Johann Paul Haas

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(Johann) Paul Haas war ein Schreinermeister im 19. Jahrhundert. Auch sein Vater war Schreiner.

Paul Haas besuchte die polytechnische Schule in Nürnberg und war ein Schüler Heideloffs.

Er zeigte bei der Industrie-Ausstellung in Nürnberg 1840 einen Blumentisch in gotischem Stil und bekam für seine Leistung eine Ehrenmünze.

Zu seinen zahlreichen Arbeiten gehören laut einem Zeitungsbericht von 1842 Altar, Kanzel und Lüster in der Michaeliskirche, Altar und Kanzel in der katholischen Kirche Zu Unserer Lieben Frau, Schreinerarbeiten in der Synagoge, der Hauptaltar der katholischen Kirche in Münnerstadt, die Kanzel mit runder Treppe der Stadtkirche in Schwabach, ein Altar der Hofkapelle Reichenschwend, ein Altar der evangelischen Kirche Rostall, zwei Altäre in Rottweil sowie viele neugotische Möbel für den Grafen Wilhelm in Schloss Lichtenstein bei Stuttgart.[1]

Ab Februar 1843 übernahmen die Gebrüder Haas (in Verbindung mit Julius Finster) die Schreinerarbeiten beim Rathausbau.[2]

1845 wurde ein Gewerbs-Privilegium über eine verbesserte Bearbeitung von Holzmosaiken, das er zusammen mit dem Schreinermeister August Heinrich Paul Pfrötschner einem Münchner Fabrikbesitzer abgekauft hatte, verlängert.[3]

Ein von Haas gefertigter Hausaltar, der vom Nürnberger Künster A. Engelhardt mit Bildern ausgestattet worden war und auf der Berliner Ausstellung 1844 zu sehen war, wurde 1845 von der Kaiserin von Rußland gekauft.[4]

Adressbucheinträge[Bearbeiten]

  • 1846: Haas Paul, Schützengasse Haus-Nr. 43 (II. Bezirk); Schreinermeister[5]
  • 1854: 43 /II. Haas Joh. Paulus, Kunst- Bau- und Möbelschreiner.[6]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Fürther Tagblatt" vom 10. August 1842, S.818
  2. "Fürther Tagblatt" vom 8. Februar 1843
  3. "Intelligenzblatt der Königlichen Regierung von Oberbayern", 18.07.1845, S. 1034
  4. "Fürther Tagblatt"vom 1. Oktober 1845
  5. Adressbuch von 1846
  6. Adressbuch von 1854

Bilder[Bearbeiten]