Inge Hartosch

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Inge Hartosch (geb. 17. Juni 1945 in Fürth) ist Vorsitzende des Seniorenrates der Stadt Fürth. Sie ist Mitglied der SPD.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Projektlogo: Dieser Artikel entstand 2024 neu in Zusammenarbeit mit dem Hardenberg-Gymnasium Fürth

Mit 16 Jahren absolvierte sie die Mittlere Reife und bestand daraufhin die Eignungsprüfung für den gehobenen Dienst. Sie war zwei Jahre bei der Stadtverwaltung Fürth als Dienstanfängerin tätig. Anschließend machte sie eine 3-jährige Ausbildung für den gehobenen Dienst zur Diplom-Verwaltungswirtin.[1] Danach war sie 40 Jahre im Dienst der Stadt Fürth in verschiedenen Dienststellen, darunter im Steueramt, Stadtkämmerei, Stadtentwicklungsamt, Sozialamt und Stadtplanungsamt. 2006 ging sie in den Ruhestand. Sie ist verwitwet und hat zwei Kinder.[1]

Arbeit im Seniorenrat[Bearbeiten]

Inge Hartosch engagierte sich zunächst in der Arbeitsgemeinschaft der Senior/innen der SPD Fürth (AG 60 plus). Ihr Interesse für die Arbeit des Seniorenrats wurde geweckt, als der frühere Vorsitzende Hans Heidötting und sein Stellvertreter Alfons Kirchner darüber berichteten. Aufgrund familiärer Verpflichtungen konnte sie zunächst nicht kandidieren. Zudem war sie ehrenamtlich in einem Sportverein aktiv. Die zeitlichen Rahmenbedingungen erlaubten es ihr nicht, sich zwei Ehrenämtern zu widmen. Im Jahr 2014 wurde Inge Hartosch erstmals als stellvertretende Vorsitzende in den Seniorenrat gewählt. In dieser Funktion erlangte sie tiefere Einblicke in die umfassenden Probleme, die die Älteren täglich beschäftigten. Seit sie 2016 Vorsitzende wurde, wurden zahlreiche Anträge und Anregungen erfolgreich umgesetzt: die Schaffung von mehr Ruhemöglichkeiten im Stadtgebiet, der erste Neubau eines Spielplatzes mit Fitnessgeräten für Ältere am Herrnstraßendamm.[2][3][4] Seitdem werden sukzessive immer wieder solche Geräte aufgestellt, wenn die Größe des Platzes das zulässt, so zuletzt im Südstadtpark. Zu den weiteren Anregungen und Verbesserungen gehören längere Ampelschaltungen für Fußgänger an frequentierten Übergängen.

Zu den Bereichen, in denen sich etwas seit Inge Hartoschs Amt als Vorsitzende des Seniorenrats ebenfalls gebessert hat, gehört die Erweiterung der kostengünstigen Angebote für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen. Diese geschehen im Rahmen des gemeinsamen Veranstaltungsprogramms vom Seniorenrat und der Fachstelle für Seniorinnen und Senioren und die Belange von Menschen mit Behinderung (fübs).[5] Unterstützt wurden die Veranstaltungen von zahlreichen Sponsoren und Unterstützern, u.a. der Sparkasse Fürth, die Karl-und-Anna-Leupold-Stiftung, Infra Fürth GmbH, sowie die Spielvereinigung Greuther Fürth.

Unter der Funktion von Inge Hartosch als Vorsitzende des Seniorenrats wurden weitere Fortschritte erzielt, darunter eine Kooperation mit der Dr.-Gustav-Schickedanz-Schule, die die Einführung von Kursen wie „Seniors@school" ermöglichte. In diesen Kursen leisten Schüler/innen älteren Menschen Hilfe beim Umgang mit den elektronischen Tablets, PCs, Smartphones und Handys. Die Angebote wurden unter dem vom Bayerischen Digitalministerium geförderten Titel „zusammen digital“ erweitert und werden noch in der Soldnerschule sowie in den Büros der Stadtteilnetzwerke durchgeführt.

Herausforderungen und Einsatz des Seniorenrats[Bearbeiten]

Der Mangel an Arbeitskräften im Gesundheitswesen und in der Pflege muss nach Angaben des Seniorenrates behoben werden. Zudem muss die Nahversorgung verbessert werden, mit dem Ziel älteren Menschen ein langes Verbleiben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.

Die schwindende Bereitschaft zur Übernahme von Ehrenämtern sowie die Verhinderung von Vereinsamung ist nach eigenen Angaben ein weiteres Problem. Der Seniorenrat kommuniziert intensiv mit örtlichen Entscheidungsträgern wie dem Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, dem Sozialreferenten Dr. Benedikt Döhla, den Stadtratsfraktionen und den Betreibern der Stadtteilnetzwerke. Bei Bedarf erfolgt auch der Austausch mit Landtags- und Bundestagsabgeordneten, da viele Probleme nicht ausschließlich auf kommunaler Ebene gelöst werden können, sondern in der Landes- bzw. Bundespolitik. Weiterhin ist die Beteiligung von 27 der 30 Seniorenratsmitglieder in anderen Organisationen, darunter Parteien, Kirchen, VdK, AWO und Naturfreunde von Vorteil. Dies ermöglicht es Druck auf die Politik auszuüben. Ferner wurde ein Mitglied des Seniorenrats, Frau Gundi Budzinski, in den neu gegründeten Landesseniorenrat gewählt, der dem Sozialministerium unterstellt ist. Hier können Probleme direkt angesprochen werden. Die vernetzten mittelfränkischen Seniorenvertretungen treffen sich regelmäßig, um gemeinsame Vorgehensweisen zu verschiedenen Themen abzustimmen.

Inge Hartosch betont: „Die Arbeit im Seniorenrat wird im Team gemacht und der Erfolg ist das Ergebnis aller 30 Mitglieder und 10 weiteren freiwillig Mitarbeitenden. Ich kann nur Denkanstöße geben und Unterstützer für eine Umsetzung suchen.“

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Pandemie nicht mit den Kriegsjahren vergleichbar. Vom 8. April 2021; Seniorenmagazin sechs+sechzig – Verein zur Förderung des Dialogs der Generationen e.V., c/o Seniorenamt, Nürnberg; aufgerufen am 7. Februar 2024 (Online)
  2. Abschied vom klassischen Kinderspielplatz. Von Johannes Alles; vom 5. November 2018; Onlinedienst nordbayern.de, Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH & Co. KG, Nürnberg; aufgerufen am 31. Januar 2024 (Online)
  3. Generalsanierung Ksp Herrnstraßendamm - 2. BA Wiederherstellung / Projektgenehmigung; Internetpräsenz Stadt Fürth; aufgerufen am 31. Januar 2024 (Online)
  4. Spielen in Fürth. Kinderspielplatz Südstadt Herrnstraßendamm. Herausgeber: Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V., Fürth; aufgerufen am 31. Januar 2024 (Online)
  5. Fachstelle für Seniorinnen und Senioren und die Belange von Menschen mit Behinderung (fübs), Internetpräsenz der Stadt Fürth, aufgerufen am 11. Februar 2024 (Online)

Interview mit Inge Hartosch am 20. Januar 2024

Bilder[Bearbeiten]