Bogenstraße 7

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Höfefest 2018 Dieser Artikel war Thema beim Fürther Höfefest vom 21. - 22. Juli 2018. Unter dem Titel "200 Jahre an einem Wochenende" bot die Veranstaltung Einblick in mehr als 50 Fürther Höfe, davon 20 als Themenhöfe mit einem geschichtlichen Thema.


Bogenhof0.jpg
Sanierte Gebäude des alten Handwerkerhofs
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Baugeschichte[1]

Das heute als Bogenhof bezeichnete Anwesen ist ein altes Gehöft, vermutlich aus dem frühen 19. Jahrhundert.[2], unmittelbar neben dem Jüdischen Friedhof gelegen. Über den Ursprung der hier errichteten Sandsteinquaderbauten fanden sich im Stadtarchiv keine Zeugnisse. Die dort vorliegenden Dokumente zum Gebäude beginnen erst ab 1873. Die Bogenstraße hieß zu dieser Zeit noch Schlehengasse; das Anwesen besaß die Hausnummer 10 e. Es bildete mit dem linken Nachbaranwesen eine durchgängige, nach hinten versetzte Sandsteinquaderfront mit Seitengebäuden.

Folgende Entwicklungsphasen sind im Einzelnen belegt:

  • 1879/80 – Aufzeichnung über den Bau eines Felsenkellers (bei Grabungen 2014 nicht auffindbar)
  • 1945 – Feuerschäden über den Kamin des Haupthauses (Schäden sollen von einem Luftangriff herrühren)
  • 1970er Jahre – Versiegelung des gesamten Hofes
  • 2009 – 2013 Sanierung des Anwesens mit Werkstatt und Atelier
  • 2014 – Teilentsiegelung des Hofes – Anlage eines kleinen Stadthofgartens

Bewohner/Besitzer des Anwesens[1]

Nach verschiedenen mündlichen Überlieferungen sollen an diesem Ort Menschen mit unterschiedlichsten Gewerken wie Büttnerei, Wäscherei, Brauerei und Instrumentenbau ansässig gewesen sein. Dies konnte bisher aber nicht sicher bestätigt werden.

Nach einstweiliger Durchsicht der Stadtarchivakten lässt sich aber belegen: 1874 ist das Gehöft im Besitz von Johann Georg Schäff, Ökonom (alte Bezeichnung u. a. für Landwirte). Ab 1879 ist der Besitz in Händen von Joh. Mich. Schuldenzucker, der die Baugenehmigung eines Felsenkellers einholt und im Schriftverkehr wiederholt als Wirt.[3] bezeichnet wird. Ab 1907 scheint die Witwe Schuldenzucker das Anwesen weiterzuführen. 1913 wird der Kohlen- und Alteisenhändler Joh. Michael Linz als Besitzer bzw. Mieter der Remise (heute Rote Hütte) des Anwesens aufgeführt. 1945 taucht der Name Frau Berger als Besitzerin des Anwesens auf. Mitte der 1980er Jahre bis 2009 war das Anwesen in Besitz des Uhrmachers Andreas Hübner, der hier mit seiner Familie im Seitengebäude lebte und die kleine Remise und das heutige Atelier für Werkstatt und Lager nutzte. Das Haupthaus war verschieden vermietet. Im Jahr 2009 stand das Anwesen im Verfahren der Zwangsversteigerung zum Kauf.

Seit  31. Juli 2009 ist es in Händen der heutigen Besitzerin, einer Künstlerin, die auch dem Anwesen den heutigen Namen Bogenhof gab.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Die Chronik des Anwesens Bogenstraße 7, Homepage Der Bogenhof, online abgerufen am 27. März 2017 18:47 Uhr
  2. Die Karte der bayerischen Uraufnahme weist hier kein Gebäude auf.
  3. Laut Adressbuch 1884 ist Schuldenzucker auch als Kohlenhändler verzeichnet, 1895 noch als Landesproduktenhändler, Handel mit altem Eisen

Bilder