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Am 24. Oktober 1911 stellte er beim Stadtmagistrat die Bitte um Verleihung des Bürgerrechts. Mit Beschluss vom 9. November wurde ihm anstandslos gegen eine Gebühr von 27 M plus 2 M Beschlussgebühr das Fürther Bürgerrecht verliehen. Den Staatsbürgereid hatte er bereits im Juli 1905 geleistet.<ref>Akten des Stadtmagistrats Fürth: „Maurer, Karl, technischer Secretär, von Bayreuth. Heimatrechts-, Bürgerrechts-Verleihung. 1911“; StadtAFÜ Sign.-Nr. Fach 18 a/M 1308</ref> Bald darauf erhielt Maurer den Titel Stadtbaumeister.<ref>Adressbuch vom 1913</ref> | Am 24. Oktober 1911 stellte er beim Stadtmagistrat die Bitte um Verleihung des Bürgerrechts. Mit Beschluss vom 9. November wurde ihm anstandslos gegen eine Gebühr von 27 M plus 2 M Beschlussgebühr das Fürther Bürgerrecht verliehen. Den Staatsbürgereid hatte er bereits im Juli 1905 geleistet.<ref>Akten des Stadtmagistrats Fürth: „Maurer, Karl, technischer Secretär, von Bayreuth. Heimatrechts-, Bürgerrechts-Verleihung. 1911“; StadtAFÜ Sign.-Nr. Fach 18 a/M 1308</ref> Bald darauf erhielt Maurer den Titel Stadtbaumeister.<ref>Adressbuch vom 1913</ref> | ||
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde Maurer am 17. Januar 1917 als ungedienter Landsturmmann zum Rekrutendepot der Ersatzabteilung des k. b. [[Königlich Bayerisches 6. Feldartillerie-Regiment „Prinz Ferdinand von Bourbon, Herzog von Calabrien“|6. Feldartillerie-Regiments]] (6. FAR) einberufen und zum Richtkanonier ausgebildet. Am 23. Mai stellte man ihn zum Stammregiment ins Feld ab, wo er als Angehöriger der 3. Batterie ab 26. Mai in Stellungskämpfen im Artois zum Einsatz kam, u. a. im Juni 1917 beim Gefecht bei [[wikipedia:Oppy|Oppy]]. Mitte Februar 1918 wurde er zum Unteroffizier befördert und im August 1918 zum Offiziersaspiranten-Anwärter erklärt, aber auf seine Bitte hin aus der Anwartschaft gestrichen. Zum 15. November wurde Maurer zum Ersatz-Bataillon des 6. FAR versetzt und am 19. November 1918 aus dem Kriegsdienst entlassen.<ref>Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abt. IV Kriegsarchiv, Kriegsstammrollen 1914–1918; Band 12987, 1; 13945, 9; 13976, 5</ref> | |||
Im letzten Kriegsjahr war Maurer nach Nürnberg in die Bulmannstraße 37<ref>Adressbücher Nürnberg von 1921 bis 1928</ref> gezogen, arbeitete nach Kriegsende aber weiter im Fürther Stadtbauamt. | |||
1923 erstellte er den Entwurf für ein Denkmal der Gefallenen der [[Spielvereinigung Fürth]]. | 1923 erstellte er den Entwurf für ein Denkmal der Gefallenen der [[Spielvereinigung Fürth]]. | ||
Version vom 30. Januar 2026, 16:40 Uhr
- Person
- Karl Maurer
- Vorname
- Karl
- Nachname
- Maurer
- Geschlecht
- männlich
- Geburtsdatum
- 29. Oktober 1879
- Geburtsort
- Weiden/Opf.
- Todesdatum
- 27. April 1954
- Todesort
- Fürth
- Beruf
- Baubeamter
- Religion
- evangelisch-lutherisch
- Ruhsteinweg 24 (Letzter Wohnort in Fürth)
Karl Theodor Christoph Maurer (geb. 29. Oktober 1879 in Weiden[1]; gest. 27. April 1954 in Fürth[2]) war ein Fürther Baubeamter, der zuletzt stellvertretender Leiter des Hochbauamtes war.
Leben
Karl Maurer kam als Sohn des Oberbahnamts-Kanzlisten Ludwig Maurer (?–1929) und dessen Ehefrau Margaretha, geborene Grau im Weidener Haus Pfarrwinkel 8 zur Welt. Taufpate war der Karlsruher Tischler Karl Theodor Christoph Maurer sowie stellvertretend der Korbmacher Michael Stöhr aus Weiden.[1]
Sein Ausbildungsweg ist unbekannt. Als in Bayreuth heimatberechtigter 23-Jähriger kam er Ende November 1902 nach Fürth und wurde wohl zum 1. Dezember 1902 als Bautechniker beim Stadtbauamt eingestellt. Er wohnte zur Untermiete beim Bürodiener Kreppner, anfangs in der Schwabacher Straße 75, dann ab Juli 1904 in der Schwabacher Straße 101. Bald wurde Maurer Bauamtsoffiziant und zum 1. Oktober 1909 ernannte man ihn zum technischen Sekretär im Bauamt. Mitte Oktober 1907 war er in die Promenadestraße 29 – der späteren Hornschuchpromenade 29 – gezogen, wo er beim Maler- und Tünchereigeschäftsteilhaber Otto Eckardt zur Untermiete wohnte.[3]
Am 24. Oktober 1911 stellte er beim Stadtmagistrat die Bitte um Verleihung des Bürgerrechts. Mit Beschluss vom 9. November wurde ihm anstandslos gegen eine Gebühr von 27 M plus 2 M Beschlussgebühr das Fürther Bürgerrecht verliehen. Den Staatsbürgereid hatte er bereits im Juli 1905 geleistet.[4] Bald darauf erhielt Maurer den Titel Stadtbaumeister.[5]
Im Ersten Weltkrieg wurde Maurer am 17. Januar 1917 als ungedienter Landsturmmann zum Rekrutendepot der Ersatzabteilung des k. b. 6. Feldartillerie-Regiments (6. FAR) einberufen und zum Richtkanonier ausgebildet. Am 23. Mai stellte man ihn zum Stammregiment ins Feld ab, wo er als Angehöriger der 3. Batterie ab 26. Mai in Stellungskämpfen im Artois zum Einsatz kam, u. a. im Juni 1917 beim Gefecht bei Oppy. Mitte Februar 1918 wurde er zum Unteroffizier befördert und im August 1918 zum Offiziersaspiranten-Anwärter erklärt, aber auf seine Bitte hin aus der Anwartschaft gestrichen. Zum 15. November wurde Maurer zum Ersatz-Bataillon des 6. FAR versetzt und am 19. November 1918 aus dem Kriegsdienst entlassen.[6]
Im letzten Kriegsjahr war Maurer nach Nürnberg in die Bulmannstraße 37[7] gezogen, arbeitete nach Kriegsende aber weiter im Fürther Stadtbauamt.
1923 erstellte er den Entwurf für ein Denkmal der Gefallenen der Spielvereinigung Fürth.
Werke
| Objekt | Architekt | Bauherr | Baujahr | Akten-Nr. | Baustil | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kronacher Straße 154, Nähe Kronacher Straße | Kriegerdenkmal | Karl Maurer | 1923 | D-5-63-000-1599 |
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Kirchenbücher Weiden/Opf., Taufen 1858–1896, S. 147
- ↑ Kirchenbücher St. Martin, Bsttg. 1945–1957, S. 147
- ↑ Familienbogen Maurer, Karl; StadtAFÜ Sign.-Nr. A. 4. 5
- ↑ Akten des Stadtmagistrats Fürth: „Maurer, Karl, technischer Secretär, von Bayreuth. Heimatrechts-, Bürgerrechts-Verleihung. 1911“; StadtAFÜ Sign.-Nr. Fach 18 a/M 1308
- ↑ Adressbuch vom 1913
- ↑ Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abt. IV Kriegsarchiv, Kriegsstammrollen 1914–1918; Band 12987, 1; 13945, 9; 13976, 5
- ↑ Adressbücher Nürnberg von 1921 bis 1928