Rudi Lindner

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Rudolf "Rudi" Lindner (geb. 11. Dezember 1952; gest. 30. Juni 2022) war von Beruf Fuhrparkleiter und über 40 Jahre bei CSC Jäklechemie in Nürnberg angestellt. Er war seit 1989 Mitglied der SPD und von 1996 bis 2020 ehrenamtlicher Stadtrat. Ab 1995 organisierte er jährlich die Fürther Veranstaltung zum Antikriegstag als Mahnwache, die jeden 1. September auf dem Platz der Opfer des Faschismus abgehalten wird.[1]

Politisches Engagement[Bearbeiten]

Lindner setzte sich für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen sowie für die Friedensbewegung ein. Er strebte weitere soziale Verbesserungen für die Menschen in der Stadt an und hielt Kultur in einer lebenswerten Stadt für unverzichtbar. Der Kampf gegen jegliche Form von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsradikalismus war ihm eine Herzensangelegenheit.

Aktivitäten, Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Lindner war von 1996 bis 2020 Mitglied des Fürther Stadtrats bzw. der SPD-Stadtratsfraktion.

Ausschüsse bis 2020[Bearbeiten]

  • Mitgliedschaften in Gremien/Ausschüssen:
Bauauschuss,
Baubeirat,
Wirtschafts - und Grundstücksausschuss,
Kulturausschuss,
Aufsichtsrat der WBG[2]

Während seiner Zeit als Stadtrat war Lindner Pfleger des Stadttheaters und der Freilichtbühne im Stadtpark.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten]

  • Am 14. April 2018 erhielt Rudi Lindner vom SPD-Unterbezirksparteitag die Max-Seidel-Medaille für besondere Verdienste. In der Laudatio nannte man ihn "das soziale Gewissen der SPD".[3]
  • Für 24 Jahre Zugehörigkeit zum Stadtrat, und sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement, wurde er am 24. Juli 2020 mit dem Goldenen Kleeblatt ausgezeichnet.

Zitate[Bearbeiten]

[Ich bin] "einer der wenigen Linken" in der Fürther SPD.[4]
"Nie wieder darf Krieg von deutschem Boden ausgehen, so lautet der Leitsatz zum Antikriegstag. Dass die Bundesrepublik aber immer noch als weltweit drittgrößter Rüstungsexporteur fungiert, trägt dazu wenig bei."[5]

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

  • fn: „Wir machen das doch auch für die Jungen“. In: Fürther Nachrichten vom 2. September 2006 - online abrufbar
  • di: Entsetzen über Quelle-Pläne. In: Fürther Nachrichten vom 6. Juni 2007 - online abrufbar
  • fn: Den Kriegsgefahren die Stirn geboten. In: Fürther Nachrichten vom 3. September 2007 - online abrufbar
  • Wolfgang Händel/Harald Ehm: Die SPD im Zwiespalt. In: Fürther Nachrichten vom 6. August 2008 - online abrufbar
  • fn: Mahnwache für Opfer des Faschismus. In: Fürther Nachrichten vom 2. September 2008 - online abrufbar
  • Kerstin Krause-Rauscher: Neuer Verein: Förderer für die Fürther Kultur. In: Fürther Nachrichten vom 22. Juli 2009 - online abrufbar
  • fn: Fürther Mahnwache gegen Kriegstreiben. In: Fürther Nachrichten vom 2. September 2009 - online abrufbar
  • Matthias Boll: Die Herkules-Stelle. In: Fürther Nachrichten vom 12. Dezember 2009 - online abrufbar
  • Volker Dittmar: Knapp 5000 Arbeitslose in der Stadt Fürth. In: Fürther Nachrichten vom 6. Januar 2010 - online abrufbar
  • mab: Die Kunst in Zeiten der Krise. In: Fürther Nachrichten vom 27. Mai 2010 - online abrufbar
  • Volker Dittmar: Pauschale hilft nicht. In: Fürther Nachrichten vom 2. Juni 2010 - online abrufbar
  • Volker Dittmar: Jubiläum nach Noten. In: Fürther Nachrichten vom 7. Juni 2011 - online abrufbar
  • fn: Gedenken an 55 Millionen Kriegsopfer. In: Fürther Nachrichten vom 2. September 2011 - online abrufbar
  • Volker Dittmar: Kritik an politischer Einseitigkeit. In: Fürther Nachrichten vom 8. April 2012 - online abrufbar
  • Moritz Schulz: Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewalt. In: Fürther Nachrichten vom 3. September 2012 - online abrufbar
  • Florian Burghardt: Weltfrieden ist mehr denn je bedroht. In: Fürther Nachrichten vom 3. September 2013 - online abrufbar
  • Wolfgang Händel/Beate Dietz: Die Fürther Genossen im Stimmungswandel. In: Fürther Nachrichten vom 4. Dezember 2013 - online abrufbar
  • Volker Dittmar: Sozialer Vorstoß. In: Fürther Nachrichten vom 24. Januar 2014 - online abrufbar
  • di: Keine Lehren aus der Vergangenheit. In: Fürther Nachrichten vom 2. September 2015 - online abrufbar
  • Claudia Ziob: „Schnoddrig und klug“: Fürther Politiker über Helmut Schmidt. In: Fürther Nachrichten vom 10. November 2015 - online abrufbar
  • Claudia Ziob: Syrien-Einsatz: Furcht vor einem „sehr, sehr langen Krieg“. In: Fürther Nachrichten vom 3. Dezember 2015 - online abrufbar
  • Harald J. Munzinger: Neustädter Günter Scheller mit Max-Seidel-Medaille gewürdigt. In: nordbayern.de vom 14. April 2018 - online abrufbar
  • Volker Dittmar: Fürther Schmierstoff für die Mordmaschinerie. In: Fürther Nachrichten vom 2. September 2019 (Druckausgabe)
  • Arthur Kreklau: Goldenes Kleeblatt wurde sieben Mal verliehen. In: MarktSpiegel vom 24. Juli 2020 - online abrufbar
  • Claudia Ziob: Streit in Fürth: Rechter Stadtrat bekommt Goldenes Kleeblatt. In: Fürther Nachrichten vom 25. Juli 2020 - online abrufbar
  • ts: Antikriegstag in Fürth: Kundgebung für den Frieden. In: Fürther Nachrichten vom 2. September 2020 - online abrufbar

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung des Fürther Friedensforums vom 30. August 2021, abgerufen am 4. Juli 2022
  2. SPD-Fürth, Homepage, online abgerufen am 10. September 2019 | 1:20 Uhr
  3. SPD-Neustadt/ Aisch, Homepage online abgerufen am 10. September 2019 | 1:19 Uhr
    Harald J. Munzinger: Neustädter Günter Scheller mit Max-Seidel-Medaille gewürdigt. In: nordbayern.de vom 14. April 2018 - online abrufbar
  4. Wolfgang Händel/Harald Ehm: Die SPD im Zwiespalt. In: Fürther Nachrichten vom 6. August 2008 - online abrufbar
  5. Florian Burghardt: Weltfrieden ist mehr denn je bedroht. In: Fürther Nachrichten vom 3. September 2013 - online abrufbar

Bilder[Bearbeiten]