Königstraße 57
| Dieser Artikel war Thema beim Fürther Höfefest vom 21. - 22. Juli 2018. Unter dem Titel "200 Jahre an einem Wochenende" bot die Veranstaltung Einblick in mehr als 50 Fürther Höfe, davon 20 als Themenhöfe mit einem geschichtlichen Thema. |
- Gebäude
- Königstraße 57
- Straße / Hausnummer
- Königstraße 57
- Postleitzahl
- 90762
- Objekt
- Wohnhaus
- Teil des Gebäude-Komplexes
- Gabrielhof
- Quellangaben
- BLfD - Denkmalliste Fürth
- Geo-Daten
- 49° 28' 43.78" N
10° 59' 14.97" E
Dreigeschossiger traufseitiger Satteldachbau mit Sandsteinerdgeschoss, Toreinfahrt, gusseiserner Ladenfront, verschieferten Fachwerkobergeschossen und verschiefertem Zwerchgiebel, wohl 18. Jahrhundert, Neurenaissance-Ladenfront wohl Ende 19. Jahrhundert; Rückflügel, ehemalige Talmud-Schule, sogenannte Gabrielschul und Synagoge, dreigeschossiger traufseitiger Satteldachbau mit massivem Erdgeschoss, verschieferten Fachwerkobergeschossen und polygonalem, giebelseitig angebautem Fachwerk-Treppenturm, 1707; Rückgebäude, zweigeschossiger abgewinkelter, Satteldachbau mit verschiefertem Obergeschoss und Giebelzwerchhäusern, 18. Jahrhundert; bauliche Gruppe mit Königstraße 55/Königstraße 59; Teil des Ensembles Altstadt.
Die Neurenaissance-Ladenfront der Hausnummer 57 befindet sich an der Stirnseite zur Straße, rechts davon befindet sich ein Korbbogentor zum Hofbereich. Die Gruppe steht auf dem Grund eines ehem. Bauernhofes, der etwa um 1600 dreigeteilt wurde; Nr. 55 1615 als neu erbautes Haus genannt, in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts abgebrannt. Nr. 59 steht an der Stelle des einstigen Hauptgebäudes des Bauernhofes. Im 17. und 18. Jahrhundert waren die Häuser Besitz bambergischer Schutzjuden.
Alte Adressen
Ursprünglich trug das Haus die Nummer 239, wurde dann als Nr. 235 des 1. Hauptdistrikts an der Mittleren Königstraße benannt. Das Gebäude hatte vor der heute gültigen Neunummerierung von 1890 noch die Adresse Königstraße 139/140 a.[1]
Eigentümer
- Straßburger, Meier; Kaufmann (lt. Adressbuch 1819)
- Heumann, Jonas; Messerschmied u. Instrumentenmacher (lt. Adressbuch 1859)
- Heymann, Jonas; Privatier (lt. Adressbücher 1886, 1889, 1890, 1891)
- Götz, Ernst Wilhelm; Metallschlägermeister bzw. Metallhändler (lt. Adressbücher 1893, 1896, 1899, 1901, 1903, 1905, 1907)
- Götz, Karolina Kunig.; Metallhändlerswitwe bzw. Mehlhdl.-We. [sic] (lt. Adressbücher 1909, 1911, 1913)
- Kargel, Christian; Kaufmann (lt. Adressbücher 1931, 1972)
Literatur
- Gisela Naomi Blume: Mikwen in Fürth - "Die Kellerquellenbäder der Israelitinnen". In: Fürther Geschichtsblätter, 2/2011, S. 35 - 37
Siehe auch
Weblinks
- Hausnummer 239 auf historischer Karte, siehe BayernAtlas
Einzelnachweise
- ↑ Übersicht über die am 1. Januar 1890 in Geltung tretende Neu-Nummerierung der Gebäude zu Fürth. Druck und Verlag Albrecht Schröder, Fürth 1889, S. 19
Bilder
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Altstadtbläddla Ausgabe 32 (1997-1998), Titelbild von Siegfried Reinert Urheber: Altstadtverein St. Michael
Lizenz: CC BY-SA 4.0Altane an der Westseite der Gabrielschul Urheber: Chrischmi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Altane, Westseite Gabrielschul vom Innenhof Königstraße 55 und Königstraße 57 Urheber: Chrischmi
Lizenz: CC BY-SA 3.0Blick in den Hof von Königstraße 57/59, Aug. 2012 Urheber: Christian Schmidt-Scheer
Lizenz: copyrightHinweisschild zum Rundweg des Geschichtsvereins Fürth zum Jüdischen Leben, ca. 2000 Urheber: Geschichtsverein Fürth
Lizenz: copyrightKönigstraße Blickrichtung Rathaus 17.3.1990 Urheber: Klaus-Peter Schaack
Lizenz: CC BY-SA 4.0Blick in Richtung Rotes Roß, zentral im Bild das erhalten gebliebene Gebäude Königstr. 70 ... Blick in Richtung Rotes Roß, zentral im Bild das erhalten gebliebene Gebäude Königstr. 70 (Gaststätte Weiße Rose). Davor parken Autos auf dem Areal des abgeräumten Doktorshof
Urheber: Hermann Steinmetz
Lizenz: CC BY-SA 3.0