Deutsche Truppen in Fürth (2. Weltkrieg)
Die Stadt Fürth lag während des Zweiten Weltkrieges im Regierungsbezirk Mittelfranken in Bayern, auf dessen Gebiet unterschiedliche Truppenteile der Wehrmacht stationiert waren. Das Stadtgebiet gehörte bis zum 22. Juli 1941 zum Wehrkreis VII, ab Mitte 1941 unterstand die Stadt dem Wehrkreis XIII. An verschiedenen Stellen im Stadtgebiet waren unterschiedliche Truppen und Truppenteile stationiert, zum Teil auch mit Soldaten aus dem Stadtgebiet.
Übersicht und Abgrenzung der Streitkräfte
Streitkräfte: Wehrmacht (1935–1945)
- Teilstreitkraft: Heer (Landstreitkräfte)
- Teilstreitkraft: Kriegsmarine (Seestreitkräfte)
- Teilstreitkraft: Luftwaffe (Luftstreitkräfte)
Streitkräfte: Waffen-SS (1940–1945)
- Teilstreitkraft: dem Reichsführer-SS direkt unterstellte Landstreitkräfte
Paramilitärische Organisationen
- Schutzstaffel (SS): 1925 in München als Hitlers persönliche "Leib- und Prügelgarde" gegründet
- Sturmabteilung (SA): politische Kampforganisation der NSDAP (durch den sogenannten Röhm-Putsch 1934 entmachtet)
- Geheime Staatspolizei (Gestapo): politische Polizei des NS-Regimes
Wichtigste Fronteinheiten der Wehrmacht aus Fürth
- I. Bataillon des Infanterie-Regiments 21, unter 17. Infanterie-Division
- Panzerwehr-Abteilung 17 (ab April 1940: Panzerjäger-Abteilung 17) unter der 17. Infanterie-Division
- Teile der Panzerjäger-Aufklärungs-Abteilung 7 unter der 4. Panzer-Division
- I. Abteilung des Flak-Regiments 9[1]
Fronttruppenteile
- I. Bataillon / Infanterie-Regiment 21 unter 17. Infanterie-Division
- III. / Infanterie-Regiment 21
- 13. / Infanterie-Regiment 21
- 9. / Artillerie-Regiment 7
- 3. / Kraftfahr-Abteilung 7
- Panzerabwehr-Abteilung 17
- 4. Panzer-Division/ Panzerabwehr-Abteilung 17
- Panzerjäger-Abteilung 17
- Landesschützen-Bataillon 568
- Jagdgeschwader 104
- I. / Kampfgeschwader (J) 30
- Luftwaffen-Sanitäts-Abteilung 14/VII
- Landespolizei-Regiment 72
Ersatztruppenteile
- Infanterie-Ersatz-Bataillon 21
- Grenadier-Ersatz-Bataillon 21
- Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Abteilung 21
- Reserve-Grenadier-Bataillon 21
- Kraftfahr-Park-Ersatz- und Ausbildungs-Abteilung 13
- Granatwerfer-Ausbildungs-Abteilung 21
- Jagdfliegerschule 4
- Flieger-Ersatz-Bataillon XII
Kommandobehörden / Dienststellen
- Wehrmachts-Kommandantur Nürnberg-Fürth
- Standortältester Nürnberg-Fürth
- Kommandantur Nürnberg-Fürth
- Wehrbezirks-Kommando (WK XIII, Wehrersatzbezirk Nürnberg. Zuständig für die Wehrmeldebezirke (Wehrmeldeämter) Fürth, Erlangen und Neustadt / Aisch)
- Wehrmeldeamt (WK XIII, Wehrbezirk Fürth. Zuständig für den Stadtkreis und den Landkreis Fürth.)
- Heeres-Feldzeugverwaltung
- Heeres-Nebenzeugamt
- Heeres-Standort-Verwaltung
- Heeres-Verpflegungsamt
- Kommando Flughafenbereich 1/XIII
- Kommando Flughafenbereich 7/XIII
- Flughafen-Bereichs-Kommandant
Einrichtungen
- Flugplatz Fürth-Atzenhof (Luftwaffen-Fliegerhorst)
Literatur
- Jürgen Zapf: Flugplätze der Luftwaffe 1934 - 1945 - und was davon übrig blieb, VDM-Verlag, Zweibrücken, 2010
- Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945, Band 16, Biblo-Verlag, Osnabrück 1996
- Hans-Henning Podzun (Hrsg.): Das Deutsche Heer 1939, Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim 1953
- Reichsgesetzblatt 1941, Teil I, Seiten 397 ff.
- Reichsgesetzblatt: "Verordnung über die Wehrbezirkseinteilung für das Deutsche Reich" vom 15. September 1939
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Prof. Dr. Johannes Hürter: Militär und Krieg in Fürth, 1939 - 1945, Vortrag im Rahmen der NS-Tagung am 22. März 2024
Bilder
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Wehrmachts-Erkennungsmarken des Flieger-Ersatz-Bataillon XII für italienische Kriegsfreiwillige, ... Wehrmachts-Erkennungsmarken des Flieger-Ersatz-Bataillon XII für italienische Kriegsfreiwillige, Bodenfund aus der Sonnenstraße unweit der Kreuzung mit der Flößaustraße (2002)
Urheber: Ralph Stenzel
Lizenz: CC BY-SA 3.0Kriegsende 1945: Ein zerstörtes Geschütz mit spielenden Kindern nahe der Kapellenstraße – rechts die ... Kriegsende 1945: Ein zerstörtes Geschütz mit spielenden Kindern nahe der Kapellenstraße – rechts die Ludwigbrücke, Bildmitte der alte Flusslauf der Pegnitz, dahinter das Batzenhäusla (heute verläuft hier die Nordspange)
Urheber: unbekannt
Lizenz: CC BY-SA 3.0Stempel der "Jagdfliegerschule 4 Fürth" von 1940, die am Flugplatz Fürth-Atzenhof stationiert war Lizenz: CC BY-SA 3.0
Soldaten der Wehrmacht bei einem Appell im Hof der neuen Infanteriekaserne. Im Bild die sog. ... Soldaten der Wehrmacht bei einem Appell im Hof der neuen Infanteriekaserne. Im Bild die sog. "östliche Halbbataillonskaserne", dahinter die Kompaniekaserne (heute Kellermannstraße). Aufnahme um 1937
Urheber: Wilhelm Schmidt, Fürth
Lizenz: CC BY-SA 3.0Wehrmachtsangehörige im Hof der neuen Infanteriekaserne. Im Bild ein Teil der sog. "östlichen ... Wehrmachtsangehörige im Hof der neuen Infanteriekaserne. Im Bild ein Teil der sog. "östlichen Halbbataillonskaserne (heute Rückseite von Isaak-Loewi-Str. 1). Aufnahme um 1937
Urheber: Wilhelm Schmidt, Fürth
Lizenz: CC BY-SA 3.0Luftwaffen-Offiziere am Flugplatz Fürth-Atzenhof. Tag der offenen Tür und/oder Flugtag. Links: ... Luftwaffen-Offiziere am Flugplatz Fürth-Atzenhof. Tag der offenen Tür und/oder Flugtag. Links: Bauleiter Regierungsbaurat Wilhelm Schulte, Datum unbekannt.
Urheber: unbekannt
Lizenz: Bildlizenz-StadtarchivSzene mit Soldaten auf einem LKW, vermutlich in der Artilleriekaserne in der Südstadt Urheber: Karl Stöhr
Lizenz: CC BY-SA 3.0