Karl I., der Große, lat. Carolus Magnus oder Karolus Magnus, franz./engl. Charlemagne (* wahrscheinlich 2. April 748 in Prüm; † 28. Januar 814 in Aachen) aus dem Geschlecht der Karolinger war fränkischer Kaiser (gekrönt am 25. Dezember 800 von Papst Leo III. in Rom ) und vermutlich Gründungsvater Fürths. Den Beinamen "der Große" erhielt er bereits zu seinen Lebzeiten.

Zu allgemeiner Thematik rund um Karl den Großen sei auf den entsprechenden Artikel auf wikipedia.de verwiesen.


Karl der Große und die Anfänge Fürths

Häufig in den Bereich der Legenden verbannt wird die Überlieferung, dass es kein Geringerer als der berühmte Frankenkaiser Karl der Große Höchstselbst war, der für die Errichtung der ältesten Fürther Kapelle St.Martin im Rednitzgrund und die Gründung der Stadt Fürth verantwortlich zeichnete. Was zumindest jene Kapelle angeht, so sprechen eine große Zahl an Indizien tatsächlich für diese Variante der Historie. So kam Karl der Große auf dem Rückweg von seinem berühmten Kanalbau (der so genannten fossa Carolina) ein paar Wochen vor Weihnachten des Jahres 793 nachweislich mit seinen Booten hier vorbei. Da die zur Flussüberquerung strategisch günstige Furt, welcher die Kleeblattstadt ihren Namen verdankt, die Lage eines Königshofes wahrscheinlich macht und zu jener Zeit die Schifffahrt nachts viel zu gefährlich war, wird er sich wohl hier über Nacht niedergelassen haben - und um wieder zur Legende zurückzukehren: an der Stelle des Reliquienzeltes ordnete er den Bau jener Kapelle zu Ehren des heiligen St. Martins an, dem zu der Zeit populärsten Heiligen des Fränkischen Reiches.

Quellen

  • UF 98 - Beichte 3; FB: "Geschichte der Stadt Fürth"

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