Hermann Friedrich (geb. 10. Dezember 1869 in Neustädtle bei Mellrichtstadt; gest. 19. Mai 1937) war 2. Bürgermeister der Stadt Fürth vom 27. April 1933 bis 10. Dezember 1934.

Friedrich studierte in Erlangen und Berlin Rechtswissenschaften. 1889 trat er den Dienst als Amtsanwalt bei der Stadt Fürth an. 1899 wurde er zum Rechtsassessor ernannt und 1900 zum rechtskundigen Magistratsrat gewählt. Seine Tätigkeit als Magistratsrat unterbrach er von 1919 bis 1922. In dieser Zeit war er als Rechtsanwalt tätig. Ab 1922 war er wieder rechtskundiger Magistratsrat und wurde am 27. April 1933 zum 2. rechtskundigen Bürgermeister erwählt. In der gleichen Sitzung wurde der langjährige Oberbürgermeister Dr. Robert Wild durch den Nationalsozialisten und späteren Oberbürgermeister Franz Jakob abgesetzt. Jakob selbst wurde durch die NSDAP-Stadträte - gem. der sog. Reichgleichschaltungsgesetzgebung vom 31. März 1933 - zunächst zum kommissarischen Oberbürgermeister gewählt.

Friedrich ging am 10. Dezember 1934 nach nur kurzer Amtszeit mit 65 Jahren in den Ruhestand. Zweieinhalb Jahre später verstiarb Friedrich am 19. Mai 1937 im Alter von 67 Jahren.

Literatur

Siehe auch