Bäckerei Wehr

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Logo der Bäckerei Wehr in der Theaterstraße 28, 2018
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Die Bäckerei Wehr befindet sich in der Theaterstraße 28. Sie ist eine der letzten Fürther traditionelle Bäckereien in vierter Generation und wurde 1883 in Fürth gegründet. Inhaberin ist die Witwe des langjährigen Bäckermeisters Rolf-Dieter Wehr (1952 - 2013) Bärbel Wehr. Aus der Ehe stammen zwei Kinder.

Geschichte[Bearbeiten]

1883 öffnete Georg Wörner die Bäckerei in der Theaterstraße 28. Später übernahm sein Schwiegersohn Georg Wehr die Bäckerei in zweiter Generation, bis auch dessen Sohn Martin Wehr die Bäckerei in dritter Generation Mitte der 1900er Jahre übernahm. 1965 musste Martin Wehr aus gesundheitlichen Gründen die Bäckerei schließen, so dass diese zunächst für 15 Jahre pausierte bzw. geschlossen war. Erst 1980 wagte Rolf-Dieter Wehr mit seiner Frau Barbara einen Neustart. Rolf-Dieter Wehr ist der Sohn von Martin Wehr, und hatte zwei Jahre zuvor 1978 die Bäckermeisterprüfung erfolgreich absolviert. Vor der Wiedereröffnung arbeitete er in Oberbayern, verließ aber die Anstellung - und kam zurück zu den Wurzeln seiner Familie. Seine Frau Barbara Sailer folgte ihm in seine Heimatstadt, die er zuvor in Uffing am Staffelsee in einer Drogerie als Angestellte kennen gelernt hatte. Am 18. Juni 1980 eröffnete das frisch verheiratete Paar die inzwischen modernisierte Bäckerei am alten Standort - das Eröffnungsangebot war ein Stück Torte für eine Mark bzw. ein "Weggla" für 15 Pfennige.

Der Ehemann Rolf-Dieter Wehr verstarb nach kurzer Krankheit mit nur 61 Jahren, so dass seine Witwe 2013 vor der Entscheidung stand, die Traditionsbäckerei weiter zu betreiben oder gar zu schließen. Sie entschied sich den Betrieb weiterzuführen, mit einem Gesellen und Auszubildenden, trotz der zunehmenden Bäckerei-Ketten und SB-Backshops, die sich deutlich auf den Verkaufsumsatz bemerkbar machten. Nach eigenen Aussagen hat erst die Sanierung des Innenstadtviertels ihr wieder stabile Umsätze verschafft, da nun junge Menschen, Familien und Studenten als Neukunden geworben werden konnten - die bewußt in kleine Betriebe einkauften, statt in Supermärkten oder Bäckerei-Ketten.[1]

Angebot/ Sortiment[Bearbeiten]

In der hauseigenen Backstube werden bereits früh am Morgen eigene Brote und Backwaren hergestellt, dabei werden keine Fertigbrotmischungen oder dergleichen aus der Fabrik verwendet. So hat die Bäckerei ein großes Sortiment an Roggen sowie Dinkelvollkornsemmeln und rund 10 verschiedene Brotsorten im Angebot. Neben dem französischen Baguette nach dem Rezept aus der Partnerstadt Limosin oder das Vollkornbrot mit Quark bietet die Bäckerei auch Vollkornbrote mit Kürbiskernen an. Zusätzlich stellt die Bäckerei Wehr den allseits beliebten Zitronenkuchen her, der nach einem Originalrezept des Jüdischen Museums Franken hergestellt wird. Nur von Donnerstag bis Samstag wird zusätzlich ein Aniskipf im Sortiment angeboten, dass nach eigenem Familienrezept hergestellt wird.

Die Bäckerei Wehr schließt zum 3. August 2019.

Sonstiges[Bearbeiten]

In der Sendereihe "Stofferl Wells Bayern" kam 2018 der "Stofferl", alias Christoph Well, in die Bäckerei und sprach mit der Inhaberin Bärbel Wehr. Dabei nahm er einen Zitronenkuchen zu sich.

Öffnungszeiten[Bearbeiten]

Montag bis Samstag 5:45 bis 12:30 Uhr
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 13:00 - 17:30 Uhr

Kontakt[Bearbeiten]

Bäckerei Wehr
Theaterstraße 28
90762 Fürth
Tel. 0911/ 741 97 81

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

  • Blattgold und Maschendraht: Betriebe als Dauerbrenner. In: Fürther Nachrichten vom 17. Dezember 2018 - Druckausgabe
  • Fürths traditionsreichste Firmen und Betriebe. In: Fürth StadtZeitung, Nr. 23 vom 19. Dezember 2018, S. 9 – PDF-Datei
  • Birgit Heidingsfelder: "Ich hör´ mit Wehmut auf". In: Fürther Nachrichten vom 27. Juli 2019 - Druckausgabe, S. 37 bzw. Kultbäckerei Wehr schließt mit Wehmut. In: nordbayern.de vom 2. August 2019 - online abrufbar

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Birgit Heidingsfelder: "Ich hör´ mit Wehmut auf" In: Fürther Nachrichten vom 27. Juli 2019 - Druckausgabe, S. 37

Bilder[Bearbeiten]