Hiroshima-Mahnmal

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Das Hiroshima-Mahnmal im Stadtpark, geschaffen vom in Fürth lebenden japanischen Künstler Kunihiko Kato.
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Das Hiroshima-Mahnmal befindet sich im Stadtpark östlich von bei der Auferstehungskirche und ist ein Mahnmal gegen den Krieg - den Atomkrieg - und für den Frieden. Er wurde vermutlich Mitte der 1980er Jahre zunächst am Bahnhofplatz aufgestellt.

Es ist in Erinnerung an die Opfer des Atombombenabwurf vom 6. August 1945 auf die japanische Metropole Hiroshima, und am 9. August 1945 auf Nagasaki gestaltet worden.

Das Mahnmal wurde vom Künstler Kunihiko Kato geschaffen. Der Gravur ist bilingual gehalten: "Hiroshima mahnt 平和 (heiwa - Frieden)"

Alljährlich wird am 6. August, dem Tag des Bombenabwurfs auf Hiroshima, eine Gedenkveranstaltung in unmittelbarer Nähe des Denkmals abgehalten, zu der die Stadt Fürth einlädt. Erstmals gedachte die Stadt Fürth den ca. 320.000 verstorbenen Menschen in Japan im Jahr 1985. Im gleichen Jahr trat die Stadt Fürth auch dem "Städtebündnis für den Frieden" bei, das sich für die Abschaffung der Atomwaffen und für den Frieden einsetzt.[1]

Standort[Bearbeiten]

Das Mahnmal wurde zunächst auf dem Nordöstlichen Bereich des Bahnhofplatzes auf dem Gehsteig errichtet, in etwa auf der Höhe des Gebäudes Bahnhofplatz 1. Allerdings wurde der "scharfkantige" Kranich von der örtlichen Polizei als Verletzungsgefahr für vorbei laufende Passanten angesehen, weshalb der Kranich einen schützenden Globus aus Metallstäben nachträglich erhielt. Gegen 1988/89 wurde das Mahnmal versetzt - dieses Mal in etwa mittig auf den gegenüberliegenden Bahnhofplatz. In den 1990er Jahre wechselte das Mahnmal erneut den Standort und wurde an den heutigen Standort im Stadtpark versetzt. Dabei wurde auch der nachträglich angebrachte Globus um den Kranich entfernt, so dass das Mahnmal sich wieder im ursprünglichen Zustand befindet.

Beschädigungen[Bearbeiten]

Ein Artikel in den Fürther Nachrichten vom 14. April 1987 berichtete von einem Diebstahlversuch des Kranichs auf dem Denkmal. Aus Sicherheitsgründen wurde deshalb nachträglich ein Schutzkorb angebracht, der zum einen den Diebstahl verhindern, zum anderen die Passanten vor den "scharfkantigen" Kranich beschützen sollte. Einige Stäbe der symbolischen Weltkugel wurden mehrmals verbogen und der Kranich gelockert. Der Fürther Künstler Kunihiko Kato hatte den Kranich mehrmals in Reparatur und setze stets den alten Zustand wieder her. Nach diesen Vorfällen und den Versuch einer Beschädigung oder eines Diebstahles bedauerte der Künstler gegenüber der Öffentlichkeit die Übergriffe auf sein Denkmal zutiefst.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. pm/ak: Fürth gedenkt der Opfer von Hiroshima und Nagasaki. In: Marktspiegel vom 7. August 2020 - online abrufbar

Bilder[Bearbeiten]