Siegfried Landmann: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 3. Februar 2026, 17:15 Uhr
- Person
- Siegfried Landmann
- Vorname
- Siegfried
- Nachname
- Landmann
- Geschlecht
- männlich
- Geburtsdatum
- 6. Juni 1877
- Geburtsort
- Fürth
- Todesdatum
- 10. Februar 1963
- Todesort
- São Paulo
- Beruf
- Kaufmann
- Religion
- jüdisch
| Person | Verwandtschaftsgrad |
|---|---|
| Elisabeth, geb. Dorenberg | Ehemann |
| Emmy, verh. Kronheimer | Schwester |
| Ernst Landmann | Vater |
| Frederick E. Landmann | Sohn |
| Georg Landmann | Sohn |
| Hans Richard Landmann | Bruder |
| Ida Marie, verh. Hirschmann | Schwester |
| Ludwig Oskar Landmann | Bruder |
| Martha Klara, verw. Krautheimer, verh. Ehrlich | Schwester |
| Nathan Krautheimer | Schwager |
| Oskar Landmann | Sohn |
| Pauline Landmann, geb. Hellmuth | Mutter |
| Walter Landmann | Bruder |
Siegfried Landmann, זיגפריד לנדמן, (geb. 6. Juni 1877 in Fürth; gest. 10. Februar 1963 in São Paulo/Brasilien), ältester Sohn des Inhabers der 1839 gegründeten Hopfengroßhandlung H. Landmann & Söhne Ernst Landmann und dessen Ehefrau Pauline, geb. Hellmuth, war Kaufmann und Inhaber der väterlichen Firma in Fürth.
Leben
Nach einer kaufmännischen Ausbildung in Fürth sowie Lehr- und Wanderjahren in London und Lissabon übernahm Siegfried Landmann 1897 die russische Filiale der väterlichen Hopfenhandelsfirma Landmann & Söhne in Moskau. Aus Schutz vor schikanösen Übergriffen der zaristischen Polizei konvertierte er im selben Jahr zum evangelischen Glauben.[1]
Nach der Oktoberrevolution kehrte er nach Fürth zurück. Aufgrund seiner fließenden Russischkenntnisse und seiner gründlichen Kenntnis des Landes wurde er von der neuen deutschen Regierung und später vom Roten Kreuz beauftragt, in enger Zusammenarbeit mit der schwedischen Rotkreuz-Vertreterin Elsa Brandström viele tausend deutsche Kriegsgefangene zu retten und in ihre Heimat zurückzuführen. Während der Verhandlungen über diese Rettung wurde er von den damals rivalisierenden Parteien in Russland zweimal zum Tode verurteilt. Er entkam zweimal, das eine Mal ging er über Finnland und Schweden zurück nach Deutschland, das zweite Mal über Sibirien, Japan und die USA.
Nach der Machtergreifung der Nazis floh Siegfried Landmann nach Brasilien, wo er sich niederließ.[2]
1906 heiratete Siegfried Landmann in Moskau Elisabeth Dorenberg, mit der er vier Kinder hatte. Als Geschäftsinhaber von Landmann & Söhne setzte er ab 1921 verstärkt auf Auslandsgeschäfte mit Südamerika. Während der frühen NS-Zeit verkaufte er zunächst den Familiensitz in Fürth und schließlich auch 1937 den seit 1839 bestehenden Familienbetrieb. 1938 wanderte er zusammen mit seiner Frau zunächst nach Schweden und schließlich 1939 nach Brasilien aus, wo die Fa. Landmann bereits seit 1933 ihren Sitz in Sao Paolo hatte.[1]
Siehe auch
Weblinks
- Die Landmanns - Emigrationsgeschichte einer jüdischen Familie aus Fürth; Bilder und Daten
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 JMF zu Siegfried Landmann
- ↑ Ulla Landmann Schneider zu Siegfried Landmann, zitiert nach rijo-research
