Klaus-Peter Schaack

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Katzenfreund Klaus-Peter Schaack, Juni 1997 (Ausschnitt)

Klaus-Peter Schaack (geb. 2. Dezember 1937 in Potsdam, gest. 24. Juli 2020 in Fürth)[1][2] hat als fleißiger Amateur-Fotograf seit den 1960er-Jahren jahrzehntelang viele Alltäglichkeiten (Baustellen, Geschäftshäuser, Sportstätten usw.) in Fürth bildlich festgehalten, auf die damals schon der hohen Filmkosten wegen sonst kaum eine Privatperson die Linse gerichtet hätte. Sein umfassender und akribisch beschrifteter fotografischer Nachlass wurde FürthWiki e. V. im August 2021 übereignet und wird seither von Ehrenamtlichen ausgewertet und digitalisiert.

Leben[Bearbeiten]

Kindheit, Schulzeit und Beruf[Bearbeiten]

Seine Kindheit verbrachte Schaack in Potsdam und Polen, in Polen wurde er 1943 eingeschult. Während des 2. Weltkrieges zog die Familie zurück nach Potsdam und wurde dort im März 1945 ausgebombt. Weitere Stationen im Leben des jungen Klaus-Peter Schaack waren Petershagen (Westfalen), Minden (Westfalen) und schließlich Bielefeld. Seine Schulzeit beendete er 1954 an der Besseloberrealschule in Minden.

Nach der Realschule absolvierte Schaack von April 1954 bis März 1957 eine Ausbildung zum Rundfunkmechaniker bei der Firma Wesemann in Bielefeld. Ab Oktober 1957 besuchte er dann eine einjährige Tagesberufsaufbauschule und schloss die Schule im Oktober 1958 mit der Fachschulreife ab. Nach verschiedenen Praktika begann er im Oktober 1959 ein Studium für Antriebs- und Regelungstechnik an der Staatlichen Ingenieurschule für Maschinenwesen in Bielefeld und schloss dieses im Jahre 1963 ab.

Nach dem Studium fand er 1963 eine Anstellung bei der Firma Grundig in Fürth, wo er dann bis zu seiner Frühpensionierung im Jahre 1998 arbeitete. Anfangs war er als Ingenieur in der Radioentwicklung, später in der Fernsehgeräteentwicklung tätig.[2]

Privatleben[Bearbeiten]

Schaacks Zimmer mit einem Teil seiner Fotoalben, aufgenommen nach seinem Tod (August 2020)

Im Sommer 1959 reiste Schaack im Rahmen eines von der Stadt Bielefeld organisierten Jugendaustausches mit Jugendlichen der Stadt Rochdale (Lancashire) nach England. Auf dieser Reise lernte er seine spätere Ehefrau Lilli kennen, die ebenfalls in der Gruppe der Bielefelder Jugendlichen mitreiste. Die beiden heirateten im November 1960. Im Mai 1961 wurde die erste Tochter, Sabine, in Bielefeld geboren.

Die ersten Ehejahre verbrachten die beiden getrennt, Lilli Schaack und die Tochter wohnte bei ihren Eltern in Brackwede bei Bielefeld, Klaus-Peter Schaack bei seinen Eltern in Bielefeld. Sogar die erste Zeit nach seinem Arbeitsantritt in Fürth verbrachte er alleine in Fürth, bevor die Familie dann 1964 die erste gemeinsame Wohnung in der Nürnberger Helmstraße bezog.

Im Sommer vor der Geburt der zweiten Tochter (Andrea, geb. im November 1966 in Fürth) suchten sie eine neue Bleibe und fanden schließlich eine Wohnung in Fürth in der Jakob-Henle-Straße 38. Dort wohnten die Eheleute Schaack bis März 2020, insgesamt also fast 54 Jahre.

Am 24. Juli 2020 verstarb Klaus-Peter Schaack nach kurzer schwerer Krankheit, er wurde bis zum Schluss im Grete-Schickedanz-Heim umsorgt und gepflegt. Seine Frau Lilli wohnt noch in diesem Heim (Stand Juni 2022).[2]

Werk[Bearbeiten]

Fotografien[Bearbeiten]

Bau der späteren U-Bahnbrücke an der Stadtgrenze, im Hintergrund Autohaus Pillenstein (Juli 1968) - Ein Beispiel für die dokumentarische Relevanz des Schaack'schen Œuvres

Klaus-Peter Schaack war ein begeisterter Foto-Amateur. Auf seinen vielen Spaziergängen in Fürth und Nürnberg kamen unzählige Bilder zusammen, die er in über 150 große Fotoalben einklebte und genau beschriftete. Die Kamera war auch auf seinen vielen Reisen im In- und Ausland seine ständige Begleiterin.

Auch wenn Schaack sich vermutlich selbst nicht als visuellen Stadtchronisten bezeichnet hätte, so ist er doch schon aufgrund des gewaltigen Umfanges seines fotografischen Werkes de facto als solcher einzustufen. Seinen Aufnahmen ist mehrheitlich anzusehen, dass für ihn das Dokumentieren im Vordergrund stand, weniger eine künstlerisch-ästhetische Bildgestaltung.

Als Amateur-Fotograf war Schaack auch innerhalb von Fürth außerordentlich produktiv: Die von ihm erstellten und im FürthWiki bewahrten Aufnahmen können über eine sortierbare Datenbankabfrage angezeigt werden (Achtung: mehrere Sekunden Bearbeitungszeit).

Tagebücher[Bearbeiten]

Klaus-Peter Schaack hat nicht nur ein immenses fotografisches Vermächtnis hinterlassen, sondern auch eine große Anzahl von Tagebüchern/Kalendern, in denen er seinen Alltag schriftlich dokumentierte. Der Inhalt seiner Aufzeichnungen ist laut Angabe seiner Tochter Andrea aber rein persönlicher Natur und nicht von lokalhistorischer Relevanz.

Sonstiges[Bearbeiten]

Schaacks zweite Leidenschaft war der Sport, vor allem Fußball, Eishockey und Tennis. Er verfolgte sein ganzes Leben lang viele Spiele der 1. und 2. Bundesliga, vor allem die von Arminia Bielefeld und den verschiedenen Vereinen von Fürth. Er begeisterte sich auch sehr für Eishockey: Die Spiele der SGN, dann des EHC 80 Nürnberg und der Ice Tigers verfolgte er mit großem Interesse, viele Jahre lang war er Stammgast im alten wie im neuen Linde-Stadion.

Selbst aktiv war Klaus-Peter Schaack über viele Jahre hinweg als Tennisspieler im Verein Grün-Weiss Fürth.[2]

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Traueranzeige vom 1. August 2020 - online
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Lebenslauf Klaus-Peter Schaack, zusammengestellt von seiner Tochter Andrea im Juli 2022

Bilder[Bearbeiten]