Kol­le­gia­ler Aus­tausch

Praktizierte Nachhaltigkeit: personalisierter Trinkbecher zur mehrfachen Nutzung während der dreitägigen Konferenz (Foto: Ralph Stenzel)

Prak­ti­zier­te Nach­hal­tig­keit: per­so­na­li­sier­ter Trink­be­cher zur mehr­fa­chen Nut­zung wäh­rend der drei­tä­gi­gen Kon­fe­renz

Zum drit­ten Mal in Fol­ge rei­sten die Vor­stands­mit­glie­der Kam­ran Sa­li­mi und Ralph Sten­zel zur jähr­li­chen Zu­sam­men­kunft der Wi­ki­pe­dia-Com­mu­ni­ty. Die Wi­ki­Con 2019 fand in Wup­per­tal statt und war wie­der ein­mal ei­ne per­fekt or­ga­ni­sier­te Groß­ver­an­stal­tung: Kur­ze We­ge (Bahn­hof, Ho­tel und ein mo­der­nes Gym­na­si­um als Ta­gungs­ort lie­gen nur we­ni­ge Fuß­mi­nu­ten aus­ein­an­der), ein span­nen­der Mix aus Work­shops, Vor­trä­gen und Dis­kus­sio­nen und nicht zu­letzt auch die ge­sun­de Rund­um-Ver­pfle­gung mach­ten das Event zu ei­nem sehr an­ge­neh­men »Pflicht­ter­min« für die Für­ther De­le­ga­ti­on.

Wich­tig­ster Pro­gramm­punkt für uns war na­tür­lich der Work­shop »Lo­ka­le Räu­me«, in dem sich die Be­trei­ber der von Wiki­me­dia Deutsch­land ge­för­der­ten Com­mu­ni­ty Spaces tra­fen, um sich un­ter­ein­an­der ken­nen­zu­ler­nen und ih­re je­wei­li­gen Ak­ti­vi­tä­ten und Er­fah­run­gen vor­zu­stel­len. Wir Für­ther sind zwar im­mer noch auf Raum­su­che und da­mit erst Com­mu­ni­ty Space-Be­trei­ber in spe, konn­ten aber den­noch von den Er­fah­run­gen der Kol­le­gen und Kol­le­gin­nen aus Ber­lin, Han­no­ver, Köln und Mün­chen pro­fi­tie­ren und un­ser Netz­werk stär­ken.

Auch dar­über hin­aus war un­se­re Teil­nah­me an der Wi­ki­Con wich­tig, denn die Pro­ble­me der »gro­ßen Schwe­ster« Wi­ki­pe­dia sind – vom schlei­chen­den Au­toren­schwund bis zur ga­lop­pie­ren­den Ar­ti­kel-Über­al­te­rung – na­tür­lich auch vi­ru­len­te The­men bei uns da­heim im Für­thWi­ki. Schau­en wir mal, wie weit wir mit un­se­ren Lö­sungs­an­sät­zen sind, wenn sich die deutsch­spra­chi­ge Com­mu­ni­ty in ei­nem Jahr zur Wi­ki­Con 2020 in Gör­litz trifft!

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Kärwa re­l­oa­ded

Shop im Shop: Die FürthWiki-Ecke in der Bude des Kärwazeitungs-Teams (Foto: privat)

Shop im Shop: Die Für­thWi­ki-Ecke in der Bu­de des Kärwa­zei­tungs-Teams

Wie schon im ver­gan­ge­nen Jahr sind wir auch heu­er wie­der dank­ba­re Gä­ste in der Kärwa­bu­de des Kärwa­zei­tungs-Teams (al­le­samt eben­falls Ver­eins­mit­glie­der bei uns). Dies­mal sind die Platz­ver­hält­nis­se dank grö­ße­rer Hüt­te deut­lich ge­räu­mi­ger, so daß wir das Für­thWi­ki an ei­nem rich­tig gro­ßen Fern­se­her live wer­den de­mon­strie­ren kön­nen. Eben­so spür­bar ge­wach­sen ist das High­Speed-Da­ten­kon­tin­gent im Mo­bil­funk-Ta­rif für un­se­ren mo­bi­len Rou­ter: Auch viel­fa­ches Auf­ru­fen von in Ar­ti­keln ein­ge­bun­de­nen Vi­de­os oder über­gro­ßen Bil­dern soll­te uns da­her nicht mehr in Ver­le­gen­heit brin­gen!

Wäh­rend der ge­sam­ten Lauf­zeit der Mi­chae­lis-Kirch­weih (28.09.2019 – 09.10.2019) wer­den eh­ren­amt­lich tä­ti­ge Ver­eins­mit­glie­der an der Bu­de prä­sent sein und in­ter­es­sier­te Pas­san­ten auf un­ser vir­tu­el­les Stadt­le­xi­kon auf­merk­sam ma­chen: Nach wie vor sind es ja ge­ra­de die äl­te­ren Zeit­zeu­g­in­nen und Zeit­zeu­gen, die auf­grund ih­rer »Com­pu­ter­ab­sti­nenz« oft­mals noch nie et­was vom Für­thWi­ki ge­hört, ge­schwei­ge denn ge­se­hen ha­ben. Da­bei hat die­ser Per­so­nen­kreis meist die in­ter­es­san­te­sten Ge­schich­ten zu er­zäh­len und hi­sto­ri­sche Do­ku­men­te im ei­ge­nen Be­sitz. Letz­tes Jahr konn­ten wir am Stand in in­ten­si­ven Ge­sprä­chen frucht­ba­re Kon­tak­te stif­ten und di­ver­se Quel­len er­schlie­ßen, wir sind da­her gu­ter Hoff­nung, daß uns das auch in die­sem Jahr wie­der ge­lin­gen wird...

Schau­en Sie vor­bei, las­sen Sie sich zwi­schen ei­ner Ka­rus­sel­fahrt und ei­ner zünf­ti­gen Brot­zeit das Für­thWi­ki vor­füh­ren und decken Sie sich dann noch bei un­se­ren Freun­den von der Kärwa­zei­tung mit net­ten Fürth-De­vo­tio­na­li­en ein: Sie fin­den uns wie schon in 2018 in der Kö­nig­stra­ße, di­rekt vor dem Alt­bau des Jü­di­schen Mu­se­ums. Auf bald!

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Fürth als Spiel­zeug­stadt – Ein Blick in die Ge­schich­te

Kenner der Materie: Karl Arnold beim Schnelldurchlauf durch die Geschichte der heimischen Spielzeugproduktion (Foto: privat)

Ken­ner der Ma­te­rie: Karl Ar­nold beim Schnell­durch­lauf durch die Ge­schich­te der hei­mi­schen Spiel­zeug­pro­duk­ti­on

»Spiel­zeug ‘Ma­de in Fürth’ – Von der Zinn­fi­gur zum Bob­by-Car« lau­tet der Ti­tel der ak­tu­el­len Son­der­aus­stel­lung im Für­ther Stadt­mu­se­um: Noch bis zum 8. Sep­tem­ber 2019 kön­nen In­ter­es­sier­te an­hand zahl­rei­cher Ex­po­na­te nach­voll­zie­hen, daß Fürth ei­nes der Zen­tren der deut­schen Spiel­wa­ren­in­du­strie war – und in Teil­be­rei­chen im­mer noch ist. Ne­ben­bei ist man­cher Aha-Ef­fekt (»das Au­to hat­te ich als Kind auch!«) vor­pro­gram­miert.

Mit Zinn­fi­gu­ren, Bü­chern und Ge­sell­schafts­spie­len fing es schon um 1800 her­um an, spä­ter ka­men u.a. Bau­kä­sten, Blech­spiel­zeu­ge und Au­to­renn­bah­nen hin­zu. Noch heu­te sind Fir­men­na­men wie GAMA, BIG oder FERBEDO und Mar­ken wie Mi­nisteck, Pla­sti­cant oder Car­re­ra weit­hin be­kannt, auch wenn längst nicht All­ge­mein­wis­sen ist, daß es sich hier­bei um Für­ther Un­ter­neh­men und hier­orts her­ge­stell­te Pro­duk­te han­delt.

Die Ex­po­na­te in der Aus­stel­lung stam­men aus der Pri­vat-Kol­lek­ti­on un­se­res Ver­eins­mit­glieds Karl Ar­nold: Seit über 20 Jah­ren sam­melt der ge­bür­ti­ge Für­ther – der seit Jahr­zehn­ten im Rhein­land lebt – Für­ther Spiel­zeug und hat sich dar­über längst zum aus­ge­wie­se­nen Fach­mann ent­wickelt. Ein Glücks­fall, denn die­ser Teil der All­tags­kul­tur und In­du­strie­ge­schich­te ist von of­fi­zi­el­ler Sei­te frü­her lei­der nicht als re­le­vant und be­wah­rens­wür­dig an­ge­se­hen wor­den. Wei­ter­le­sen

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Haupt­quar­tier ge­sucht!

FürthWiki goes Altstadt: Auf der Suche nach einem guten Landeplatz (Foto: Kamran Salimi)

Für­thWi­ki goes Alt­stadt: Auf der Su­che nach ei­nem gu­ten Lan­de­platz

Heu­te er­reich­te uns die fro­he Bot­schaft aus Ber­lin: Wiki­me­dia Deutsch­land e. V. hat un­se­ren För­der­an­trag po­si­tiv be­schie­den und er­mög­licht uns – zu­nächst auf ein Jahr be­fri­stet – den Be­trieb ei­nes »Für­thWi­ki-La­dens«!

Da­mit nimmt die Vi­si­on ei­nes »nicht-vir­tu­el­len Au­ßen­po­stens im rea­len Le­ben« kon­kre­te Ge­stalt an: Mit ei­ner gut sicht­ba­ren Prä­senz im Für­ther Stadt­bild er­hof­fen wir uns Kon­tak­te zu we­ni­ger netz­af­fi­nen Zeit­zeu­gen, nach­hal­ti­gen Er­folg bei der Ak­qui­se neu­er Ak­ti­ver und nicht zu­letzt ei­nen ge­räu­mi­gen Ar­beits­raum für Schu­lun­gen, Di­gi­ta­li­sie­rungs­pro­jek­te, Ver­samm­lun­gen und an­de­re sat­zungs­ge­mä­ße Nut­zun­gen, die der För­de­rung des frei­en Wis­sens die­nen.

Nach­dem die Fi­nan­zie­rung von Ob­jekt­mie­te samt Ne­ben- und Be­triebs­ko­sten da­mit si­cher­ge­stellt ist, kön­nen wir uns jetzt auf die Su­che nach ge­eig­ne­ten Räum­lich­kei­ten ma­chen und bit­ten al­le Ver­eins­mit­glie­der, Freun­de, För­de­rer und Für­ther jeg­li­chen Ge­schlechts, uns da­bei zu un­ter­stüt­zen: Sach­dien­li­che Hin­wei­se und Vor­schlä­ge neh­men wir per Mail oder per An­ruf­be­ant­wor­ter (Tel. 0911 – 97 90 98 54) ent­ge­gen. Dan­ke für je­den Tipp!

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Ex­pan­si­ons­ge­lü­ste

Anna Čenić (umringt von unseren vier Vorständen) und Nicolas Rück (links) von WMDE beim Rundgang durch die Altstadt (Foto: Moritz Tauer)

An­na Če­nić (um­ringt von un­se­ren vier Vor­stän­den) und Ni­co­las Rück (links) von WMDE beim Rund­gang durch die Alt­stadt

Schon seit Län­ge­rem ver­fol­gen wir er­klär­ter­ma­ßen das Ziel, mit un­se­rem vir­tu­el­len Pro­jekt ei­nes On­line-Le­xi­kons den »Schritt ins rea­le Le­ben« zu wa­gen, um In­ter­es­sen­ten, Zeit­zeu­gen und po­ten­ti­el­le Au­toren jeg­li­chen Al­ters und Ge­schlechts in­di­vi­du­ell an­spre­chen und zum Mit­ma­chen ani­mie­ren zu kön­nen. Un­ser tem­po­rä­rer Kirch­weih­stand hat letz­tes Jahr schon un­ter Be­weis ge­stellt, daß es sich von An­ge­sicht zu An­ge­sicht im­mer noch am ein­fach­sten kom­mu­ni­ziert, ins­be­son­de­re, wenn man es mit we­ni­ger netz­af­fi­nen Men­schen zu tun hat. Sol­che aber sit­zen oft auf den größ­ten Schät­zen, sei es in Form ei­ge­ner Er­in­ne­run­gen, sei es in Form von al­ten Fo­tos oder an­de­ren hi­sto­risch re­le­van­ten Zeit­do­ku­men­ten, die wir ger­ne für die Nach­welt di­gi­ta­li­sie­ren und be­wah­ren wol­len.

Von An­fang an war uns klar, daß ein wie auch im­mer ge­ar­te­ter Auf­tritt in der Au­ßen­welt mit sehr rea­len Ko­sten ver­bun­den ist, die aus un­se­ren Ver­eins­mit­teln nicht zu be­strei­ten sind, und zwar auch dann nicht, wenn un­se­re Mit­glie­der­zahl in ab­seh­ba­rer Zeit ins Drei­stel­li­ge wächst. Wir müs­sen uns al­so nach Un­ter­stüt­zung um­se­hen, die uns ei­ner­seits den Be­trieb ei­nes »nicht-vir­tu­el­len Au­ßen­po­stens« er­mög­licht, uns aber an­de­rer­seits nicht in un­über­schau­ba­re Ab­hän­gig­kei­ten bringt: Sat­zungs­ge­mä­ßer Zweck un­se­res För­der­ver­eins ist schließ­lich die »För­de­rung der Frei­heit des Wis­sens«, da könn­te es sich lang­fri­stig als pro­ble­ma­tisch er­wei­sen, sich ei­nem lo­ka­len Geld­ge­ber und Ak­teur ge­gen­über ei­ne grö­ße­re Dan­kes­schuld auf­zu­la­den. In­so­fern war es nur lo­gisch, die so­zu­sa­gen »gro­ße Schwe­ster« um Hil­fe zu bit­ten: Wir ha­ben bei Wiki­me­dia Deutsch­land e. V. (WMDE) ei­nen För­der­an­trag ein­ge­reicht! Wei­ter­le­sen

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Fo­to­gra­fen und Fo­to­gra­fier­te

Klappern gehört zum Handwerk... (historische Werbung)

Klap­pern ge­hört zum
Hand­werk...

Ei­nes un­se­rer Ver­eins­mit­glie­der hat über ei­nen län­ge­ren Zeit­raum hin­weg via eBay al­te Por­trait-Fo­tos an­ge­kauft, die sei­ner­zeit von Für­ther Fo­to­gra­fen an­ge­fer­tigt wor­den wa­ren. Sein pri­mä­res In­ter­es­se galt da­bei den rück­sei­tig auf­ge­druck­ten Her­kunfts­nach­wei­sen, mit de­nen die je­wei­li­gen Licht­bild­ner ihr Kön­nen und ih­re Be­trie­be be­war­ben. Dar­aus ent­stand dann ei­ne ei­ge­ne Sei­te na­mens »Für­ther Pho­to­gra­phen«.

Auf­schluß­reich sind frei­lich auch die ei­gent­li­chen Mo­ti­ve auf der Vor­der­sei­te: Sie do­ku­men­tie­ren Mo­den, so­zia­le Um­stän­de und man­ches an­de­re mehr.

Bitte recht freundlich: Wer diese beiden Mädchen wohl waren?

Bit­te recht freund­lich: Wer die­se bei­den Mäd­chen wohl wa­ren?

Meist ist we­der die Iden­ti­tät der Por­trai­tier­ten über­lie­fert noch die »Lo­ca­ti­on« (Stu­dio oder nicht ein­deu­tig ver­ort­ba­re Au­ßen­si­tua­ti­on), von da­her ist der hi­sto­ri­sche Nut­zen für un­ser Wi­ki im en­ge­ren Sinn nicht ge­ge­ben. Aber lo­kal­über­grei­fend in­ter­es­san­te, zeit­hi­sto­ri­sche De­tails kann man aus den Auf­nah­men sehr wohl her­aus­le­sen, so wie man auch den Wan­del in der zeit­üb­li­chen Art der In­sze­nie­rung nach­voll­zie­hen kann.

Mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit darf man da­von aus­ge­hen, daß die­se Auf­nah­men wei­land al­le­samt in Fürth ent­stan­den sind, denn war­um hät­te man an­dern­orts aus­ge­rech­net ei­nen Für­ther Fo­to­gra­fen en­ga­gie­ren sol­len, statt auf ei­nen in der nä­he­ren Nach­bar­schaft zu­rück­zu­grei­fen? Die auf Pa­pier (und jetzt auch in Bits und Bytes) Ver­ewig­ten wa­ren so­mit – wenn nicht »ech­te« Für­the­rin­nen und Für­ther – auf je­den Fall »Men­schen in Fürth«.

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Wie­der­se­hen macht Freu(n)de

Spontan gemeinsam entwickelt: Die Samstags-Agenda (Foto: Ralph Stenzel)

Spon­tan ge­mein­sam ent­wickelt: Die Sams­tags-Agen­da

Wi­ki­DACH (D steht für Deutsch­land, A für Öster­reich und CH für die Schweiz) ist ei­ne Ver­an­stal­tungs­rei­he der deutsch­spra­chi­gen Wi­ki­pe­dia-Com­mu­ni­ty, die in der Form ei­nes Bar­camp durch­ge­führt wird. Die dies­jäh­ri­ge Aus­ga­be fand vom 22. bis 24. März 2019 im na­hen Nürn­berg statt, was uns die Ent­schei­dung zur Teil­nah­me leicht mach­te. Ver­an­stal­tungs­ort war der Stand­ort Bam­ber­ger Stra­ße der be­kann­ten Mark­for­schungs-Fir­ma GfK.

Das be­währ­te Duo der bei­den Vor­stands­mit­glie­der Kam­ran Sa­li­mi und Ralph Sten­zel war den gan­zen Sams­tag über auf dem Tref­fen und nutz­te die Ge­le­gen­heit, neue Kon­tak­te zu knüp­fen, al­te zu ver­tie­fen und ins­be­son­de­re die mög­li­chen Syn­er­gi­en zwi­schen un­se­rem Stadt­wi­ki, der »gro­ßen Schwe­ster« Wi­ki­pe­dia und den vie­len an­de­ren Wiki­me­dia-Pro­jek­ten her­aus­zu­ar­bei­ten und auf­zu­zei­gen.

So­wohl Kam­rans Vor­trags­an­ge­bot (»Stadt­wi­kis vs Wi­ki­pe­dia – Sind Re­gio­Wi­kis ei­ne Al­ter­na­ti­ve zu Wi­ki­pe­dia?«) als auch Ralphs Prä­sen­ta­ti­on (»We­ge zum Ruhm – Ak­qui­se von Ak­ti­ven und nach­hal­ti­ge Exi­stenz­si­che­rung von Stadt­wi­kis«) fan­den zahl­rei­che In­ter­es­sen­ten, so daß bei­de Punk­te auf die Agen­da ge­nom­men und im Lau­fe des Ta­ges dann auch ab­ge­hal­ten wur­den. Wei­ter­le­sen

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Wir sind dann mal weg

Logo FürthWiki, verblassend Aus Pro­test ge­gen die ge­plan­te EU-Ur­he­ber­rechts­re­form wird die deutsch­spra­chi­ge Wi­ki­pe­dia am Don­ners­tag, dem 21. März 2019, für 24 Stun­den vom Netz ge­hen. Der Vor­stand des För­der­ver­eins Für­thWi­ki e. V. hat ein­stim­mig be­schlos­sen, sich die­ser Pro­test­ak­ti­on aus So­li­da­ri­tät an­zu­schlie­ßen: Un­ser Für­thWi­ki wird eben­falls den gan­zen Don­ners­tag über nicht er­reich­bar sein.

Si­tua­ti­on

Die EU-Ur­he­ber­rechts­re­form liegt seit dem 13. Fe­bru­ar 2019 in ei­nem Ent­wurf vor. Die­ser muss noch be­schlos­sen wer­den. Al­ler­dings kann der An­trag nur als Gan­zes an­ge­nom­men oder ab­ge­lehnt (oder aber die Ab­stim­mung dar­über ver­scho­ben) wer­den. Än­de­run­gen im De­tail sind al­so nicht mehr mög­lich. Vor al­lem die Ar­ti­kel 11 und 13 die­ses Ent­wur­fes könn­ten aber laut Ein­schät­zung wei­ter Krei­se da­zu füh­ren, dass das freie In­ter­net er­heb­lich ein­ge­schränkt wer­den wird.

De­tails

Art. 11 stärkt das Lei­stungs­schutz­recht für Pres­se­ver­le­ger, wel­che nun »frei über die Un­er­heb­lich­keit von Tei­len ei­ner Pres­se­ver­öf­fent­li­chung ent­schei­den kön­nen«. Dies schränkt die Zi­tier­fä­hig­keit al­ler Me­di­en stark ein, da so­gar ver­link­te Über­schrif­ten von Pres­se­ar­ti­keln da­mit li­zen­zie­rungs­pflich­tig wer­den könn­ten. Ge­ra­de wir als Für­thWi­ki ver­wen­den z.B. die Nürn­ber­ger Nach­rich­ten und die Für­ther Nach­rich­ten häu­fig als Quel­le und ha­ben da­von – durch­aus im Ein­ver­neh­men mit der ört­li­chen Pres­se – re­gen Ge­brauch ge­macht. Die­se Pra­xis wä­re aber durch den Art. 11 in sei­ner ge­plan­ten Form even­tu­ell ge­fähr­det.

Art. 13 ver­pflich­tet In­ter­net­platt­for­men da­zu, die durch ih­re Nut­zer hoch­ge­la­de­nen Da­ten beim je­wei­li­gen Rech­teinn­ha­ber zu li­zen­sie­ren. Es haf­tet dann wo­mög­lich nicht mehr der hoch­la­den­de Nut­zer für et­wai­ge Ur­he­ber­rechts­ver­stö­ße, son­dern die Platt­form bzw. de­ren Be­trei­ber. Dies kommt ei­ner Ver­pflich­tung zum Ein­satz von »Upload-Fil­tern« gleich, wel­che aus tech­ni­scher Sicht völ­lig un­zu­rei­chend sind und nach An­sicht vie­ler Me­di­en­wis­sen­schaft­ler als Mit­tel zur Zen­sur miss­braucht wer­den kön­nen. Für Für­thWi­ki be­deu­tet dies u. a., dass wir künf­tig viel­leicht kei­ne You­Tube-Vi­de­os mehr ein­bin­den könn­ten so­wie In­hal­te und Da­tei­en (ins­be­son­de­re pri­va­te Fo­tos) er­heb­lich in­ten­si­ver sich­ten und be­wer­ten müss­ten, da wir dann als Für­thWi­ki-Be­trei­ber für die bei uns hoch­ge­la­de­nen In­hal­te haf­ten wür­den. Wei­ter­le­sen

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Fluch des Ge­fun­den­wer­dens

Klar, aber offenbar nicht eindeutig genug: das FürthWiki-Impressum

Klar, aber of­fen­bar nicht ein­deu­tig ge­nug:
das Für­thWi­ki-Im­pres­sum

In letz­ter Zeit häu­fen sich die Fäl­le ku­rio­ser An­fra­gen, die uns über un­se­ren An­ruf­be­ant­wor­ter oder per E‑Mail an un­se­re Kon­takt­adres­se er­rei­chen: Ein An­ru­fer aus Ost­deutsch­land woll­te bei uns Pa­tri­zi­er-Bier (!) kau­fen, ei­ne Für­ther Schul­se­kre­tä­rin heu­te Spei­sung für die hung­ri­ge Kin­der­schar be­stel­len.

Wie es zu die­sen bi­zar­ren An­sin­nen kam, war schnell her­aus­ge­fun­den: Bei­de hat­ten nach den ge­such­ten Ge­schäfts­part­nern ge­goo­gelt (der ei­ne nach der Braue­rei, die an­de­re nach ei­nem Für­ther Le­bens­mit­tel­händ­ler) und als er­sten Tref­fer je­weils un­se­ren ein­schlä­gi­gen Für­thWi­ki-Ar­ti­kel ge­fun­den. So­gar zum Auf­fin­den und An­klicken des Im­pres­s­ums hat bei­der For­scher­drang dann noch ge­reicht, nicht aber zum Be­mer­ken des Um­stan­des, daß man/frau in ei­nem On­line-Le­xi­kon ge­lan­det war und kei­nes­wegs auf der Web­site der ge­such­ten Fir­ma! Be­mer­kens­wer­ter­wei­se war den fehl­ge­lei­te­ten Su­chern ihr Irr­tum gar nicht so leicht be­greif­lich zu ma­chen...

Um sol­che an­fangs be­lu­sti­gen­den, auf Dau­er aber er­mü­den­den (und ziem­lich zeit­rau­ben­den) An­fra­gen nach Mög­lich­keit zu un­ter­bin­den, ha­be ich jetzt hier, da und dort je­weils un­mit­tel­bar un­ter der An­ga­be von Ruf­num­mer und Mail-Adres­se ei­nen (hof­fent­lich un­über­seh­ba­ren) Hin­weis auf das We­sen des Für­thWi­kis als rei­nes Nach­schla­ge­werk – oh­ne je­de Be­zie­hung zu den dar­ge­stell­ten Per­so­nen, Fir­men und Or­ga­ni­sa­tio­nen – ein­ge­baut. Wir sind ge­spannt, ob das was hilft!

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Trans­pa­ren­ter The­men­spei­cher

Logo FürthWiki Um die in­halt­li­che Schwer­punkt­set­zung un­se­rer Mo­nats­tref­fen nach­voll­zieh­bar zu ge­stal­ten, ver­öf­fent­li­chen wir die Ta­ges­ord­nun­gen ab so­fort auf ei­ner ei­ge­nen Pro­jekt­sei­te im Für­thWi­ki selbst.

Zu­sätz­lich sind wir be­müht, ne­ben den in letz­ter Zeit oft do­mi­nie­ren­den ad­min­stra­ti­ven The­men den fach­lich-in­halt­li­chen Teil nicht zu kurz kom­men zu las­sen, da­mit wir den Er­for­der­nis­sen des Ver­ei­nes eben­so ge­recht wer­den wie den In­ter­es­sen sei­ner for­schen­den und Ar­ti­kel­ar­beit lei­sten­den Mit­glie­der und Freun­de.

Um dies zu ge­währ­lei­sten, ha­ben wir un­se­re Sit­zungs­vor­be­rei­tung op­ti­miert: Im Ab­schnitt »The­men­spei­cher of­fe­ne Punk­te« der Pro­jekt­sei­te kann je­der The­men­vor­schlä­ge ein­stel­len, da­mit die­se fest­ge­hal­ten sind und nicht ver­lo­ren ge­hen. Die Mit­glie­der des Vor­stan­des stel­len dann am Wo­chen­en­de vor dem näch­sten Tref­fen dar­aus ei­ne Sit­zungs­agen­da zu­sam­men, die or­ga­ni­sa­to­ri­sche wie in­halt­li­che The­men glei­cher­ma­ßen be­rück­sich­tigt und über­dies den üb­li­chen Zeit­raum von et­wa drei Stun­den nicht zu spren­gen droht.

Als zu­sätz­li­che Maß­nah­me zur Pro­fes­sio­na­li­sie­rung wird in Kür­ze ein On­line-Fo­rum ein­ge­richt wer­den, in dem the­men­be­zo­gen über Ver­eins­in­ter­na dis­ku­tiert wer­den kann. Die Ab­sicht ist, da­mit die De­bat­ten über kom­ple­xe oder strit­ti­ge The­men zu­min­dest teil­wei­se schon im Vor­feld füh­ren zu kön­nen, so daß de­ren Be­hand­lung samt Ent­schei­dungs­fin­dung in ei­ner spä­te­ren Mo­nats­sit­zung nicht mehr so viel Zeit in An­spruch nimmt.

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Leucht­re­kla­me

Bewegte Bilder wecken Neugier und Interesse (Foto: Ralph Stenzel)

Be­weg­te Bil­der wecken Neu­gier und In­ter­es­se

Was wir schon An­fang letz­ten Jah­res in ei­ner Schau­vi­tri­ne am Für­ther Haupt­bahn­hof im gro­ßen Stil aus­pro­biert ha­ben, be­trei­ben wir ab heu­te im klei­nen Maß­stab in der Haupt­stel­le der Für­ther Volks­bü­che­rei (Vo­Bü) in der Fron­mül­ler­stra­ße: Ei­ne au­to­ma­tisch ab­lau­fen­de Bil­der­schau prä­sen­tiert dort ei­nen bun­ten Rei­gen aus hi­sto­ri­schen Fo­tos, epo­che­über­grei­fen­den Fo­to­mon­ta­gen und in­for­ma­ti­ven Text­ta­feln, die für das Mit­ma­chen in un­se­rem Pro­jekt wer­ben.

Der »elek­tro­ni­sche Bil­der­rah­men« von der Grö­ße ei­nes klei­nen Fern­seh­ge­rä­tes (oder ei­nes gro­ßen PC-Mo­ni­tors) hängt si­cher be­fe­stigt an der Wand der Vo­Bü-Ein­gangs­hal­le über dem Re­gal mit den vie­len In­fo-Fly­ern. Un­se­re ei­ge­nen Falt­blät­ter sind na­tür­lich auch zur Hand, sie ste­hen wie im Ar­ti­kel­fo­to er­sicht­lich di­rekt un­ter­halb des Bild­schir­mes.

Die Prä­sen­ta­ti­on er­for­dert kei­ner­lei Be­die­n­er­ein­grif­fe, das Ge­rät star­tet die Bil­der­schau au­to­ma­tisch, so­bald es an­ge­schal­tet wird. Über ei­ne pro­gram­mier­ba­re Schalt­uhr sor­gen wir da­für, daß der Bild­schirm nur wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten der Bi­blio­thek »un­ter Strom steht« und nicht näch­tens oder an Sonn- und Fei­er­ta­gen sinn­los En­er­gie ver­brät.

Wir sind der Lei­te­rin der Vo­Bü sehr dank­bar, daß die­ses klei­nes Ko­ope­ra­ti­ons­pro­jekt mit ih­rer Hil­fe sehr un­kom­pli­ziert und zü­gig um­zu­set­zen war. Schau­en wir mal, wie vie­le bil­dungs­be­flis­se­ne Be­su­che­rin­nen und Be­su­cher un­se­rer öf­fent­li­chen Bi­blio­thek über die­se un­se­re neue »Leucht­re­kla­me« den Weg zu uns fin­den...

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In­ter­na­tio­na­le Ver­net­zung

WikiCon 2018 in St. Gallen (Foto: Ralph Stenzel)

Wi­ki­Con 2018 in St. Gal­len

Letz­tes Jahr Leip­zig, die­ses Jahr St. Gal­len: Die bei­den Vor­stands­mit­glie­der Kam­ran Sa­li­mi und Ralph Sten­zel be­such­ten als Ab­ge­sand­te des Für­thWiks die Wi­ki­Con 2018, um sich am Ran­de der Kon­fe­renz der Wi­ki­pe­dia-Ak­ti­ven­ge­mein­de mit Ver­ant­wort­li­chen aus dem Be­reich Ide­en­för­de­rung von Wiki­me­dia Deutsch­land (WMDE) zu tref­fen und zu be­ra­ten.

Über die Er­geb­nis­se der an­ge­streb­ten Ko­ope­ra­ti­on las­sen wir uns in ge­wohnt frän­ki­scher Zu­rück­hal­tung erst dann aus, so­bald die­se kon­kret und spruch­reif sind. Einst­wei­len hal­ten wir die Span­nung hoch mit dem Hin­weis, daß wir als stra­te­gi­sches Ziel an­stre­ben, mit un­se­rem vir­tu­el­len Pro­jekt auch ganz re­al »im wirk­li­chen Le­ben« in Er­schei­nung zu tre­ten, um neue Au­torin­nen und Au­toren zu ge­win­nen, Zeit­zeu­gen auf un­ser Stadt­le­xi­kon auf­merk­sam zu ma­chen und ei­ne An­lauf­stel­le für al­le an der Stadt­ge­schich­te In­ter­es­sier­ten zu bie­ten.

Fast so schön wie Fürth: St. Gallen in der Schweiz (Foto: Ralph Stenzel)

Fast so schön wie Fürth:
St. Gal­len in der Schweiz

Na­tür­lich brach­ten sich die bei­den Für­ther in St. Gal­len auch bei den an­ge­bo­te­nen Pro­gramm­punk­ten ak­tiv mit ein, um aus den Er­kennt­nis­sen der welt­wei­ten Wi­ki-Ge­mein­schaft zu ler­nen und um­ge­kehrt un­se­re lo­ka­len Er­fah­run­gen zum Nut­zen al­ler wei­ter­zu­ge­ben. Das per­sön­li­che Netz­wer­ken zwi­schen den Work­shops und Vor­trä­gen ist ein wei­te­rer wich­ti­ger As­pekt, des­sen lang­fri­sti­ger Vor­teil nicht un­ter­schätzt wer­den darf...

An die­ser Stel­le sei schließ­lich mit Lob nicht ge­geizt: Die lo­ka­le Or­ga­ni­sa­ti­on durch eh­ren­amt­li­che Wi­ki­pe­dia­ner und die ad­mi­ni­stra­ti­ve und fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung durch WMDE re­sul­tier­te in ei­nem pro­fes­sio­nell durch­ge­führ­ten Kon­greß, bei dem vom Ca­te­ring bis zur Un­ter­brin­gung al­les stimm­te. Als Gast­ge­ber der Stadt­Wi­ki-Ta­ge 2018 ver­fü­gen wir ja über ei­ge­ne Er­fah­rung im Aus­rich­ten der­ar­ti­ger Ver­an­stal­tun­gen, aber der Sprung von gut 30 zu mehr als 300 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern ist ein ganz ge­wal­ti­ger: Hut ab vor den vie­len flei­ßi­gen Köp­fen und Hän­den, die hier am Wer­ke wa­ren, um den Ver­fech­tern des Frei­en Wis­sens ei­ne Platt­form zu bie­ten!

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