Rotraut Grashey: Unterschied zwischen den Versionen

Aus FürthWiki

(→‎Siehe auch: Kurzbezeichnung)
(Foto, Funktion, Siehe auch)
 
Zeile 1: Zeile 1:
{{Person
{{Person
|Bild=Rotraut Grashey 2007.jpg
|Bild=19 MB250726 GrueneFuerth 0336-screen.jpg
|Vorname=Rotraut
|Vorname=Rotraut
|Nachname=Grashey
|Nachname=Grashey
|Geschlecht=weiblich
|Geschlecht=weiblich
|Geburtsdatum=1937/01/12
|Geburtsdatum=1937/01/12
|Geburtsort=Königsberg (Preußen)
|Geburtsort=Königsberg/Preußen
|Beruf=Politikerin; Hausfrau
|Beruf=Politikerin; Hausfrau
|Partei=Grüne
|Partei=Grüne
Zeile 13: Zeile 13:
|FunktionVon=1984
|FunktionVon=1984
|FunktionBis=1999
|FunktionBis=1999
|FunktionBemerkung=Austritt durch Amtsniederlegung
}}
}}
{{Auszeichnung
{{Auszeichnung
Zeile 31: Zeile 32:
|Verwandtschaftsgrad=Mutter
|Verwandtschaftsgrad=Mutter
}}
}}
'''Rotraut Grashey''' geb. Dettmar (geb. [[12. Januar]] [[1937]] in Königsberg (Preußen)) war für die Partei [[Die Grünen]] im Stadtrat vom [[1984]] bis [[1999]]. Ihre politischen Schwerpunkte sind Frauen- und Friedenspolitik, Umwelt- und Anti-Atomschutz. Rotraut Grashey ist verheiratet und hat zwei Töchter.
'''Rotraut Grashey''' geb. Dettmar (geb. [[12. Januar]] [[1937]] in Königsberg/Preußen) war für die Partei [[Bündnis 90/Die Grünen]] von [[1984]] bis [[1999]] im Fürther Stadtrat. Ihre politischen Schwerpunkte sind Frauen- und Friedenspolitik, Umwelt- und Anti-Atomschutz. Rotraut Grashey ist verheiratet und hat zwei Töchter.


1984 war Grashey die erste weibliche Oberbürgermeister-Kandidatin Bayerns.
1984 war Grashey die erste weibliche Oberbürgermeister-Kandidatin Bayerns.


==Leben und Wirken==
==Leben und Wirken==
Rotraut Grashey wurde 1937 in Königsberg in Ostpreußen (heute Kaliningrad/Russland) geboren und kam nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] mit ihrer Familie nach Fürth. Nach dem Abitur studierte sie an den Universitäten Heidelberg, Paris Göttingen und Erlangen die französische Sprache, Germanistik und Kunstgeschichte, ab [[1975]] war sie an der [[Volkshochschule Fürth|VHS]] als Dozentin für Französisch tätig. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern der [[Die Grünen|Grünen]] [[1979]] in Fürth, einer der ersten bayerischen Kreisverbände der Grünen überhaupt. Sie zog gemeinsam mit [[Lothar Berthold]] erstmals für die [[Die Grünen|Grünen]] [[1984]] in den [[Stadtrat]]. Weiterhin engagiert sich Grashey im Komitee „Frieden durch Abrüstung“ und bei dem Verein [[Unabhängige Frauen Fürth|Unabhängiger Frauen Fürth]] (UFF e. V.), den sie [[2002]] mitgründete und deren Vorsitzende sie von [[2010]] bis [[2020]] war. 2020 stellte sie Ihr Amt als Vorsitzende des Vereins zur Verfügung, ihre Nachfolgerin wurde [[Sirka Schwartz-Uppendieck]]. In der gleichen Sitzung wurde Grashey einstimmig zur ersten Ehrenvorsitzenden der [[Unabhängige Frauen Fürth|Unabhängigen Frauen Fürth]] e. V. gewählt.
Rotraut Grashey wurde 1937 in Königsberg in Ostpreußen (heute Kaliningrad/Russland) geboren und kam nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] mit ihrer Familie nach Fürth. Nach dem Abitur studierte sie an den Universitäten Heidelberg, Paris Göttingen und Erlangen die französische Sprache, Germanistik und Kunstgeschichte, ab [[1975]] war sie an der [[Volkshochschule Fürth|VHS]] als Dozentin für Französisch tätig. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern der [[Grüne]]n [[1979]] in Fürth, einer der ersten bayerischen Kreisverbände der Grünen überhaupt. Sie zog gemeinsam mit [[Lothar Berthold]] erstmals für die Grünen [[1984]] in den [[Stadtrat]].
 
Weiterhin engagiert sich Grashey im Komitee „Frieden durch Abrüstung“ und bei dem Verein [[Unabhängige Frauen Fürth|Unabhängiger Frauen Fürth]] (UFF e. V.), den sie [[2002]] mitgründete und deren Vorsitzende sie von [[2010]] bis [[2020]] war. 2020 stellte sie ihr Amt als Vorsitzende des Vereins zur Verfügung, ihre Nachfolgerin wurde [[Sirka Schwartz-Uppendieck]]. In der gleichen Sitzung wurde Grashey einstimmig zur ersten Ehrenvorsitzenden der [[Unabhängige Frauen Fürth|Unabhängigen Frauen Fürth]] e. V. gewählt.


Rotraut Grashey hat [[1985]] die erste Veranstaltung gegen Gewalt an Frauen in Fürth organisiert und damit auf dieses Thema aufmerksam gemacht. Gleichzeitig war sie federführend daran beteiligt, dass das Frauenhaus in Fürth gegründet wurde.  
Rotraut Grashey hat [[1985]] die erste Veranstaltung gegen Gewalt an Frauen in Fürth organisiert und damit auf dieses Thema aufmerksam gemacht. Gleichzeitig war sie federführend daran beteiligt, dass das Frauenhaus in Fürth gegründet wurde.  
Zeile 52: Zeile 55:


==Siehe auch==
==Siehe auch==
* [[Stadtrat]]
* [[Grüne]]
* [[Grüne]]
* [[Stadtrat 1984 - 1990]]
* [[Stadtrat 1990 - 1996]]
* [[Stadtrat 1996 - 2002]]
* [[Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen|Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen]]
* [[Unabhängige Frauen Fürth]]
* [[Städtepartnerschaft]]
* [[Städtepartnerschaft]]



Aktuelle Version vom 2. März 2026, 23:00 Uhr

19 MB250726 GrueneFuerth 0336-screen.jpg
Rotraut Grashey, Sept. 2025
Person
Rotraut Grashey
Vorname
Rotraut
Nachname
Grashey
Geschlecht
weiblich
Geburtsdatum
12. Januar 1937
Geburtsort
Königsberg/Preußen
Beruf
Politikerin, Hausfrau
Partei
Grüne
 semantisches Browsen   Sem. Browsen / Abfrage
Funktionvonbis
Stadtrat19841999
AuszeichnungVerleihungAmAuszeichnungBemerkung
Goldenes Buch der Stadt Fürth26 Juli 2017Verleihung Goldenes Kleeblatt
Goldenes Kleeblatt26 Juli 2017
PersonVerwandtschaftsgrad
Irmgard Dettmar, geb. WeissenbornMutter
Kurt DettmarVater

Rotraut Grashey geb. Dettmar (geb. 12. Januar 1937 in Königsberg/Preußen) war für die Partei Bündnis 90/Die Grünen von 1984 bis 1999 im Fürther Stadtrat. Ihre politischen Schwerpunkte sind Frauen- und Friedenspolitik, Umwelt- und Anti-Atomschutz. Rotraut Grashey ist verheiratet und hat zwei Töchter.

1984 war Grashey die erste weibliche Oberbürgermeister-Kandidatin Bayerns.

Leben und Wirken

Rotraut Grashey wurde 1937 in Königsberg in Ostpreußen (heute Kaliningrad/Russland) geboren und kam nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihrer Familie nach Fürth. Nach dem Abitur studierte sie an den Universitäten Heidelberg, Paris Göttingen und Erlangen die französische Sprache, Germanistik und Kunstgeschichte, ab 1975 war sie an der VHS als Dozentin für Französisch tätig. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern der Grünen 1979 in Fürth, einer der ersten bayerischen Kreisverbände der Grünen überhaupt. Sie zog gemeinsam mit Lothar Berthold erstmals für die Grünen 1984 in den Stadtrat.

Weiterhin engagiert sich Grashey im Komitee „Frieden durch Abrüstung“ und bei dem Verein Unabhängiger Frauen Fürth (UFF e. V.), den sie 2002 mitgründete und deren Vorsitzende sie von 2010 bis 2020 war. 2020 stellte sie ihr Amt als Vorsitzende des Vereins zur Verfügung, ihre Nachfolgerin wurde Sirka Schwartz-Uppendieck. In der gleichen Sitzung wurde Grashey einstimmig zur ersten Ehrenvorsitzenden der Unabhängigen Frauen Fürth e. V. gewählt.

Rotraut Grashey hat 1985 die erste Veranstaltung gegen Gewalt an Frauen in Fürth organisiert und damit auf dieses Thema aufmerksam gemacht. Gleichzeitig war sie federführend daran beteiligt, dass das Frauenhaus in Fürth gegründet wurde.

Als Pflegerin des städtischen Grüns war sie während ihrer Tätigkeit im Stadtrat maßgeblich daran beteiligt, dass die Stadt Fürth 1987 eine erste Baumschutzverordnung erhielt. Die Einhaltung dieser Verordnung hat sie seither stetig begleitet. Nach dem Abzug der US-Amerikanischen Armee ab dem Jahr 1995 wirkte sie aktiv bei der Entwicklung der ehemaligen Militärareale in der Südstadt mit zu einem neuen Wohnviertel mit einem großen attraktiven Südstadtpark. Auch für den Erhalt des Knoblauchslandes in seiner landwirtschaftlich geprägten Form hat sie sich langjährig eingesetzt.

Weitere politische Schwerpunkte waren ihr Einsatz gegen die Schwelbrennanlage am Hafen bzw. der Einsatz für die Städtepartnerschaft mit Limoges in Frankreich.

Auszeichnungen

Am 26. Juli 2017 erhielt Rotraut Grashey für Ihre Verdienste für die Stadt Fürth das Goldene Kleeblatt.

Lokalberichterstattung

  • Johannes Alles: 30 Jahre Grün: Fürther Urgesteine erinnern sich. In: Fürther Nachrichten und Onlinedienst nordbayern.de; Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH & Co. KG, Nürnberg; vom 12. Januar 2010; aufgerufen am 17. Januar 2024 - online
  • Grüne Frauen feierten ein kleines Jubiläum. In: Fürther Nachrichten und Onlinedienst nordbayern.de; Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH & Co. KG, Nürnberg; vom 11. März 2010; aufgerufen am 17. Januar 2024 - online

Siehe auch

Bilder

Bilder als Galerie / Tabelle anzeigen, sortieren und filtern