Eva Haas

Aus FürthWiki

Person
Eva Haas
Vorname
Eva
Nachname
Haas, geb. Zimmer
Geschlecht
weiblich
Geburtsdatum
1. Juni 1920
Geburtsort
Fürth
Todesdatum
24. September 1942
Todesort
Auschwitz
Beruf
Säuglingspflegerin
Religion
jüdisch
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Eva Haas, geb. Zimmer, אוה האס (geb. 1. Juni 1920 in Fürth, verstorben 24. September 1942 im KZ Auschwitz)[1], war jüngste Tochter des Menki Zimmer und dessen Ehefrau Betty Blümle, geb. Möller und übte den Beruf einer Säuglingspflegerin aus.

Eva wohnte in Fürth Bahnhofplatz 6 von 1920 bis 1935 und bis 1939 Maxstraße 29. Am 16. Februar 1939 erhielt Eva Zimmer einen befristeten Reisepass zur Auswanderung nach Holland. Sie verließ am 27. April 1939 Nazideutschland. In Enschede schloss sie sich mit ihrem Bruder Alexander der orthodoxen Agudath Jisra'el, einer Einrichtung der Hakhsharah an.[1] Sie befand sich in einem großen Haus in der Ortschaft Twekkelo im Südwesten von Enschede und nannte sich Wohnstatt Haimer's Esch. 1940 lebten dort etwa 55 Menschen und bereiteten sich in dem Ausbildungszentrum auf ihre Emigration nach Palästina vor. Mit dem Einmarsch der deutschen Truppen in den Niederlanden scheiterten derartige Pläne. Wem von Haimer's Esch es nicht gelang, rechtzeitig in den Untergrund zu gehen, wurde interniert. Weniger als die Hälfte der orthodoxen Pioniere überlebten den Krieg.[2]

Eva Zimmer wurde zuerst ins Kamp Vught gebracht. Dort hatte die Elektronikfirma Philips Werkstätten eingerichtet. Der Leiter Fritz Philip bemühte sich, die Verhältnisse für die jüdischen Gefangenen zu erleichtern. Es gelang ihm schliesslich, 382 der insgesamt 496 Juden zu retten. – Eva kam von Vught ins Durchgangskonzentrationslager Westerbork, wo sie ihren Verlobten Herbert Haas, geboren am 9. März 1916 in Berlin, heiratete. Die Trauung vollzog Gerhard Frank, der letzte Rabbiner von Ichenhausen, der als Rabbiner in Westerbork war.[1]

Als Herbert Haas nach Auschwitz deportiert wurde, ging Eva Haas freiwillig auf den Transport mit. Beide wurden im KZ Auschwitz ermordet. Für Eva Haas wird der 24. September 1942, für ihren Ehemann der 31. Januar 1943 als Sterbedatum angenommen. Offiziell gilt Eva Haas als verschollen und wurde für tot erklärt."[2]

Familie

Evas Eltern waren Menki Zimmer der Betty Blümle, geb. Möller in Altona geheiratet hatte. Ihre Geschwister waren

  • Mauri, (geboren am 13. März 1911 in Fürth, überlebte die Shoah)[3]
  • Alexander, (geboren am 16. August 1912 in Fürth, gestorben am 20. Januar 1945 im KZ Bergen-Belsen)
  • Therese Thirza, (geboren am 18. August 1913 in Fürth, überlebte die Shoah)
  • Lilli, verh. Kellermann (geboren am 2. September 1916 in Fürth, überlebte die Shoah)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Angaben nach Jüdisch in Fürth zu Eva Haas
  2. 2,0 2,1 Virtuelles Denkmal "Gerechte der Pflege" zu Eva Haas, geb. Zimmer mit Berufung auf zwei Quellen:
    • Israelitische Kultusgemeinde Fürth, Memorbuch;
    • Joods Monument
  3. Mauri wurde im Novemberpogrom verhaftet und im KZ Dachau interniert. Siehe Spuren im Vest - Juden im Vest Recklinghausen, unter Bruder von „Alexander Zimmer“

Siehe auch

Weblinks

Bilder