Thor van Horn

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Thor van Horn (geb. 1965 in Floß bei Weiden) ist Gestalter und Initiator von Kunstprojekten im öffentlichen Raum und Cultural Entrepreneur.

Er studierte Dramaturgie, Philosophie und Medienwissenschaft an den Universitäten Erlangen und Siegen. Als Maler, Konzeptkünstler und Berater lebt und arbeitet er in Fürth.

„Aufstieg oder Das große Rasen-Kunst-Stück“

Anlässlich des Aufstiegs der Spielvereinigung Greuther Fürth versah Thor van Horn vom 22. bis 25. August 2012 den – vorher mit feuerfester weißer Leinwand bespannten – Turm des Fürther Rathauses mit „Kunst-Rasen“: Strich für Strich malte er Grashalme auf die großformatige Folie. Bei seiner Arbeit konnte man ihn von unten mit fest installierten Ferngläsern beobachten. Explizit inszenierte van Horn so die Mühe des Hervorbringens. Danach schien sich das Werk, für sich stehend, in Transparenz aufzulösen: In erster Wahrnehmung verschmolzen drei Symbole der Stadt – das Rathaus, das Kleeblatt, die in die Erstklassigkeit aufgestiegene SpVgg Greuther Fürth – mittels des Rasens zu einem Meta-Symbol.

Zur 50. Bundesliga-Saisoneröffnung schlug Thor van Horn damit eine (visuelle) Brücke vom Fußball hin zur Kunst. Finanziert haben diese Umsetzung die Spielvereinigung Greuther Fürth zusammen mit mehreren Fürther Unternehmen.

Interpretation

Der Künstler thematisiert „die Virtualität als einen Zwischenzustand von Körperlichkeit und geistiger Projektion bezogen auf die Gesellschaft als einem idealerweise fluktuierendem System […]. Damit variiert und verifiziert er die Idee seines Vorbildes Joseph Beuys, der die soziale Skulptur als Begriff einführt, um damit seine Vorstellung einer gesellschaftsverändernden Kunst zu erläutern“ (Norman Forster).

Installationen und Aktionen

  • Häutung. Zum Abschied der Telefonzelle (2002; mit Tanja Hemm und Thomas Mohi). Fleischbrücke Nürnberg
  • Das goldige Kälbchen (2003; mit Thomas Mohi). Stadtpark Fürth
  • Hitlers Haar (2004; mit Thomas Mohi und Norbert Mebert). Staatstheater Nürnberg
  • Das teuerste Brot der Welt (2007). Nürnberg
  • Das Ei des Mörders (2009; mit Dirk Kruse). Eine Kunstinstallation im Krimi (Requiem von Dirk Kruse) und seine Fortsetzung in der Wirklichkeit
  • Mehdorns Wohnzimmer (2010). Kunstsalon Fürth, ehemaliges Modehaus Fiedler
  • Ein Pferd sieht aus dem Fenster (2011). Central-Garage Fürth (Kulturring C, Jubiläum)
  • Aufstieg oder Das große Fürther Kunst-Rasen-Stück (2012). Rathausturm Fürth
  • Die Skulptur des Feierns. Trilogie in drei Farben
    • Erster Teil: Drei Farben: Weiß (2013). Klarissenplatz Nürnberg

Lokalberichterstattung

Siehe auch

Weblinks