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{{Personen mit | Der '''Bayerische Senat''', auch ''Zweite Kammer'', war mittels Artikel 34 ff. der Bayerischen Verfassung<ref name="bv">''[https://www.verfassungen.de/by/verf46-i.htm Verfassung des Freistaates Bayern]'', Website verfassungen.de, abgerufen im Januar 2026</ref> von [[1946]] - neben dem [[Bayerischer Landtag|Bayerischen Landtag]] - als zweite parlamentarische Kammer auf Landesebene konstituiert worden. Im Unterschied zum Landtag als Parlament, wurden die Gremiumsmitglieder des Senats, ähnlich wie bei der Europäischen Kommission auf EU-Ebene, jedoch tatsächlich nicht direkt vom Volk gewählt oder abgewählt, sondern mit Vertretern von Interessensgruppen besetzt. Es gab 60 ''Mitglieder des Senats (MdS)'', die sich Senator bzw. Senatorin nennen durften, und ein Senatspräsidium, bestehend aus Senatspräsident, zwei Vizepräsidenten und vier Schriftführern. | ||
__NOTOC__ | |||
Nach mehreren Debatten und Reformvorschlägen zur Staatsvereinfachung, war schließlich das von der [[Ökologisch-Demokratische Partei|Ökologisch-Demokratischen Partei]] (ÖDP) von [[1996]] bis [[1997]] initiierte und organisierte [[Volksbegehren]] „[[wikipedia:Volksentscheid zum Bayerischen Senat 1998|Schlanker Staat ohne Senat]]“ erfolgreich und führte zum bayernweiten Volksentscheid 1998. | |||
Bei einer Wahlbeteiligung von 39,9 Prozent stimmten am [[8. Februar]] [[1998]] 69,2 Prozent der wahlberechtigten Bürger des Freistaates Bayern für die Vorlage „Schlanker Staat ohne Senat“ und damit für die Abschaffung des Senats. Die Vorlage „Senatsreformgesetz“, ein Gegenentwurf des Bayerischen Landtages, erreichte lediglich 23,6 Prozent.<ref>''[https://web.archive.org/web/20251028051703/https://de.wikipedia.org/wiki/Volksentscheid_zum_Bayerischen_Senat#Ergebnis Volksentscheide in Bayern 1998]'', Wikipedia im Webarchiv (Stand Okt. 2025), abgerufen im Januar 2026</ref> Von den sieben Regierungsbezirken Bayerns hatte das vormalige Volksbegehren in [[Bezirk Mittelfranken|Mittelfranken]] mit 71,7 Prozent die größte Zustimmung erhalten.<ref>{{Quelle Wikipedia|Volksentscheid zum Bayerischen Senat 1998#Volksentscheid}}</ref> | |||
In Folge wurden die Artikel 34 bis 42 der ''Verfassung des Freistaates Bayern'' durch Gesetz vom 20. Februar 1998 zum 1. Januar 2000 aufgehoben<ref name="bv" /> und der Bayerische Senat de jure abgeschafft. | |||
== Personenübersicht == | |||
Die folgende Tabelle zeigt alle Fürther, die in ernannter politischer Funktion '''Mitglied des Bayerischen Senats (MdS)''' waren. | |||
{{Personen mit dieser Funktion|limit=50}} | |||
== Siehe auch == | |||
* [[Mitglied des Bayerischen Landtages]] | |||
* [[Volksentscheid]]e | |||
* [[ÖDP]] | |||
== Weblinks == | |||
* Bayerischer Senat - [[wikipedia:Bayerischer Senat|Wikipedia]] | |||
* Liste der Mitglieder des Bayerischen Senats - [[wikipedia:Liste der Mitglieder des Bayerischen Senats|Wikipedia]] | |||
* Volksentscheid zum Bayerischen Senat 1998 - [[wikipedia:Volksentscheid zum Bayerischen Senat 1998|Wikipedia]] | |||
* Historisches Lexikon Bayerns: ''Verfassung des Freistaates Bayern (1946)'' - [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Verfassung_des_Freistaates_Bayern_(1946) Website] | |||
* Historisches Lexikon Bayerns: ''Bayerischer Senat'' - [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Bayerischer_Senat Website] | |||
* ÖDP: ''Bayerischer Senat abgeschafft - Regierung verschlankt!'' - [https://web.archive.org/web/20251003154330/https://www.oedp.de/partei/geschichte/erfolge/bayerischer-senat-abgeschafft Webarchiv (Stand Okt. 2025)] | |||
== Einzelnachweise == | |||
<references /> | |||
[[Kategorie:Politik]] | |||
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