesondere der [[Spielvereinigung Fürth|Spielvereinigung]] im Ronhof. Es wird berichtet, dass Kütt einer der ersten regelmäßigen VIP-Gäste im damaligen Sportpark Ronhof gewesen ist und den Verein immer wieder mit großzügigen Spenden bedacht hat. | Georg Kütt war ein begeisteter Fan des Fußballsports, insbesondere der [[Spielvereinigung Fürth|Spielvereinigung]] im Ronhof. Es wird berichtet, dass Kütt einer der ersten regelmäßigen VIP-Gäste im damaligen Sportpark Ronhof gewesen ist und den Verein immer wieder mit großzügigen Spenden bedacht hat. | ||