Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
24 Bytes entfernt ,  13:03, 16. Apr. 2019
Zeile 1: Zeile 1:  
{{Vorlage:Höfefest}}
 
{{Vorlage:Höfefest}}
 +
{{Gebäude
 +
|Straße=Schwabacher Straße
 +
|Hausnummer=106
 +
|Objekt=Ehemalige Brauerei Johann Humbser
 +
|Akten-Nr=D-5-63-000-1274
 +
|lat=49.46663
 +
|lon=10.98536
 +
|Gebäude besteht=Ja
 +
|Denkmalstatus besteht=Ja
 +
|Quellangaben=[http://www.geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_563000.pdf BLfD - Denkmalliste Fürth]
 +
}}
 
<!-- [[Wikipedia:Formatvorlage Band]] -->
 
<!-- [[Wikipedia:Formatvorlage Band]] -->
 
{| border="2" cellpadding="4" rules="all" style="float: right; margin-left: 1em; background: #f9f9f9; border: 1px solid #aaaaaa; border-collapse: collapse; border-spacing: 0px; font-size: 95%; empty-cells: show;"
 
{| border="2" cellpadding="4" rules="all" style="float: right; margin-left: 1em; background: #f9f9f9; border: 1px solid #aaaaaa; border-collapse: collapse; border-spacing: 0px; font-size: 95%; empty-cells: show;"
Zeile 29: Zeile 40:  
Der eigenen Firmenchronik zufolge ist die Familie Humbser eine alteingesessene und weitverzweigte Brauerfamilie, deren Ursprung bis in das 10. Jahrhundert zurückgreift und sich über Ansbach, Forchheim, Nürnberg und Fürth erstreckt.<ref>Sonderdruck aus dem Werke: Industrielle Welt, Brauerei Joh. Humbser A.G. Fürth in Bayern, München ca. 1930, S. 2</ref> Leider wurden in der Firmenchronik keine weiteren Quellen angegeben, so dass der heute erste schriftliche Nachweis des Namens Humser aus den Pfarrbüchern der Gemeinde Roßtal aus dem 16. Jahrhundert stammt. Hier wird beschrieben, dass etwa [[1600]] der Landwirt Jakob Humser nach Weinzierlein zog und vor Ort mit dem Bierbrauen begann.<ref>Sterberegister im Biebertal, Gemeinde Rosstal</ref> Sein Sohn Johannes Humser heiratete am [[20. Januar]] [[1650]] Apollonia Hofmann, die Tochter des verstorbenen Bierbrauers Johann Hofmann aus Weinzierlein, so dass das Brauwesen in Weinzierlein seinen Fortbestand hatte. Johannes Humser stirbt [[1679]], sein Sohn Johann Georg Humbser [[1719]] in Weinzierlein. Noch heute finden sich ehemalige Gebäudeteile der alten Brauerei in Weinzierlein.<ref>Siehe [[Wikipedia:Weinzierlein]]</ref>
 
Der eigenen Firmenchronik zufolge ist die Familie Humbser eine alteingesessene und weitverzweigte Brauerfamilie, deren Ursprung bis in das 10. Jahrhundert zurückgreift und sich über Ansbach, Forchheim, Nürnberg und Fürth erstreckt.<ref>Sonderdruck aus dem Werke: Industrielle Welt, Brauerei Joh. Humbser A.G. Fürth in Bayern, München ca. 1930, S. 2</ref> Leider wurden in der Firmenchronik keine weiteren Quellen angegeben, so dass der heute erste schriftliche Nachweis des Namens Humser aus den Pfarrbüchern der Gemeinde Roßtal aus dem 16. Jahrhundert stammt. Hier wird beschrieben, dass etwa [[1600]] der Landwirt Jakob Humser nach Weinzierlein zog und vor Ort mit dem Bierbrauen begann.<ref>Sterberegister im Biebertal, Gemeinde Rosstal</ref> Sein Sohn Johannes Humser heiratete am [[20. Januar]] [[1650]] Apollonia Hofmann, die Tochter des verstorbenen Bierbrauers Johann Hofmann aus Weinzierlein, so dass das Brauwesen in Weinzierlein seinen Fortbestand hatte. Johannes Humser stirbt [[1679]], sein Sohn Johann Georg Humbser [[1719]] in Weinzierlein. Noch heute finden sich ehemalige Gebäudeteile der alten Brauerei in Weinzierlein.<ref>Siehe [[Wikipedia:Weinzierlein]]</ref>
   −
Erstmalig findet sich der Name Humser (noch ohne B im Namen) in Fürth im Jahr [[1746]]. Hier kam ein gewisser [[Johann Adam Humser]] (jun.) nach Fürth als zweiter Sohn des gleichnamigen Vaters aus Weinzierlein. Er heiratete die Brauereitochter Margarete Hörlein aus Fürth, deren Vater wiederum ebenfalls Braumeister und Gerichtsschöffe war und nach seinem Tod der Tochter und dem Schwiegersohn die Brauerei vererbte. Bei der sog. Hörnlein´schen Braustätte handelt es sich um die Gebäude [[Gartenstraße]] 16/[[Wasserstraße]] 9 - der späteren Wirkungsstätte der [[Brauerei Grüner]].
+
Erstmalig findet sich der Name Humser (noch ohne "b" im Namen) in Fürth im Jahr [[1746]]. Hier kam ein gewisser [[Johann Adam Humser]] (jun.) nach Fürth als zweiter Sohn des gleichnamigen Vaters aus Weinzierlein. Er heiratete die Brauereitochter Margarete Hörlein aus Fürth, deren Vater wiederum ebenfalls Braumeister und Gerichtsschöffe war und nach seinem Tod der Tochter und dem Schwiegersohn die Brauerei vererbte. Bei der sog. Hörnlein´schen Braustätte handelt es sich um die Gebäude [[Gartenstraße]] 16/[[Wasserstraße]] 9 - der späteren Wirkungsstätte der [[Brauerei Grüner]].
    
==Chronik der Brauerei Humbser==
 
==Chronik der Brauerei Humbser==
Zeile 58: Zeile 69:  
* [[2008]]: Verlagerung der [[Tucher Bräu|Tucher-Brauaktivitäten]] an den neuen Standort an der südlichen Stadtgrenze. Die letzte der "großen fünf" historischen Fürther Brauereien wird stillgelegt.
 
* [[2008]]: Verlagerung der [[Tucher Bräu|Tucher-Brauaktivitäten]] an den neuen Standort an der südlichen Stadtgrenze. Die letzte der "großen fünf" historischen Fürther Brauereien wird stillgelegt.
 
* [[2012]]: Abbrucharbeiten der ehem. Humbser Brauerei für eine Wohnbebauung mit Ausnahme des Sudhauses.
 
* [[2012]]: Abbrucharbeiten der ehem. Humbser Brauerei für eine Wohnbebauung mit Ausnahme des Sudhauses.
* [[2014]]: Verkauf des ehem. Sudhauses und der [[Malzböden]] an die Nürnberger Immobilienfirma MIP.  
+
* [[2014]]: Verkauf des ehem. Sudhauses und der [[Malzböden]] an die Nürnberger [[MIP Immobilien-Verwaltung GmbH & Co. KG|Immobilienfirma MIP]].  
 
* [[2015]]: Eröffnung der [[Malzböden]], eine Mischnutzung der verbliebenen Gebäude für Gastronomie, Gewerbe und Wohnen.  
 
* [[2015]]: Eröffnung der [[Malzböden]], eine Mischnutzung der verbliebenen Gebäude für Gastronomie, Gewerbe und Wohnen.  
* [[2018]]: Wiederbelebung der Marke Humbser im ehem. Sudhaus, Eröffnung der Gastsätte "[[Humbser und Freunde]]"
+
* [[2018]]: Wiederbelebung der Marke Humbser im ehem. Sudhaus, Eröffnung der Gaststätte "[[Humbser und Freunde]]"
 
<br clear="all" />
 
<br clear="all" />
   Zeile 79: Zeile 90:     
== Wiederbelebung der Humbser ==
 
== Wiederbelebung der Humbser ==
Während der Kirchweih [[2018]] kam erstmals wieder ein neues helles naturtrübes Humbser-Bier in Flaschen auf den Markt. Die ebenfalls bisher auf dem Markt existieren Humbser Export und Humbser Pils, die als Niedrigbiersorte in den Discountern angeboten wurden, wurden mit Einführung der neuen Humbser Marke eingestellt. Gebraut wird das Bier in der Brauerei Tucher in der Südstadt, ursprünglich nur gedacht für die neu in der ehem. Humbser enstandene Gastwirtschaft "Humbser und Freunde". Da die Eröffnung sich verzögerte, und eine weitere Lagerung des Bieres nicht mehr möglich war, wurde kurzerhand der erste Sud von der Brauerei Tucher in Flaschen abgefüllt und auf den Markt gebracht. Bei der Eröffnung der Gaststätte Humbser und Freunde am 12. Oktober 2018 wurde das neue Bier ebenfalls ausgeschenkt, allerings kannten viele schon das Bier. Aufgrund des Erfolges soll das Bier weiterhin auch in der Flasche erhältlich sein, und nicht wie ursprünglich geplant nur aus dem Fass in der Gaststätte.
+
Während der Kirchweih [[2018]] kam erstmals wieder ein neues helles naturtrübes Humbser-Bier in Flaschen auf den Markt. Die ebenfalls bisher auf dem Markt existieren Humbser Export und Humbser Pils, die als Niedrigbiersorte in den Discountern angeboten wurden, wurden bereits im März 2018 zu Gunsten der neuen Humbser Marke eingestellt. Gebraut wird das Bier in der Brauerei Tucher in der Südstadt, ursprünglich nur gedacht für die neu in der ehem. Humbser enstandene Gastwirtschaft "Humbser und Freunde". Da die Eröffnung sich verzögerte, und eine weitere Lagerung des Bieres nicht mehr möglich war, wurde kurzerhand der erste Sud von der Brauerei Tucher in Flaschen abgefüllt und auf den Markt gebracht. Bei der Eröffnung der Gaststätte Humbser und Freunde am [[12. Oktober]] [[2018]] wurde das neue Bier ebenfalls ausgeschenkt, allerings kannten viele schon das neue Bier. Aufgrund des Erfolges wird das Bier weiterhin auch in der Flasche erhältlich sein.
    
==Beschreibung des Baudenkmals==
 
==Beschreibung des Baudenkmals==
{{Gebäude
+
 
|Straße=Schwabacher Straße
  −
|Hausnummer=106
  −
|Objekt=Ehemalige Brauerei Johann Humbser
  −
|Akten-Nr=D-5-63-000-1274
  −
|lat=49.46663
  −
|lon=10.98536
  −
|Gebäude besteht=Ja
  −
|Denkmalstatus besteht=Ja
  −
|Quellangaben=[http://www.geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_563000.pdf BLfD - Denkmalliste Fürth]
  −
}}
   
===Altes Sudhaus===
 
===Altes Sudhaus===
   Zeile 179: Zeile 180:     
==Bilder==
 
==Bilder==
{{Galerie|Brauerei|Humbser}}{{Bilder dieses Gebäudes}}
+
{{Bilder dieses Gebäudes}}
    
==Video==
 
==Video==
85.580

Bearbeitungen

Navigationsmenü