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Volkert war verheiratet und hatte vier Kinder (Irmgard, Otto, Richard, Elisabeth). Er war bereits vor dem Verbot der [[NSDAP]] [[1923]] Mitglied der Partei. Zuvor arbeitslos, machte er rasch Karriere innerhalb der [[NSDAP]] und wurde für sein Engagement in der Sturmabteilung (SA) und in der Deutschen Arbeitsfront (DAF) zum Sektions- und Ortsgruppenführer von [[Burgfarrnbach]] ernannt. Nach der Versetzung [[Franz Jakob]]s nach [[Thorn]] (Polen) übernahm er den Posten des Kreisleiters in Fürth und war zusätzlich als Gauredner der Partei aktiv. | Volkert war verheiratet und hatte vier Kinder (Irmgard, Otto, Richard, Elisabeth). Er war bereits vor dem Verbot der [[NSDAP]] [[1923]] Mitglied der Partei. Zuvor arbeitslos, machte er rasch Karriere innerhalb der [[NSDAP]] und wurde für sein Engagement in der Sturmabteilung (SA) und in der Deutschen Arbeitsfront (DAF) zum Sektions- und Ortsgruppenführer von [[Burgfarrnbach]] ernannt. Volkert war vom 27. April 1933 bis zum 6. März 1941 Fürther Stadtrat (bzw. "Ratsherr"). Nach der Versetzung [[Franz Jakob]]s nach [[Thorn]] (Polen) übernahm er im Februar 1941 den Posten des Kreisleiters in Fürth, schied deshalb aus dem Stadtrat aus<ref>Stadtratsprotokoll StR 1941, 6.3.1941</ref> und war zusätzlich als Gauredner der Partei aktiv. | ||
Noch kurz vor Kriegsende fiel Volkert mit seinen Durchhalteparolen auf. Er versuchte bis zuletzt die „Kampfmoral“ aufrecht zu erhalten und somit den Krieg fortzusetzen. In einer späteren Gerichtsverhandlung gegen ihn wurde vor allem eine Rede Volkerts aus dem Jahr [[1945]] für ihn belastend gewertet. Der Beschuldigte versuchte historisch einen Vergleich der Kampfhandlungen im April [[1945]] mit dem Kampf der Goten und dem Kampf der Deutschen gegen die vorrückenden Bolschewisten zu bemühen. Aus diesem Grund müssten demzufolge die verteidigenden Soldaten - so Volkert - zunächst ''„die eigenen Frauen und Kinder erschießen, bevor sie bis zum Letzten kämpfen sollten“''.<ref>Ulrich Schuh: Die Entnazifizierung in Mittelfranken – Vorhaben, Umsetzung und Bilanz des Spruchkammerverfahrens in einer vielfältigen Region. Nürnberg, 2013. S. 77 f.</ref> | Noch kurz vor Kriegsende fiel Volkert mit seinen Durchhalteparolen auf. Er versuchte bis zuletzt die „Kampfmoral“ aufrecht zu erhalten und somit den Krieg fortzusetzen. In einer späteren Gerichtsverhandlung gegen ihn wurde vor allem eine Rede Volkerts aus dem Jahr [[1945]] für ihn belastend gewertet. Der Beschuldigte versuchte historisch einen Vergleich der Kampfhandlungen im April [[1945]] mit dem Kampf der Goten und dem Kampf der Deutschen gegen die vorrückenden Bolschewisten zu bemühen. Aus diesem Grund müssten demzufolge die verteidigenden Soldaten - so Volkert - zunächst ''„die eigenen Frauen und Kinder erschießen, bevor sie bis zum Letzten kämpfen sollten“''.<ref>Ulrich Schuh: Die Entnazifizierung in Mittelfranken – Vorhaben, Umsetzung und Bilanz des Spruchkammerverfahrens in einer vielfältigen Region. Nürnberg, 2013. S. 77 f.</ref> | ||