Johann Gran, geb. 1880

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Johann Kaspar Gran (geb. 17. April 1880 in Bruckberg[1], gest. 14. Juni 1940 in Fürth) war ein Fürther Bautechniker, Baumeister und Architekt.

Leben[Bearbeiten]

Johann Kaspar Gran (genannt "Johann Gran") war ein Sohn des Bruckberger Baumeisters und Bürgermeisters Johann Georg Gran (1843 - 1909) und seiner Ehefrau Eva Barbara, geb. Beyhl (1848 - 1917).

Er kam als Maurergeselle nach Fürth und nahm am 8. Mai 1899 im Baugeschäft seines gleichnamigen Onkels Johann Gran die Arbeit auf. In dieser Zeit wohnte er zur Untermiete bei Reissmann in der Sommerstraße 4, später in der Nürnberger Straße 29. Ende September 1899 begab er sich nach Nürnberg, wo er die Baugewerkschule besuchte. Im Mai 1901 kehrte er nach Fürth zurück, arbeite wieder bei seinem Onkel und wohnte bei der Witwe Zucker in der Weinstraße 37. Im Herbst, am 24. Oktober 1901, rückte er in das 14. Infanterie-Regiment in Nürnberg ein, um seinen zweijährigen Militärdienst abzuleisten. Danach nahm er im Oktober 1903 wiederum seine Tätigkeit im Baugeschäft J. Gran auf und bezog erneut in der Weinstraße 37, diesmal bei Bellair, Quartier. Zwei Jahre später zog er in die Promenadenstraße 14.[2]

Johann Gran stellte am 5. November 1905 beim Stadtmagistrat Fürth den Antrag auf Verleihung des Bürgerrechts. Daraus geht hervor, dass er seit 7. Oktober 1903 seinen Aufenthalt in der Stadt Fürth hatte, Bautechniker von Beruf und ledig war und in der Promenadenstraße 14 (der heutigen Hornschuchpromenade 14) wohnte. Aufgrund der vorliegenden gesetzlichen Voraussetzungen wurde ihm mit Beschluss des Stadtmagistrats vom 23. November 1905, Unterschrift Kutzer, gegen die Gebühr von 40 Mark das Bürgerrecht verliehen.

Am 28. April 1908 reichte er beim Stadtmagistrat ein Gesuch über die Ausfertigung eines Verehelichungs-Zeugnisses ein, in dem er die beabsichtigte Heirat von Maria Schwarz (geb. 28. Februar 1885 in Fürth), der Tochter des Fabrikbesitzers Georg Konrad Schwarz, mitteilte. Durch Beschluss des Stadtmagistrats vom 14. Mai 1908, Unterschrift wiederum Kutzer, wurde das Zeugnis erteilt und am 25. Mai ausgehändigt.[1] Die Hochzeit fand kurz darauf am 9. Juni 1908 statt.

Er trat am 22. April 1909 als Teilhaber in die heute noch existierende Bauunternehmung Johann GRAN GmbH ein, die von seinem Onkel gegründet wurde. Seit dem 30. Juni 1919, als sich Johann Gran sen. zur Ruhe setzte, führte er die Baufirma allein.[2][3]

Das Ehepaar Gran hatte zwei Söhne, Johann (Hansi) Georg Wilhelm und Benno Karl. Hans Gran, geboren am 15. Mai 1916 in Fürth, wurde Dipl.-Ingenieur; er nahm sich am 29. Januar 1941 das Leben.[4] Benno Gran, geboren am 12. Januar 1920 in Fürth, wird seit dem 15. Januar 1943 in Stalingrad vermisst.[5]

Wohn- und Geschäftssitze[Bearbeiten]

Baugeschäft[Bearbeiten]

  • Königswarterstraße 40
  • Dambacher Straße 120 seit Anfang der 1930er Jahre

Privatwohnung[Bearbeiten]

  • Promenadenstraße 28 (später Hornschuchpromenade 28) seit 1. Juni 1908[2]
  • Königswarterstraße 44 seit 26. Dezember 1911
  • Dambacher Straße 120 - 122 seit Anfang der 1930er Jahre

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Stadtmagistrat Fürth: Akte über Bürgerrechtverleihung des Bautechnikers Johann Kaspar Gran aus Bruckberg, 1905, StadtAFÜ Sign.-Nr. Fach 18 a/G 970
  2. 2,0 2,1 2,2 Familienbogen Gran, Johann Kaspar; StadtAFÜ Sign.-Nr. A. 4. 5
  3. Bauunternehmung Johann GRAN GmbH, Rubrik „Unsere Geschichte” - online
  4. St. Paul, Bestattungen 1932 - 1944
  5. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Gedenkort Soldatenfriedhof in Rossoschka bei Wolgograd, Gedenkseite Benno Gran (abgerufen am 20.09.2020) - online

Bilder[Bearbeiten]