Rednitzstraße 17

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Sammlung Steinmetz (28).jpg
Zentral im Bild das "Brandenburger Gärtla", im Bild links Rednitzstr. 22, dazwischen im Hintergrund die Foerstermühle
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Gebäude
Rednitzstraße 17
Straße / Hausnummer
Rednitzstraße 17
Objekt
Wohngebäude mit Gastwirtschaft
Baujahr
1682
Denkmalstatus besteht
nein
Abgerissen
ja
Baustile
Sandstein, Fachwerk
Geo-Daten
49° 28' 42.60" N
10° 58' 59.81" E
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Das Gebäude Rednitzstraße 17 war ein Wohngebäude im sog. Gänsbergviertel und wurde 1682 erbaut. In ihm befand sich die Gastwirtschaft Brandenburger Gärtla. Im Zuge der Flächensanierung wurde das Gebäude abgerissen.

Im Kartenausschnitt in der Faktenbox auf der rechten Seite wird der ungefähre ehemalige Standort des Gebäudes im aktuellen Stadtplan angezeigt.

Beschreibung nach Gebessler

Gaststätte Brandenburger Gärtla. Zweigeschossig, in der Anlage bereits 18. Jh. Zwei Flügel von acht zu fünf Obergeschossfenstern. Straßenseite verputzt, Türe verändert. Obergeschoss, Ostgiebel und vierfenstriges Walmdach-Zwerchhaus verschiefert. Westseite Sandsteinquader; teils noch die ursprünglichen, kräftig profilierten Fenstergewände. Im Hof Obergeschossgalerie mit gedrehten Balustern.[1]

Geschichte der Eigentümer[2]

Alter Katasterplan des Gänsbergviertels, Standort Rednitzstraße 17 ist rot markiert
  • 1680: Martin Binder besitzt hier einen Garten
  • 1682: Johann Heerdegen, Ambtmann, kauft ein Stück des Gartens und errichtet ein Köblersgut mit Behausung, Stadl, Brunnen, Stallung und Garten[3]
  • ...: Johann Philipp Fleichbain mit „4 Morgen Veldt“ von Heerdegen gekauft
  • 1723: Johann Jakob von der Venne (evtl. auch „De Ven(n)e“) besitzt das Köblersgut, dass der Großvater Johann Philipp Fleichbain erworben hat[4]
  • ...: Daniel Rupprecht
  • 1744: dessen Witwe Maria Jakobine, wiederverheiratete Singer
  • 1763: Barbara Maria und Konrad Gebhardt (als Tochter und Tochtermann) – Gebhardt ist Bierbrauer und besitzt die Hausnummern 480 (alte Zählung, spätere Rednitzstraße 21) und auch 481 (alte Zählung, spätere Rednitzstraße 17) mit den dazugehörigen Brau- und Malzhäusern.[5] Zu jedem der Häuser gehörte eine eigene Scheune und Hofraith. Aus der Scheune der Nummer 480 (Rednitzstraße 21) ließ er eine Roß-Mühle (also eine Mühle mit Göpel) bauen, die Hofraith der Nummer 481 (Rednitzstraße 17) nutzte er größenteils für seine Brauerei.
  • 1799: Barbara Maria Gebhardt, Witwe
  • 1804: Johann Adam Gebhardt, Kaufmann – Er erbte die Nummer 481 (Rednitzstraße 17), während der Schwager – vormaliger Apotheker Tobias Burger – die Brau,- Malz- und Branntweinhäuser der Nummer 480 (Rednitzstraße 21) sowie die Roß-Mühle und die für diesen Betrieb nötige Scheune von 481 erhielt.
  • 1840: Johann Adam Gebhardt
  • 1842: Lucian Hindinger, Spiegelfabrikant
  • 1851: Heinrich Hindinger, Commis
Das „Brandenburger Gärtla“ 1935
  • 1856: Gewerbeverein Fürth – Der Sitz des Gewerbevereins legte sich nahe, da sich zu jener Zeit etliche Goldschlägereien in der Rednitzstraße niederließen.[6]
  • 1867: Paul Böhnert, Holzhändler; errichtete einige der Goldschlägereien[6]
  • 1877: Franz Müller
  • 1880: Heinrich Pertl (Bertl), Kohlenhändler
  • 1895: Konrad Städler – Er gilt als der erste Wirt auf dem Anwesen.[7]
  • 1900: Vitus Egerer, Wirt
  • 1920: Margarethe Egerer, Witwe
  • 1921: Margarethe Egerer, Wächterswitwe
  • 1926: Karoline Kübler
  • 1931: Gebrüder Kübler, Blattmetallschlägerei
  • 1961: Lissy Kübler und Erben

Frühere Adressen

  • ab 1792 Hausnummer 481
  • ab 1827 Hausnummer 141, I.
  • ab 1860 Rednitzstraße 9
  • ab 1890 Rednitzstraße 17

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Stadt und Landkreis Fürth – Kurzinventar von August Gebessler, 1963, S. 45, 46
  2. alle Angaben zu Rednitzstraße 17 nach Gottlieb Wunschel: Alt-Fürth, 1940 sowie den Fürther Adressbüchern von 1921, 1931 u. 1961
  3. Gottlieb Wunschel zitiert dazu aus dem Salbuch 1700, S. 169
  4. Gottlieb Wunschel zitiert aus Salbuch 1723, S. 321
  5. Gottlieb Wunschel zitiert aus einem Bericht der Polizei Commission Fürth vom 22. März 1804
  6. 6,0 6,1 H. G. Dennemarck: Rednitzstraße 17 – Brandenburger Gärtla; Fürther Anzeiger vom 11. Februar 1939
  7. 1899 brannte die Brauerei ab und jener Komplex wurde nach dem Wiederaufbau zu einem Pelzwarengeschäft (Besitzer Schnittger) umgewandelt - vgl. H. G. Dennemarck: Rednitzstraße 17 – Brandenburger Gärtla; Fürther Anzeiger vom 11. Februar 1939

Bilder

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