Wilhelm Farnbacher
- Person
- Wilhelm Farnbacher
- Vorname
- Wilhelm
- Nachname
- Farnbacher
- Geschlecht
- männlich
- Geburtsdatum
- 26. November 1844
- Geburtsort
- Fürth
- Todesdatum
- 25. Februar 1933
- Todesort
- Fürth
- Beruf
- Fabrikbesitzer, Papierfabrikant
- Karoline Farnbacher, geb. Ley (Ehefrau)
- Daniel Ley (1812-1884) (Schwiegervater)
Wilhelm Farnbacher (geb. 26. November 1844 in Fürth; gest. 25. Februar 1933 ebenda) war ein wohlhabender Papierfabrikant, Magistratsrat, Stifter und langjähriges Mitglied des Direktoriums der Ludwigsbahn. Er wohnte u. a. im Haus Königstraße 79 sowie später im Haus Königswarterstraße 70. Farnbacher war seit dem 3. Mai 1885 verheiratet mit Karoline Amalie Elise Farnbacher, geb. Aurnhammer (geb. 28. August 1858).
Leben
Als „Stammvater“ der Farnbacher’schen Familie nennt Chronist Fronmüller einen gewissen Georg Farnbacher, der um 1806 im Besitz eines Hauses in der Schindelgasse war.[1] Wilhelm Farnbacher war laut Akten des Direktoriums der Stadt Fürth ein angesehener und beliebter Bürger der Stadt. Er war lange Jahre Mitglied des Handelsgremiums, der Gewerbesteuerberufskommission sowie von 1903 bis 1905 Mitglied im Gemeindekollegium. Zusätzlich war er ein verdienter Stifter und Förderer von wohltätigen und gemeinnützigen Veranstaltungen. So spendete er u. a. dem Diakonissenhaus, der Weihnachtsstiftung für kirchliche Zwecke, für den neuen Theaterbau in Fürth, sowie für den Unterhaltungsfond des Berolzheimerianums mehrfach vierstellig Summen. Er stiftete auch dem Stadtpark zwei Marmor-Hermen sowie für die Oberrealschule eine Schäfergrupe.
Wilhelm Farnbacher war der Schwiegersohn von Daniel Ley und trat nach dessen Tod dessen Stelle im Eisenbahndirektorat an.[2]
Seine Frau Karoline war ebenfalls ehrenamtlich tätig. So war sie langjähriges Mitglied des engeren Ausschusses des Frauenzweigvereins vom Roten Kreuz. Während des Ersten Weltkrieges machte sie sich in der Flickstube sehr verdient und war seit Oktober 1916 Inhaberin der Dienstauszeichnung für freiwillige Krankenpflege. 1916 wurde sie auch Inhaberin des König-Ludwig-Kreuzes.
Stiftungen (Auswahl)
- 1886: Glasgemälde/Fenster „Christi Himmelfahrt“ für die Auferstehungskirche (im Zweiten Weltkrieg zerstört)
- 1884: Errichtung der „Karoline Farnbacher-Ley’sche Diakonissenhausstiftung“ (5.000 Mark)
- 1900: Errichtung einer Weihnachtsstiftung für arme Witwen (5.000 Mark)
- 1904: 10.000 Mark für das Berolzheimerianum
- Theaterneubau 1.000 RM
- Goldene Hochzeitsstiftung 1.000 RM
- Landessammlung 1911 1.000 RM
- Verein für Ferienkolonien Fürth
Literatur
- Walter Ley: „Wilhelm Farnbacher. Ein Fürther Wohltäter“ . In: Fürther Heimatblätter, 1978/1, S. 1 - 8
Einzelnachweise
- ↑ Fronmüllerchronik, 1887, S. 212
- ↑ Fronmüllerchronik, 1887, S. 612