Werner Müller

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Werner Müller, Intendant Stadttheater Fürth

Werner Müller (geb. 8. November 1957 in Schweinfurt) ist von Beruf Theaterintendant und Regisseur am Stadttheater Fürth.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte Müller Theaterwissenschaften, Germanistik und Kommunikationswissenschaften in München mit dem Abschluss „Magister Artium“. Von 1980 bis 1985 war er als Regie- und Dramaturgie-Assistent am Staatstheater am Gärtnerplatz und für das Bayerische Staatsschauspiel München tätig.

Müller arbeitete mit dem damaligen Intendanten Kurt Meisel und Frank Baumbauer sowie Regisseuren und Schauspielern wie Martin Benrath, Gustl Bayrhammer, Michael Degen, August Everding, Hans Hollmann, Klaus Löwitsch und Walter Schmidinger zusammen. Neben dieser Tätigkeit widmete er sich auch der Dramaturgie.

Von 1985 bis 1988 war er Leiter, Dramaturg und Regisseur am Fränkischen Theater Schloss Maßbach.

Intendanz am Stadttheater Fürth[Bearbeiten]

2016 feierte Werner Müller seine 25-jährige Intendanz am Stadttheater Fürth. Zur Förderung des Theaters entwickelte er kurz nach Beginn seiner Intendanz das sog. "Drei-Stufen-Modell", bestehend aus Eigenproduktionen, Kooperationen mit anderen Theatern sowie Gastspielen nationaler und internationaler Ensembles. Seit 2014 wurde das KULT-Ensembles etabliert, ein festes Ensembles mit fünf Schauspielern und einem künstlerischen Leiter mit dem Fokus auf Kinder- und Jugendtheater. Damit hat das Stadttheater Fürth erstmals seit 70 Jahren wieder ein eigenes Ensembles. Neben dem KULT-Ensemble etablierte Müller bereits 2005 ein theaterpädagogisches Angebot, zu dem auch ein Jugendclub gehört. Die Beliebtheit des Theater Jugend Clubs nahm rasch zu und erhielt u. a. 2010 den Kulturförderpreis der Stadt Fürth, aber auch 2011 den IHK-Kulturpreis Theater Mittelfranken. Zusätzlich wurden zwei Inszenierungen des Jugendclubs von den Fürther Nachrichten als "Inszenierungen des Jahres" gewürdigt.

1998 erhielt er den Theaterpreis der Bayerischen Staatsregierung für seinen Brecht-Abend "Das ist der Mond über Soho" mit der Sängerin Jutta Czurda. 2012 wurde das Stadttheater durch die Friedrich-Baur-Stiftung und die Bay. Akademie der Schönen Künste mit dem Friedrich-Baur-Preis für "Darstellende Künste" bedacht.

Seit 2000 gastiert das Stadttheater Fürth regelmäßig in ganz Deutschland, in den Jahren 2000 und 2001 mit jeweils ca. 70 Vorstellungen. Abstecher des ausgezeichneten Brecht-Abends führten das Theater unter anderem nach Berlin, München und im Rahmen der Feiern zum Brecht-Jahr auch nach Augsburg.

Die Mozart-Inszenierungen Müllers spielten über mehrere Spielzeiten auf mehr als 50 Bühnen im deutschsprachigen Bereich. 2002 feierte das Stadttheater Fürth unter seiner Leitung sein hundertjähriges Bestehen mit Jubiläums-Wochenende und einem ganzjährigen Fest-, Gala- und Sponsoren-Programm.

2004 hob Müller zusammen mit der Autorin und Darstellerin Angelika Aliti und der Sängerin Jutta Czurda mit dem Magischen Salon ein neues, literarisches Genre aus der Taufe. Im selben Jahr erhielt das Stadttheater Fürth den Innovationspreis der Metropolregion Nürnberg. Im Juni 2007 war das Stadttheater Fürth Gastgeber der 25. Bayerischen Theatertage. Im Jahr 2018 fungierte das Stadttheater erneut als Gastgeber der Bay. Theatertage.

Auszeichnung[Bearbeiten]

  • 1998 Theaterpreis der Bayerischen Staatsregierung
  • 2012 Friedrich-Baur-Preis für "Darstellende Künste"

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

  • mab: Fürther Theaterdonner – Indendant Werner Müller geht Ende 2023 in den Ruhestand. In: Fürther Nachrichten vom 14. Mai 2020 (Druckausgabe)
  • Matthias Boll: Mit 66 Jahren. In: Fürther Nachrichten vom 15. Mai 2020 (Druckausgabe) bzw. Fürther Theaterchef macht mit 66 Jahren Schluss. In: nordbayern.de vom 17. Mai 2020 - online abrufbar

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • 36. Bayerischen Theatertage Fürth 2018 - Rückblick

Bilder[Bearbeiten]