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Kronach | Kronach war früher beliebter Ausflugsort der Fürther Bevölkerung, weil es eine Anlegestelle am Ludwigskanal hatte. Schon im Juni [[1906]] eröffnete ein Herr Weyermann den Ausflugsverkehr zwischen Poppenreuth und Kronach, indem er ein Kanalschiff, von einem Pferd gezogen, auf der 2,5 Kilometer langen Kanalstrecke verkehren ließ. Ab 1907 wurde ein mit Dampf betriebenes Boot eingesetzt, und ab August [[1913]] verkehrte ein Motorboot. Durch den Krieg ruhte dann der Betrieb. Er wurde [[1925]] wieder aufgenommen. An den Sonn- und Feiertagen verkehrten nun regelmäßig die „Schlagrahmdampfer“ bis zur Restauration Weigel. Sie zogen Alt und Jung an.<ref>„Die Eingemeindung der Vororte Ronhof und Kronach“, Nachrichtenblatt des Stadtvereins Fürth e. V. Hardhöhe, 9. Jg. 1972 Nr. 3, S. 23 ff. </ref> | ||
Nach langjährigen Verhandlungen mit der Stadt erfolgte schließlich zum 1. Juli [[1927]] zusammen mit Ronhof die Eingemeindung nach Fürth. Führte der 1843 fertiggestellte Ludwig-Donau-Main-Kanal noch am Ort vorbei, durchschneidet der 1972 eröffnete Frankenschnellweg, die | Der im Jahre [[1910]] auf der Ronhofer Flur am (heutigen) Laubenweg angelegte Sportplatz der Spielvereinigung Fürth mit über 30 Tagwerk Größe brachte einen ungeahnten Aufschwung für die dortige Gegend. Wanderten doch an Fußballspielen bis zu 25 000 Besucher dorthin.<ref>Wunschel, Gottlieb: Ein Bild über Ronhof-Kronach, 1946, S. 1 a</ref> | ||
Nach langjährigen Verhandlungen mit der Stadt erfolgte schließlich zum 1. Juli [[1927]] zusammen mit Ronhof die Eingemeindung nach Fürth. Zu diesem Zeitpunkt zählte Ronhof 83 Häuser mit 502 Bewohnern und Kronach hatte 11 Häuser und 80 Einwohner. 1934 erhielten beide Vorstadtteile ein Wasserleitungsnetz und der Stadtteil Neu-Ronhof die Gasversorgung. Nach und nach wurden die Orte an die Kanalisation angeschlossen und die Straßen ausgebaut. Die Seeackerstraße wurde 1970 großzügig erweitert. Sie ist hier die wichtigste Verbindung zur Schnellstraße Nürnberg - Fürth - Erlangen, dem „Frankenschnellweg“. | |||
Führte der 1843 fertiggestellte Ludwig-Donau-Main-Kanal noch am Ort vorbei, durchschneidet der 1972 eröffnete Frankenschnellweg, die A 73, das Ortsbild regelrecht in zwei Teile. Sitzt man heute im Gastgarten vom „Weigel“ hört man den Verkehrslärm der Autobahn; eine Lärmschutzmaßnahme fehlt noch. | |||
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==Literatur== | ==Literatur== | ||
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* ''Kronach''. In: [[Adolf Schwammberger]]: ''[[Fürth von A bis Z]]. Ein Geschichtslexikon''. Fürth: Selbstverlag der Stadt Fürth, 1968, S. 230 | * ''Kronach''. In: [[Adolf Schwammberger]]: ''[[Fürth von A bis Z]]. Ein Geschichtslexikon''. Fürth: Selbstverlag der Stadt Fürth, 1968, S. 230 | ||
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Version vom 25. März 2019, 17:51 Uhr
Kronach wurde am 1. Juli 1927 in die Stadt Fürth eingemeindet.
Geschichte
Der Ort Kronach wurde erstmals 1225 in einer von Kaiser Heinrich VII. unterzeichneten Urkunde erwähnt. Im Jahr 1732 schloss man sich mit Ronhof zusammen.
Kronach war früher beliebter Ausflugsort der Fürther Bevölkerung, weil es eine Anlegestelle am Ludwigskanal hatte. Schon im Juni 1906 eröffnete ein Herr Weyermann den Ausflugsverkehr zwischen Poppenreuth und Kronach, indem er ein Kanalschiff, von einem Pferd gezogen, auf der 2,5 Kilometer langen Kanalstrecke verkehren ließ. Ab 1907 wurde ein mit Dampf betriebenes Boot eingesetzt, und ab August 1913 verkehrte ein Motorboot. Durch den Krieg ruhte dann der Betrieb. Er wurde 1925 wieder aufgenommen. An den Sonn- und Feiertagen verkehrten nun regelmäßig die „Schlagrahmdampfer“ bis zur Restauration Weigel. Sie zogen Alt und Jung an.[1]
Der im Jahre 1910 auf der Ronhofer Flur am (heutigen) Laubenweg angelegte Sportplatz der Spielvereinigung Fürth mit über 30 Tagwerk Größe brachte einen ungeahnten Aufschwung für die dortige Gegend. Wanderten doch an Fußballspielen bis zu 25 000 Besucher dorthin.[2]
Nach langjährigen Verhandlungen mit der Stadt erfolgte schließlich zum 1. Juli 1927 zusammen mit Ronhof die Eingemeindung nach Fürth. Zu diesem Zeitpunkt zählte Ronhof 83 Häuser mit 502 Bewohnern und Kronach hatte 11 Häuser und 80 Einwohner. 1934 erhielten beide Vorstadtteile ein Wasserleitungsnetz und der Stadtteil Neu-Ronhof die Gasversorgung. Nach und nach wurden die Orte an die Kanalisation angeschlossen und die Straßen ausgebaut. Die Seeackerstraße wurde 1970 großzügig erweitert. Sie ist hier die wichtigste Verbindung zur Schnellstraße Nürnberg - Fürth - Erlangen, dem „Frankenschnellweg“.
Führte der 1843 fertiggestellte Ludwig-Donau-Main-Kanal noch am Ort vorbei, durchschneidet der 1972 eröffnete Frankenschnellweg, die A 73, das Ortsbild regelrecht in zwei Teile. Sitzt man heute im Gastgarten vom „Weigel“ hört man den Verkehrslärm der Autobahn; eine Lärmschutzmaßnahme fehlt noch.
Durch Kronach verläuft auch exakt der 11. Längengrad östlicher Länge.
Literatur
- Karl Schmidt: Die Wanderung Schießanger - Regnitztal abwärts - Stadelner Ueberfahrt - Kronach. In: Alt Fürth. Fürther Heimatblätter, 1938/3, S. 31 - 34
- Kronach. In: Adolf Schwammberger: Fürth von A bis Z. Ein Geschichtslexikon. Fürth: Selbstverlag der Stadt Fürth, 1968, S. 230
- Kronach. In: Heinrich Habel: Denkmäler in Bayern - Stadt Fürth. Lipp Verlag, 1994, S. 458-459.
Siehe auch
Einzelnachweise
Bilder
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Geplanter Streckenbereich für den neuen Güterzugtunnel (Pegnitztunnel) entlang des ... Geplanter Streckenbereich für den neuen Güterzugtunnel (Pegnitztunnel) entlang des Frankenschnellweges A73 von Fürth nach Eltersdorf, Aug. 2021
Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Geplanter Streckenbereich für den neuen Güterzugtunnel (Pegnitztunnel) entlang des ... Geplanter Streckenbereich für den neuen Güterzugtunnel (Pegnitztunnel) entlang des Frankenschnellweges A73 von Eltersdorf nach Nürnberg, Aug. 2021
Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Gasthof Weigel in Kronach im Mai 2019 Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Gasthof Weigel in Kronach im Mai 2019 Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Gasthof Weigel in Kronach im Mai 2019 Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Blick über Kronach, Mai 2019 Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Blick über Kronach, Mai 2019 Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Ronhofer Hauptstraße in Kronach - Blick von West nach Ost, Mai 2019 Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Blick vom Wiesengrund nach Ronhof, Kronach bzw. Poppenreuth, Jan. 2019 Urheber: Kamran Salimi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Gasthof Weigel in Kronach, Rückansicht Urheber: Ralph Stenzel
Lizenz: CC BY-SA 3.0Gasthof Weigel in Kronach, Saal Urheber: Ralph Stenzel
Lizenz: CC BY-SA 3.0Gasthof Weigel in Kronach, Frontansicht Urheber: Ralph Stenzel
Lizenz: CC BY-SA 3.0Gasthof Weigel in Kronach, Innenansicht Urheber: Ralph Stenzel
Lizenz: CC BY-SA 3.0Titelseite: 90 Jahre Nordöstlicher Vorstadtverein e. V. (Broschüre) Urheber: Nordöstlicher Vorstadtverein
Lizenz: copyrightStadtplan Fürth, 1969 Urheber: Stadt Fürth
Lizenz: CC BY-SA 4.0der wasserlose Ludwigskanal mit den "berühmten" Obstbäumen (Obstdiebe) an den Treidelwegen, Blick ... der wasserlose Ludwigskanal mit den "berühmten" Obstbäumen (Obstdiebe) an den Treidelwegen, Blick nach Norden von Kronach Richtung Steinach. Aufnahme von 1966
Urheber: Georg Mehl
Lizenz: CC BY-SA 3.0Vorkriegs Ansichtskarte (Schubladenfund?) vom Ludwigskanal mit den drei "Schlagrahmdampfer" des ... Vorkriegs Ansichtskarte (Schubladenfund?) vom Ludwigskanal mit den drei "Schlagrahmdampfer" des Gasthauses Weigel, die nach dem Krieg längst verschrottet waren, gelaufen 13. Mai 1962.
Urheber: Andro Verlag Nürnberg
Lizenz: CC BY-SA 4.0Ausschnitt aus dem Topographischen Atlas des Königreiches Bayern (Halbblätter), Blatt 34 ... Ausschnitt aus dem Topographischen Atlas des Königreiches Bayern (Halbblätter), Blatt 34 (Nünberg-West), Maßstab 1:50 000, herausg. 1872, berichtigt bis 1948
Urheber: Bayerisches Topographisches Bureau 1872
Lizenz: CC BY-ND 4.0Gasthof Weigel in Kronach, historische Postkarte um 1940 Urheber: unbekannt
Lizenz: CC BY-SA 3.0Frachtkahn Befreiungshalle bei der Kanalbrücke Kronach am Ludwigskanal, ca. 1939 Urheber: Ferdinand Vitzethum
Lizenz: Bildlizenz-StadtarchivGeorg Mehl in Kronach 1936 Urheber: unbekannt
Lizenz: CC BY-SA 3.0Ludwigskanal vor Kronach mit den drei "Schlagrahmdampfern" vom Restaurant Weigel, ca. 1930 Urheber: unbekannt
Lizenz: CC BY-SA 4.0Ludwigskanal bei Kronach mit zwei "Schlagrahmdampfern" vom Restaurant Weigel, ca. 1930 Urheber: unbekannt
Lizenz: CC BY-SA 4.0Ansichtskarte vom Ludwigskanal mit Kronacher Brücke und "Karl", einer der drei "Schlagrahmdampfer" ... Ansichtskarte vom Ludwigskanal mit Kronacher Brücke und "Karl", einer der drei "Schlagrahmdampfer" vom Gasthaus Weigel, gelaufen 1929
Urheber: Kunstverlag Ludwig Riffelmacher Fürth
Lizenz: CC BY-SA 4.0Stadtplan aus dem Adressbuch der Stadt Fürth 1935, die umgewidmeten Straßen durch die NS-Zeit sind ... Stadtplan aus dem Adressbuch der Stadt Fürth 1935, die umgewidmeten Straßen durch die NS-Zeit sind bereits eingearbeitet, allerdings zeigt die Karte Fürth mit Stand von ca. 1929 - da z. B. das Klinikum (Baujahr 1931) noch nicht auf der Karte zu sehen ist.
Urheber: Stadt Fürth
Lizenz: CC BY-SA 3.0Ausflugsort und Bootsanlegestelle in Kronach, heute Gasthof Weigel, gel. 1928 Urheber: unbekannt
Lizenz: CC BY-SA 3.0Ausschnitt aus dem Topographischen Atlas vom Königreiche Baiern diesseits des Rhein (Blatt 34: ... Ausschnitt aus dem Topographischen Atlas vom Königreiche Baiern diesseits des Rhein (Blatt 34: Nürnberg, 1:50 000), wohl 1832 (oder "vor 1832?")
Urheber: Lieutenant Winkler/Topographisches Bureau München
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Urheber: Lieutenant Winkler/Topographisches Bureau München
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Urheber: Johann Georg Vetter
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Urheber: Homann, Johann Baptist
Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0Ausschnitt aus der Karte "S. Rom. Imperii Circuli Et Electoratus Bavariae Tabula Chorographica", ... Ausschnitt aus der Karte "S. Rom. Imperii Circuli Et Electoratus Bavariae Tabula Chorographica", gest. 1663, reu. 1671, 1684 (Maßstab ca. 1:270 000)
Urheber: Georg Philipp Finckh
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Urheber: Hans Weigel
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Lizenz: CC BY-SA 3.0wesentlicher Verlauf des Ludwigskanals auf Fürther Gebiet, nicht mehr im Bild ist die ... wesentlicher Verlauf des Ludwigskanals auf Fürther Gebiet, nicht mehr im Bild ist die Fürther Kreuzung
Urheber: Doc Bendit
Lizenz: CC BY-SA 3.0