Rednitzstraße 5
- Gebäude
- Rednitzstraße 5
- Straße / Hausnummer
- Rednitzstraße 5
- Objekt
- Wohngebäude mit Ladeneinbau
- Denkmalstatus besteht
- nein
- Abrissjahr
- 1978
- Baustil
- Sandstein
- Geo-Daten
- 49° 28' 45.01" N
10° 58' 59.56" E
Das Gebäude Rednitzstraße 5 war ein Wohngebäude im sog. Gänsbergviertel mit Ladeneinheit. Im Zuge der Flächensanierung wurde das Gebäude 1978 abgerissen.
Im Kartenausschnitt in der Faktenbox auf der rechten Seite wird der ungefähre ehemalige Standort des Gebäudes im aktuellen Stadtplan angezeigt.
Geschichte der Eigentümer[1]
Hier handelt es sich um einen alten Besitz, der früher wahrscheinlich aus Rednitzstraße 5 und 7 bestand. Hinweis dafür gibt der alte Lageplan mit beiden Hausnummern als auch die in den Jahren 1650 bis 1800 gleichlautenden gemeinsamen Besitzer der später getrennten Hausnummern.
- ...: Geschwister Senft
- 1586: Hanns Senft – Für Hanns Senft zu Fürth über ein Häuslein daselbst, so er von seinen Geschwistern erkauft.[2]
- 1610: Hanns Senft zu Nürnberg
- 1615: Nicloß Senfft – 1616, Nicolaus Senffen (Senften?) Winterschmidts Guth, hat 3 Hausgenossen, Köblersgutt[3]
- ... Georg Gärtner
- 1651: Michael Mayr – Am 30. X. 1651 erhielt von Herrschafts- und amtswegen umb 20 fl. Michael Mayer ein abgebrandtes Köblersgüthlein zu Fürth, deß weylandt Georgen Gädrdtners seel. uff dem Gänßberg zwischen Michael Pechtners seel. und Leonhardt Dürr beede Brandstatt gelegen.[4]
- ...: Leonhardt Michael Mayr
- ...: Johann Niclaus von Löben
- ...: Johann Schmölz
- ...: Eckhart
- 1723: Georg Wolf Eckhart, Schneidermeister, Sohn[5]
- ...: Katharina Schoppmännin
- 1752: Johann Michael Schumann, erheurathet
- 1798: Maria Magdalena Lohbauer, geb. Engelhardt, im Erbwege vom Großvater mit 4 Geschwistern
- 1801: Georg Peter Krieger, Husar, Eheleute – Im Jahr 1802 erhielt der beurlaubte Husar Peter Krieger die Aufforderung, das über der Kramladentüre ohne polizeiliche Erlaubnis angebrachte bretterne Dach binnen 24 Stunden zu entfernen, weil dieses doch zu weit in die daselbst sehr enge Straße herausgeht, sodaß beladene Wagen mit Heu und Getraidt daran anstoßen müssen und im Vorbeifahren gehindert werden.
- 1840: A. M. Krieger, Rosoli[6]-Fabrikantenwitwe
- 1860: Konrad Schmidt, Schuhmacher
- 1875: Georg Wolfgang Kramer, Spezereihandlung
- 1910: Georg Heinrich Kramer
- 1911: Christian Seyfferth, Commis
- 1921: Christian Seyfferth, Commis
- 1931: Christian Seyfferth, Commis
- 1961: Stadtgemeinde Fürth
Frühere Adressen
- ab 1792 Hausnummer 358 a
- ab 1827 Hausnummer 118, I. Bez.
- ab 1860 Rednitzstraße 3
- ab 1890 Rednitzstraße 5
Literatur
- Gänsberg-Erinnerungen Band 4, Fürth, Städtebilder Verlag, 2008, S. 57
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ alle Angaben zu Rednitzstraße 5 nach Gottlieb Wunschel: Alt-Fürth, 1940 sowie den Fürther Adressbüchern von 1921, 1931 u. 1961
- ↑ Wunschel zitiert dabei den ältesten Nachweis, einen Lehensrevers vom 10. Oktober 1586 aus der Urkundensammlung 1269, Rückseite 41
- ↑ Wunschel zitiert hier aus dem Akt 283, S. 819, Nr. 33
- ↑ Wunschel weist in diesem Fall auf das Gerichtsbuch 1028, S. 249 hin
- ↑ Im Salbuch 1723 heißt es: 1723 hat Georg Wolff Eckhert, Schneidermeister im Besitz ein Köblersgüthlein am Gängsberg, so er auff Absterben seines Vatters gleichfalls käuflich übernommen. (nach Wunschel)
- ↑ Likör aus Schnaps, Zimt, Zucker, Anis und aromatischen Gewürzen
Bilder
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Wassermungenauer Bräustüberl, Bergstraße 29 mit Blick in die Rednitzstraße Urheber: unbekannt<br>Erstellungsdatum: vor 1945<br>Lizenz: CC BY-SA 3.0
Umzug und Geschäftsbeginn, Kramer, Fürther Tagblatt 7.5.1873 Erstellungsdatum: 7. Mai 1873<br>Lizenz: CC BY-SA 3.0
Blick in die Rednitzstraße (v. l. n. r.): Nr. 12, 10, 8, 6 und Giebel von 4 – Bildmitte hinten: ... Blick in die Rednitzstraße (v. l. n. r.): Nr. 12, 10, 8, 6 und Giebel von 4 – Bildmitte hinten: Neubau Königstraße 6 (nach 2. Weltkrieg), Rednitzstraße 3, 5, 7<br>Urheber: Klaus-Peter Schaack