Beils: Unterschied zwischen den Versionen
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* | * „Beils“ (wahrscheinlich Matthias Beils) war einer der ersten Buchbinder in Fürth. Vor ihm waren nur Schneider und Hanke hier ansässig.<ref>Journal von und für Franken, Band 4, 1792, S. 722 - [https://books.google.de/books?id=mnAAAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false online-Digitalisat]</ref> | ||
* 1776 wird ein '''Matthias Beils Senior''' als Buchhändler und Buchbinder genannt.<ref>Erlanger Real-Zeitung 1776, Nr. 85, S. 690 | * 1776 wird ein '''Matthias Beils Senior''' als Buchhändler und Buchbinder genannt.<ref>Erlanger Real-Zeitung 1776, Nr. 85, S. 690 - [http://bavarikon.de/object/bav:BSB-MDZ-00000BSB10541772?cq online-Digitalisat]</ref><ref>''Versuch einer Brandenburgischen Pinacothek, oder Bildergallerie der beyden nunmehr Königlich-Preussischen Fürstenthümer in Franken, Anspach und Bayreuth, ... Mit Kupfern'', Hrsg. Georg Fr. Casimir Schad, 1793 - [http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10014106-1 online-Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek]</ref> | ||
* Matthias war der Bruder von '''Johan Adolph Beils''', welcher | * Matthias war der Bruder von '''Johan Adolph Beils''', welcher „privilegierter Apotheker“ in Fürth war. Beide stammten aus Berlin. Der Vater (1675–1759) war Kantor in Berlin.<ref>Curt Sachs: ''Musikgeschichte der Stadt Berlin bis zum Jahre 1800'', S. 280 - [https://books.google.de/books?id=j57sC29IahwC&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false online-Digitalisat]</ref> | ||
* 1787: Nachweis des Namens Beils | * 1787: Nachweis des Namens Beils<ref>Johann Bernhard Fischer: ''Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs; oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Erster Theil. Nachrichten von dem Zustand des Fürstentums überhaupt.'', Ansbach, 1787 - [http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb11084203-9 online-Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek]</ref> | ||
* 1788: Verzeichnis der von Matthias Beils angebotenen Waren<ref>'' | * 1788: Verzeichnis der von Matthias Beils angebotenen Waren<ref>''Journal von und für Deutschland. Siebentes bis zwölftes Stück.'' Fünfter Jahrgang, Band 5, 1788, S. 185 - [https://books.google.de/books?id=q_VkAAAAcAAJ&dq="matthias+beils"&hl=de&source=gbs_navlinks_s online-Digitalisat]</ref> | ||
* | * 1795 taucht erstmals der Name des Buchbinders [[Lorenz Beils|Johann Lorenz Beils]] auf.<ref>Kaiserlich privilegirter Reichs-Anzeiger (Allgemeiner Anzeiger der Deutschen), 05.12.1795 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10530478_00709_u001/2?cq=Fürth online-Digitalisat]</ref> Er war ein Sohn des Matthias Beils. Nachweise bis mind. 1799: „Lorenz Beils jun.“ (bzw. „Johann Lorenz Beils jun.“), wohnhaft „auf dem Markt“<ref>[[Fürther Anzeiger]] vom 17. Januar 1797, 18. Juli 1797 und 26. Nov. 1799</ref>; Lederwarenfabrikant<ref>''„Fabriken- und Manufacturen-Addreß-Lexicon von Teutschland und ...“'', Teil 1, Weimar, 1798, S. 162 - [https://books.google.de/books?id=ik47AAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false online-Digitalisat]</ref> und Buchhändler<ref>Fürther Anzeiger vom 10. Juli 1798</ref>. Er war [[Distriktsvorsteher]] und [[Gemeindebevollmächtigter]] (Nachweise von mind. 1813 bis 1846). Im [[Fürther Anzeiger]] vom 20. Juni 1797 werden die „Gebrüder Simon und Lorenz Beils“ erwähnt. | ||
* | * 1797/1798: '''(Johann) Georg Beils''', Buchbinder<ref>[[Fürther Anzeiger]] vom 7. März 1797</ref><ref>Fürther Anzeiger vom 30. Januar 1798</ref> | ||
* | * 1814 wird ein '''Georg Beils''' als Musikdirektor erwähnt.<ref>''Addreß-Handbuch für den Rezatkreis des Königreichs Baiern'', 1814, S. 241 - | ||
[https://books.google.de/books?id=dbJAAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false online-Digitalisat]</ref> | |||
* | * 1832 wird von einem Frankfurter „Theatersänger Hrn. Beils (aus Fürth bei Nürnberg)“ berichtet.<ref>Bayerische Landbötin vom 20. November 1832 - [https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10502692_00487_u001/3?cq=Fürth online-Digitalisat]</ref> Es handelte sich dabei um '''Carl Beils'''.<ref>Der Wanderer vom 25. November 1832 - [https://books.google.de/books?id=oGxMAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false online-Digitalisat]</ref> | ||
* 1842 inseriert ein [[Johann Wilhelm Beils]], „Buchbindermeister, Etuis- und Portefeuillesfabrikant“<ref>Fürther Tagblatt vom 21. Dezember 1842</ref> | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
<references /> | <references /> | ||
==Bilder== | |||
[[Datei:Beils 1842.JPG|mini|left|Zeitungsanzeige des Buchbindermeisters Johann Wilhelm Beils und des Dosenfabrikanten Johann Friedrich Christian Vogel, Dezember 1842]] | |||
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Aktuelle Version vom 17. Januar 2026, 17:31 Uhr
Beils ist der Name von:
Personen
Mindestens zwei Mitglieder der Familie Beils waren im 18. und 19. Jahrhundert Buchbinder in Fürth.
- „Beils“ (wahrscheinlich Matthias Beils) war einer der ersten Buchbinder in Fürth. Vor ihm waren nur Schneider und Hanke hier ansässig.[1]
- Matthias war der Bruder von Johan Adolph Beils, welcher „privilegierter Apotheker“ in Fürth war. Beide stammten aus Berlin. Der Vater (1675–1759) war Kantor in Berlin.[4]
- 1787: Nachweis des Namens Beils[5]
- 1788: Verzeichnis der von Matthias Beils angebotenen Waren[6]
- 1795 taucht erstmals der Name des Buchbinders Johann Lorenz Beils auf.[7] Er war ein Sohn des Matthias Beils. Nachweise bis mind. 1799: „Lorenz Beils jun.“ (bzw. „Johann Lorenz Beils jun.“), wohnhaft „auf dem Markt“[8]; Lederwarenfabrikant[9] und Buchhändler[10]. Er war Distriktsvorsteher und Gemeindebevollmächtigter (Nachweise von mind. 1813 bis 1846). Im Fürther Anzeiger vom 20. Juni 1797 werden die „Gebrüder Simon und Lorenz Beils“ erwähnt.
- 1814 wird ein Georg Beils als Musikdirektor erwähnt.[13]
- 1832 wird von einem Frankfurter „Theatersänger Hrn. Beils (aus Fürth bei Nürnberg)“ berichtet.[14] Es handelte sich dabei um Carl Beils.[15]
- 1842 inseriert ein Johann Wilhelm Beils, „Buchbindermeister, Etuis- und Portefeuillesfabrikant“[16]
Einzelnachweise
- ↑ Journal von und für Franken, Band 4, 1792, S. 722 - online-Digitalisat
- ↑ Erlanger Real-Zeitung 1776, Nr. 85, S. 690 - online-Digitalisat
- ↑ Versuch einer Brandenburgischen Pinacothek, oder Bildergallerie der beyden nunmehr Königlich-Preussischen Fürstenthümer in Franken, Anspach und Bayreuth, ... Mit Kupfern, Hrsg. Georg Fr. Casimir Schad, 1793 - online-Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek
- ↑ Curt Sachs: Musikgeschichte der Stadt Berlin bis zum Jahre 1800, S. 280 - online-Digitalisat
- ↑ Johann Bernhard Fischer: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs; oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Erster Theil. Nachrichten von dem Zustand des Fürstentums überhaupt., Ansbach, 1787 - online-Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek
- ↑ Journal von und für Deutschland. Siebentes bis zwölftes Stück. Fünfter Jahrgang, Band 5, 1788, S. 185 - "matthias+beils"&hl=de&source=gbs_navlinks_s online-Digitalisat
- ↑ Kaiserlich privilegirter Reichs-Anzeiger (Allgemeiner Anzeiger der Deutschen), 05.12.1795 - online-Digitalisat
- ↑ Fürther Anzeiger vom 17. Januar 1797, 18. Juli 1797 und 26. Nov. 1799
- ↑ „Fabriken- und Manufacturen-Addreß-Lexicon von Teutschland und ...“, Teil 1, Weimar, 1798, S. 162 - online-Digitalisat
- ↑ Fürther Anzeiger vom 10. Juli 1798
- ↑ Fürther Anzeiger vom 7. März 1797
- ↑ Fürther Anzeiger vom 30. Januar 1798
- ↑ Addreß-Handbuch für den Rezatkreis des Königreichs Baiern, 1814, S. 241 - online-Digitalisat
- ↑ Bayerische Landbötin vom 20. November 1832 - online-Digitalisat
- ↑ Der Wanderer vom 25. November 1832 - online-Digitalisat
- ↑ Fürther Tagblatt vom 21. Dezember 1842