Christian Hofmann (Bildhauer)
- Person
- Christian Hofmann (Bildhauer)
- Vorname
- Christian
- Nachname
- Hofmann
- Geschlecht
- männlich
- Abw. Name
- Johann Christian H.
- Geburtsdatum
- 16. Januar 1877
- Geburtsort
- Oberkotzau
- Beruf
- Bildhauer
- Religion
- evangelisch-lutherisch
- Sonnenstraße 37 (Letzter Wohnort in Fürth)
| Person | Verwandtschaftsgrad |
|---|---|
| Anna Babette Kurz | Ehefrau |
| Christine Gertrude Hofmann | Tochter |
| Johann Jakob Hofmann | Vater |
| Katharina Margaretha Fischer | Mutter |
| Max Ebert | Schwager |
Johann Christian Hofmann (geb. 16. Januar 1877 in Oberkotzau[1]; gest. ) war ein Fürther Bildhauer, der 1925 in die USA auswanderte.
Leben
Er kam als zweites Kind bzw. erster Sohn des Büttners Johann Jakob Hofmann (1851–?) und dessen Ehefrau Katharina Margaretha, geborene Fischer (1849–?) im Haus Nr. 68 zur Welt. Taufpate war der Kommis Johann Christian Breuner.[1]
Vermutlich hatte die Familie Oberkotzau bald verlassen, der weitere Lebensweg liegt im Dunkeln.[2] Um 1906 kam er nach Fürth und eröffnete ein Bildhauereigeschäft, er wohnte in der Glückstraße 11. Etwa 1912 zog er in die Sonnenstraße 37.[3]
Im Ersten Weltkrieg musste Hofmann als Ungedienter am 21. August 1917 zum Reserve-Lazarett Nürnberg III einrücken, wo er als Militär-Krankenwärter eingesetzt war. Zum 4. April 1918 wurde er zum Reserve-Lazarett Fürth versetzt, dort am 24. April von einer miltärärztlichen Musterungskommission für „z. g. v. F.“ (zeitweise garnison-verwendungsfähig Feld) befunden und zum I. Ersatz-Bataillon der k. b. 3. Train-Abteilung für den Abtransport zum bayerischen Feldlazarett Nr. 21 in Péruwelz/Belgien versetzt. Über das Ende seines Kriegsdienstes fehlen Nachrichten.[4]
Am 12. Juli 1920 heiratete er in Fürth ‚Anna‘ Babette Kurz (geb. 16. April 1889 in Fürth)[5], die Tochter des bereits verstorbenen Kaufmanns Karl Kurz und dessen Ehefrau Babette, geborene Stein, die früher die Kolonial-, Material- und Farbwarenhandlung „Augustin's Nachfolger” am Marktplatz 1 geführt hatten. Damit war Hofmann nun Schwager vom Architekten Max Ebert. Um 1923 kam die Tochter Christine Gertrude Hofmann zur Welt.
Im Jahr 1923 erstellte er das Denkmal der Gefallenen der Spielvereinigung Fürth. Bereits 10 Jahre zuvor schuf er den Brunnen am Kaiserplatz. Die Entwürfe stammten jeweils vom städtischen Baubeamten Karl Maurer.
Im Sommer 1925 wanderte die Familie Hofmann in die USA aus. Sie reiste am 11. Juli in Bremen mit dem Dampfschiff „Bremen“ ab.[6] Am 22. Juli 1925 wurde in New York die Einwanderung registriert: „Hofmann, Christian, … Sculptr, … Wife Anna Hofmann, 37 Sonnen=Str, Fuerth/Bayern“.[7] Zehn Jahre später wurde die Familie in der Volkszählung des US-Bundesstaates Florida erfasst, sie lebte nun in West Palm Beach.[8] In den Jahren 1940 und 1945 wurde die Adresse 425 East Lakewood Road in West Palm Beach erfasst. Noch in der Volkszählung von 1950 war Christian Hofmann in West Palm Beach ansässig, nun wohnte er in der 11. Straße Nr. 17. Nunmehr 73 Jahre alt arbeitete er in einem Natursteingeschäft.[9]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Kirchenbücher St. Jakobus Oberkotzau, Taufen 1863–1888, S. 136
- ↑ Eine Konfirmation in Oberkotzau um 1890 für Christian Hofmann ist nicht nachweisbar.
- ↑ Adressbücher 1907, 1909, 1911, 1913, 1926
- ↑ Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abt. IV Kriegsarchiv, Kriegsstammrollen 1914–1918; Band 11233, 3; 20081; 20286, 1; 20287, 2
- ↑ Kirchenbücher St. Michael, Trauungen 1917–1925, S. 189
- ↑ Bremer Passagierlisten, Archiv-Ident.Nr. AIII15-11.07.1925_N, Blatt 12 - online
- ↑ New York City, New York, United States Aufzeichnungen; United States, National Archives and Records Administration, Aufnahmengruppen-Nummer 004856060; FamilySearch, Aufnahme 905 von 1269
- ↑ Florida, State Census 1935, FamilySearch, Eintrag für Christ Hofmann und Anna Hofmann, 1935
- ↑ National Archives at Washington, DC; Washington, D.C.; Seventeenth Census of the United States, 1950; West Palm Beach, Palm Beach, Florida; Rolle: 3386; S. 3; Zählungsdistrikt: 50-1B