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|Besonderheit=Fränkische Wehrkirche; Scharwachttürme
 
|Besonderheit=Fränkische Wehrkirche; Scharwachttürme
 
|Bild=Burgfarrnbach Juni 2019 5.jpg
 
|Bild=Burgfarrnbach Juni 2019 5.jpg
|Straße=Regelsbacher Straße
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|Strasse=Regelsbacher Straße
 
|Hausnummer=7
 
|Hausnummer=7
 
|Objekt=Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer
 
|Objekt=Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer
|Akten-Nr=D-5-63-000-1497
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|AktenNr=D-5-63-000-1497
|Teil des Ensembles=Ortskern Burgfarrnbach
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|TeilDesEnsembles=Ortskern Burgfarrnbach
 
|Baujahr=1518
 
|Baujahr=1518
 
|Baustil=Gotik; Mittelalter
 
|Baustil=Gotik; Mittelalter
 
|lat=49.487862
 
|lat=49.487862
 
|lon=10.925345
 
|lon=10.925345
|Gebäude besteht=Ja
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|GebaeudeBesteht=Ja
|Denkmalstatus besteht=Ja
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|DenkmalstatusBesteht=Ja
 
|Quellangaben=[http://www.geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_563000.pdf BLfD - Denkmalliste Fürth]
 
|Quellangaben=[http://www.geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_563000.pdf BLfD - Denkmalliste Fürth]
 
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Die '''Kirche St. Johannis Baptista''' ist eine [[Evangelische Kirche in Deutschland|evang.-luth. Kirche]] im Fürther Ortsteil [[Burgfarrnbach]]. Sie gehört zu den ältesten Kirchen der Gegend um Fürth.  
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Die '''Kirche St. Johannis Baptista''' ist eine [[wikipedia:Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherische Kirche]] im Fürther Ortsteil [[Burgfarrnbach]]. Sie gehört zu den ältesten Kirchen der Gegend um Fürth.  
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
 
Sie wurde erstmals [[1287]] zweifelsfrei in einer Urkunde erwähnt und gehörte damals noch als "Filiale" zur Gemeinde [[Kapelle St. Martin|St. Martin]]. Zu dieser Zeit handelte es sich allerdings noch um einen Vorgängerbau, der mehr eine Kapelle denn die heutige Kirche darstellen dürfte. Ihre Eigenständigkeit erhielt die Gemeinde St. Johannis am [[9. Mai]] [[1349]] auf Betreiben des Ritters [[Rapoto von Külsheim]]. Er gilt auch als Begründer der Pfarrei.
 
Sie wurde erstmals [[1287]] zweifelsfrei in einer Urkunde erwähnt und gehörte damals noch als "Filiale" zur Gemeinde [[Kapelle St. Martin|St. Martin]]. Zu dieser Zeit handelte es sich allerdings noch um einen Vorgängerbau, der mehr eine Kapelle denn die heutige Kirche darstellen dürfte. Ihre Eigenständigkeit erhielt die Gemeinde St. Johannis am [[9. Mai]] [[1349]] auf Betreiben des Ritters [[Rapoto von Külsheim]]. Er gilt auch als Begründer der Pfarrei.
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Im Jahr [[1380]] erhielt die Kirche eine Umfassungsmauer, die das Gotteshaus allerdings nicht davor bewahren konnte, [[1449]] und während des Markgrafenkrieges 1474-79 schwer beschädigt und abgebrannt zu werden. Daraufhin wurde das Kirchengebäude neu und annähernd in der heutigen Form errichtet. Eine Stiftung im Jahr [[1499]] dürfte schließlich für den Ausbau des Turms mit seinen vier Scharwachttürmchen und dem beeindruckenden Dach geführt haben. Reste des Vorgängerbaus sind in den beiden unteren Turmgeschossen erhalten. Das Geläut der Kirche besteht aus insgesamt vier Glocken, die in der Zeit zwischen [[1450]] und [[1954]] eingebracht wurden. [[1518]] wurde die südliche Portalvorhalle und die [[wikipedia:Ölberggruppe|Ölberg-Szene]] fertiggestellt.
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Im Jahr [[1380]] erhielt die Kirche eine Umfassungsmauer, die das Gotteshaus allerdings nicht davor bewahren konnte, [[1449]] während des [[Erster Markgrafenkrieg|Ersten Markgrafenkrieges]] schwer beschädigt und abgebrannt zu werden. Daraufhin wurde das Kirchengebäude neu und annähernd in der heutigen Form errichtet. Eine Stiftung im Jahr [[1499]] dürfte schließlich für den Ausbau des Turms mit seinen vier [[wikipedia:Scharwachtturm|Scharwachttürmchen]] und dem beeindruckenden Dach geführt haben. Reste des Vorgängerbaus sind in den beiden unteren Turmgeschossen erhalten. Das Geläut der Kirche besteht aus insgesamt vier Glocken, die in der Zeit zwischen [[1450]] und [[1954]] eingebracht wurden. [[1518]] wurde die südliche Portalvorhalle und die [[wikipedia:Ölberggruppe|Ölberg-Szene]] fertiggestellt.
    
Nach starken Verwüstungen im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde die Kirche von [[1688]] bis [[1738]] Stück für Stück wieder aufgebaut und teilweise umgestaltet. Dabei erhielt sie weitgehend ihr heutiges Aussehen. In diesen fünfzig Jahren wurde das Innere auch stark im Barockstil umgestaltet. Der Altar, die Kanzel, die beiden Emporen und die Orgel stammen aus dieser Zeit.  
 
Nach starken Verwüstungen im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde die Kirche von [[1688]] bis [[1738]] Stück für Stück wieder aufgebaut und teilweise umgestaltet. Dabei erhielt sie weitgehend ihr heutiges Aussehen. In diesen fünfzig Jahren wurde das Innere auch stark im Barockstil umgestaltet. Der Altar, die Kanzel, die beiden Emporen und die Orgel stammen aus dieser Zeit.  
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=== Kirchturm ===
 
=== Kirchturm ===
 
[[Bild:st_johannis.jpg|mini|Der markante Kirchturm von St. Johannis]]
 
[[Bild:st_johannis.jpg|mini|Der markante Kirchturm von St. Johannis]]
Der Turm besitzt eine Höhe von 62,5 m und wurde durch den Nürnberger Stadtbaumeister Hans Beheim d. Ä. oder d. J. errichtet. Die Verwandtschaft mit dem Turm der Poppenreuther [[Kirche St. Peter und Paul]], den Hans Beheim d. Ä. erbaut hat, spricht eher für ihn. Er diente mit seinen Scharwach-(=Ausguck-)Türmchen als Beobachtungs- und Signalturm für Nürnberg, als Vorposten gegen die anrückenden Heere des feindlichen [[Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach|Markgrafen]]. Die Burgfarrnbacher bezeichnen ihn gerne als ''den schönsten Dorfkirchturm Deutschlands''.<ref>{{BuchQuelle|Durch Fürth geführt - Band 2 (Buch)|Seite=139-140}}</ref>
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Der Turm besitzt eine Höhe von 62,5 m und wurde durch den Nürnberger Stadtbaumeister Hans Beheim d. Ä. oder d. J. errichtet. Die Verwandtschaft mit dem Turm der Poppenreuther [[Kirche St. Peter und Paul]], den Hans Beheim d. Ä. erbaut hat, spricht eher für ihn. Er diente mit seinen Scharwach-(=Ausguck-)Türmchen als Beobachtungs- und Signalturm für Nürnberg, als Vorposten gegen die anrückenden Heere des feindlichen [[Markgraftum Brandenburg-Ansbach|Markgrafen]]. Die Burgfarrnbacher bezeichnen ihn gerne als ''den schönsten Dorfkirchturm Deutschlands''.<ref>{{BuchQuelle|Durch Fürth geführt - Band 2 (Buch)|Seite=139-140}}</ref>
    
=== Innengestaltung ===
 
=== Innengestaltung ===
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* 1956 - 1963: Klaus Ganzert
 
* 1956 - 1963: Klaus Ganzert
 
* 2009 - 2014: Nils-Olaf Pülschen
 
* 2009 - 2014: Nils-Olaf Pülschen
* ab 2015: Gotthard Münderlein
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* 2015 - 2022: Gotthard Münderlein
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* ab 2022: Ulf Stoischek
    
==Literatur==
 
==Literatur==
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* [[Christian Schümann]]: ''Johann Pfister, erster evangelischer Pfarrer in Burgfarrnbach und seine katholische Bibel''. In: [[Fürther Geschichtsblätter]], 2/2016, S. 61 - 63
 
* [[Christian Schümann]]: ''Johann Pfister, erster evangelischer Pfarrer in Burgfarrnbach und seine katholische Bibel''. In: [[Fürther Geschichtsblätter]], 2/2016, S. 61 - 63
 
* Christian Schümann: ''[[Fürth-Burgfarrnbach - erzählte Geschichte (Buch)|Fürth-Burgfarrnbach - erzählte Geschichte]], Fürth, 2016, 183 S.
 
* Christian Schümann: ''[[Fürth-Burgfarrnbach - erzählte Geschichte (Buch)|Fürth-Burgfarrnbach - erzählte Geschichte]], Fürth, 2016, 183 S.
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==Lokalberichterstattung==
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* ''Namen im Gespräch: Ulf Stoischeck'', in: [[Fürther Nachrichten]] vom 12. Dezember 2022 (Druckausgabe)
    
==Siehe auch==
 
==Siehe auch==
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* [[Dekanat Fürth (evangelisch)]]
 
* [[Dekanat Fürth (evangelisch)]]
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==Weblinks==
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== Weblinks ==
 
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* Evang.-Luth. Kirchengemeinde Fürth-St. Johannis - [https://www.fuerth-stjohannis.de/ Website]
* [http://www.johannis-fuerth.de/ Website der Evang. Kirchengemeinde St. Johannis]
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* [http://www.altstadtverein-fuerth.de/blaeddla/37/farrn02.htm Artikel über Burgfarrnbach und Kirche St. Johannis bei Altstadtverein Fürth]
      
==Einzelnachweise==
 
==Einzelnachweise==