Lazarus Alexander Landmann: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Lazarus Alexander Landmann''', (geb. [[8. Januar]] [[1894]] in [[Fürth]]; gefallen im Mai [[1918]] in Flandern), Sohn des Inhabers der 1839 gegründeten Hopfengroßhandlung ''H. Landmann & Söhne'' [[Ernst Landmann]] und dessen Ehefrau Pauline, geb. Hellmuth, war Sportler, Kaufmann und Soldat.
'''Lazarus Alexander Landmann''' (geb. [[8. Januar]] [[1894]] in [[Fürth]]; gefallen im Mai [[1918]] in Flandern), Sohn des Inhabers der 1839 gegründeten Hopfengroßhandlung ''H. Landmann & Söhne'' [[Ernst Landmann]] und dessen Ehefrau Pauline, geb. Hellmuth, war Sportler, Kaufmann und Soldat.


Nach Besuch des Gymnasiums und der Realschule lebte er ein Jahr in der französischen Schweiz, um Französisch zu lernen und Sport zu treiben. Bereits mit 16 Jahren gehörte er zu den besten Eishockeyspielern der Schweiz.<ref name= „JMF“>siehe [https://krautheimer-krippe.juedisches-museum.org/familie.html Beschreibung] Ernst Landmann; Jüdisches Museum Franken</ref> Nach seiner Schulzeit machte er wohl auch in der väterlichen Hopfengroßhandlung eine Ausbildung zum Kaufmann.<ref name="Fiorda 14-18">[https://fiorda1418.wordpress.com/alexander-landmann/ „Fiorda 14 - 18“] zu Alexander Landmann</ref>   
Nach Besuch des Gymnasiums und der Realschule lebte er ein Jahr in der französischen Schweiz, um Französisch zu lernen und Sport zu treiben. Bereits mit 16 Jahren gehörte er zu den besten Eishockeyspielern der Schweiz.<ref name= „JMF“>siehe [https://krautheimer-krippe.juedisches-museum.org/familie.html Beschreibung] Ernst Landmann; Jüdisches Museum Franken</ref> Nach seiner Schulzeit machte er wohl auch in der väterlichen Hopfengroßhandlung eine Ausbildung zum Kaufmann.<ref name="Fiorda 14-18">[https://fiorda1418.wordpress.com/alexander-landmann/ „Fiorda 14 - 18“] zu Alexander Landmann</ref>   
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Neben Wandern und Schwimmen liebte er Tennis. Als Clubmeister im Fürther Tennisverein „Club Grün-Weiß“ nahm er auch an internationalen Turnieren teil. 1911 absolvierte er eine zweijährige Kaufmannslehre im Bankhaus [[Hirschmann und Kitzinger|Hirschmann & Kitzinger]] in Fürth und Nürnberg.<ref name= „JMF“/>
Neben Wandern und Schwimmen liebte er Tennis. Als Clubmeister im Fürther Tennisverein „Club Grün-Weiß“ nahm er auch an internationalen Turnieren teil. 1911 absolvierte er eine zweijährige Kaufmannslehre im Bankhaus [[Hirschmann und Kitzinger|Hirschmann & Kitzinger]] in Fürth und Nürnberg.<ref name= „JMF“/>


Am 1. Oktober 1913 trat Alex Landmann dann seinen Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger bei der 6. Batterie des 6. bayerischen Feldartillerie-Regiments - dies auf eigenen Wunsch - in Fürth an. Noch vor seiner Entlassung begann mit der Mobilmachung im August 1914 der Erste  Weltkrieg.<ref name="Fiorda 14-18"/> Er galt bald als hervorragender Reiter. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 zog Alex an die Front. Bereits am 7. August 1914 wurde seine Einheit an die französische Westfront verlegt, wo er an der Schlacht in Lothringen und vor Nancy-Épinal teilnahm. Am 17. Dezember 1914 wurde Alexander Landmann durch einen Granatsplitter am Kopf schwer verwundet und musste ins Lazarett eingeliefert werden. Anschließend brachte man ihn in die Heimat nach Fürth, wo er in der 2. Ersatz-Abteilung seines Regiments genesen konnte. Mitte Januar 1915 wurde er dann zum Unteroffizier befördert. Alexander Landmann fiel 1918 in der Frühjahrsoffensive bei den Kämpfen um den Kemmelberg im belgischen Westflandern.<ref name= „JMF“/>
Am 1. Oktober 1913 trat Alex Landmann dann seinen Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger bei der 6. Batterie des [[Königlich Bayerisches 6. Feldartillerie-Regiment „Prinz Ferdinand von Bourbon, Herzog von Calabrien“|6. bayerischen Feldartillerie-Regiments]] in Fürth – dies auf eigenen Wunsch an. Noch vor seiner Entlassung begann mit der Mobilmachung im August 1914 der Erste  Weltkrieg.<ref name="Fiorda 14-18"/> Er galt bald als hervorragender Reiter. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog Alex an die Front. Bereits am 7. August 1914 wurde seine Einheit an die französische Westfront verlegt, wo er an der Schlacht in Lothringen und vor Nancy-Épinal teilnahm. Am 17. Dezember 1914 wurde Alexander Landmann durch einen Granatsplitter am Kopf schwer verwundet und musste ins Lazarett eingeliefert werden. Anschließend brachte man ihn in die Heimat nach Fürth, wo er in der 2. Ersatz-Abteilung seines Regiments genesen konnte. Mitte Januar 1915 wurde er dann zum Unteroffizier befördert. Alexander Landmann fiel 1918 in der Frühjahrsoffensive bei den Kämpfen um den Kemmelberg im belgischen Westflandern.<ref name= „JMF“/>


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==

Aktuelle Version vom 5. Februar 2026, 09:09 Uhr

Jmf 02451.jpg
Lazarus Alexander Landmann, 1894 - 1918
Person
Lazarus Alexander Landmann
Vorname
Lazarus Alexander
Nachname
Landmann
Geschlecht
männlich
Abw. Name
Alex Landmann
Geburtsdatum
8. Januar 1894
Geburtsort
Fürth
Todesdatum
Mai 1918
Todesort
Flandern
Beruf
Kaufmann, Soldat
Religion
jüdisch
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Lazarus Alexander Landmann (geb. 8. Januar 1894 in Fürth; gefallen im Mai 1918 in Flandern), Sohn des Inhabers der 1839 gegründeten Hopfengroßhandlung H. Landmann & Söhne Ernst Landmann und dessen Ehefrau Pauline, geb. Hellmuth, war Sportler, Kaufmann und Soldat.

Nach Besuch des Gymnasiums und der Realschule lebte er ein Jahr in der französischen Schweiz, um Französisch zu lernen und Sport zu treiben. Bereits mit 16 Jahren gehörte er zu den besten Eishockeyspielern der Schweiz.[1] Nach seiner Schulzeit machte er wohl auch in der väterlichen Hopfengroßhandlung eine Ausbildung zum Kaufmann.[2]

Neben Wandern und Schwimmen liebte er Tennis. Als Clubmeister im Fürther Tennisverein „Club Grün-Weiß“ nahm er auch an internationalen Turnieren teil. 1911 absolvierte er eine zweijährige Kaufmannslehre im Bankhaus Hirschmann & Kitzinger in Fürth und Nürnberg.[1]

Am 1. Oktober 1913 trat Alex Landmann dann seinen Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger bei der 6. Batterie des 6. bayerischen Feldartillerie-Regiments in Fürth – dies auf eigenen Wunsch – an. Noch vor seiner Entlassung begann mit der Mobilmachung im August 1914 der Erste Weltkrieg.[2] Er galt bald als hervorragender Reiter. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog Alex an die Front. Bereits am 7. August 1914 wurde seine Einheit an die französische Westfront verlegt, wo er an der Schlacht in Lothringen und vor Nancy-Épinal teilnahm. Am 17. Dezember 1914 wurde Alexander Landmann durch einen Granatsplitter am Kopf schwer verwundet und musste ins Lazarett eingeliefert werden. Anschließend brachte man ihn in die Heimat nach Fürth, wo er in der 2. Ersatz-Abteilung seines Regiments genesen konnte. Mitte Januar 1915 wurde er dann zum Unteroffizier befördert. Alexander Landmann fiel 1918 in der Frühjahrsoffensive bei den Kämpfen um den Kemmelberg im belgischen Westflandern.[1]

Siehe auch

Weblinks

  • Die Landmanns - Emigrationsgeschichte einer jüdischen Familie aus Fürth; Bilder und Daten

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 siehe Beschreibung Ernst Landmann; Jüdisches Museum Franken
  2. 2,0 2,1 „Fiorda 14 - 18“ zu Alexander Landmann

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