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[[Datei:Bildermappe 1909 (17).jpg|mini|right|Portalbau des Wasserhochbehälters an der Alten Veste um 1907]] | [[Datei:Bildermappe 1909 (17).jpg|mini|right|Portalbau des Wasserhochbehälters an der Alten Veste um 1907]] | ||
Am [[22. Januar]] [[1885]] erfolgte der Beschluss des Fürther [[Magistrat|Stadtmagistrats]] ein eigenes Wasserwerk zu errichten. Der stetig gestiegene Wasserverbrauch machte diesen Schritt nötig, die öffentlichen und privaten Pumpbrunnen, welche bisher der Wasserversorgung dienten, konnten die benötigten Mengen nicht mehr liefern und waren zudem sehr witterungsabhängig. | Am [[22. Januar]] [[1885]] erfolgte der Beschluss des Fürther [[Magistrat|Stadtmagistrats]] ein eigenes Wasserwerk zu errichten. Der stetig gestiegene Wasserverbrauch machte diesen Schritt nötig, die öffentlichen und privaten Pumpbrunnen, welche bisher der Wasserversorgung dienten, konnten die benötigten Mengen nicht mehr liefern und waren zudem sehr witterungsabhängig. | ||
== Wasserschutzgebiete in Fürth == | |||
Die Stadt Fürth verfügt über drei ausgewiesene Wasserschutzgebiete, die der Sicherung der örtlichen Trinkwasserversorgung dienen. Sie liegen im Rednitztal, bei Allersberg und im Knoblauchsland. Zuständig für deren Betrieb und Schutz ist die infra Fürth GmbH. | |||
Die Wasserschutzgebiete sind jeweils in drei Zonen gegliedert, die unterschiedliche Schutzstufen aufweisen. In der innersten Zone gelten die strengsten Auflagen, um eine Verunreinigung des Grundwassers unmittelbar an den Brunnenstandorten zu verhindern. In den äußeren Zonen sind land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten nur eingeschränkt - ohne Düngung und Ackerbau - zulässig. | |||
Regelmäßige Kontrollen und technische Maßnahmen zu Schutz und Pflege sichern die Wasserqualität. Dazu zählen unter anderem die Regeneration, also Reinigung und Wartung, der Brunnenanlagen. Sand oder Schlamm werden mit großen Bürsten, die von Kränen in den Brunnenrohren auf und ab bewegt werden, entfernt. Gleichzeitig werden die Ablagerungen mit Wasser unter hohem Druck herausgespült. Das verschlammte Wasser wird erst in ein Dreikammerbecken geleitet, in dem sich die Verunreinigungen setzen. Vor einer Wiedereinleitung in die Umwelt wird das nun klare Restwasser im Labor geprüft. | |||
Die geschützten Flächen tragen nicht nur zur Trinkwassersicherheit, sondern auch zur Erhaltung naturnaher Lebensräume bei. In den ruhig gelegenen Zonen siedeln sich Wiesenpflanzen und seltene Vogelarten an, die zur ökologischen Stabilität des Gebiets beitragen.<ref>Bauarbeiten im Wasserschutzgebiet - [https://www.infra-fuerth.de/privatkunden/produkte/trinkwasser/wasser-engagement Website]; inform Kundenmagazin, Ausgabe 01/2026, Seite 15 - [https://www.infra-fuerth.de/epaper/catalogs/inform_01_20265_01/pdf/save/bk_15.pdf#page=15 online] </ref> | |||
[[Datei:2025 10 18 09 34 Brunnen Wasserwerk Dianastraße.jpg|mini|rechts|Brunnen am Wasserwerk]] | [[Datei:2025 10 18 09 34 Brunnen Wasserwerk Dianastraße.jpg|mini|rechts|Brunnen am Wasserwerk]] | ||
== Wasserwerk im Rednitztal == | |||
Im Jahr [[1887]] wurde das erste Fürther Wasserwerk im [[Rednitz|Rednitztal]] am [[Brunnenweg]] in Betrieb genommen. Die Wassergewinnung erfolgte mittels Flachbrunnen im Rednitztal, für Speicherung und Druckerzeugung wurde [[1888]] ein [[Wasserhochbehälter]] an der [[Alte Veste|Alten Veste]] errichtet. [[1890]] wurde der [[Centaurenbrunnen]] als Denkmal zur Errichtung der zentralen Wasserversorgung in Fürth eingeweiht.<br clear="all"/> | Im Jahr [[1887]] wurde das erste Fürther Wasserwerk im [[Rednitz|Rednitztal]] am [[Brunnenweg]] in Betrieb genommen. Die Wassergewinnung erfolgte mittels Flachbrunnen im Rednitztal, für Speicherung und Druckerzeugung wurde [[1888]] ein [[Wasserhochbehälter]] an der [[Alte Veste|Alten Veste]] errichtet. [[1890]] wurde der [[Centaurenbrunnen]] als Denkmal zur Errichtung der zentralen Wasserversorgung in Fürth eingeweiht.<br clear="all"/> | ||
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