Mohrenstraße

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Mohrenstraße und Schwammbergerstraße.JPG
Straßenschild Mohrenstraße mit Schwammbergerstraße
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Die Mohrenstraße ist eine Straße in der Fürther Altstadt. Sie erhielt ihren Namen von der gleichnamigen Mohren-Apotheke. Im Zuge der Flächensanierung wurde die Mohrenstraße erheblich verkürzt bzw. überbaut, teilweise verläuft heute auf der Trasse die verlegte Lilienstraße. Im Bereich der alten Mohrenstraße gab es auch ein Eingangstor zum Jüdischen Schulhof.

Im Adressbuch von 1807 lautete die Adresse noch "Hinter der Armen- und Waisenschule".


Auszug aus der Wunschelchronik[Bearbeiten]

Straßenzug als solcher entstand nach dem Akt 291 Nr. 69 gegen 1690, also erst nach dem 30 jährigen Krieg als Folgeerscheinung der Ausdehnung der damaligen Siedlung. Laut Akt 289 lose Einlage letzte Seite ist „in den 1690 er Jahren auf dem zum Gleitshauß gehörig gewesenen Gärten und Städel eine Gasse und auf 3 1/2 Gewänd anspachischer Äcker die sogenannte Marggräfliche Gasse gebauet worden mit allen denen neuen Häusern, die nach dem Receß de ao 1717 abgetreten werden mußten.“

Mit der Marggräflichen Gasse ist die heutige Markgrafengasse nicht gemeint. Damit ist vielmehr der letztere Teil der heutigen Mohrenstraße gemeint. Denn die hier erbauten Häuser mußten durch den Receß von 1717 an Bamberg abgetreten werden. Noch auf dem ersten Katasterplan ist dieser teil der Mohrenstraße als Marggräfliche Gasse bezeichnet.

Die Gegend der heutigen Mohrenstraße wurde schon früher uffn Sandt bezeichnet. Bereits 1541 ist diese Bezeichnung nachweisbar. Eine Schlußfolgerung, daß demnach auch schon 1541 der Straßenzug vorhanden gewesen sein müsse, kann aber daraus nicht gezogen werden. Eine Besonderheit der Mohrenstraße bilden die vielen Verkleidungen der Häuser mit Schiefer.

Der Name Mohrenstraße existiert bereits seit dem Jahre 1827. Man geht nicht fehl, ihn auf die ehedem im Anwesen Mohrenstraße 12 befindliche Apotheke zurückzuführen, welche nach dem Grundakt 395 die Bezeichnung Mohrenapotheke hatte.

Sonstige üblich gewesene Bezeichnungen:

  1. Alte Marggräfliche Gasse im Akt 291 Nr. 69
  2. Ansbacherstraße nach dem Grundrißplan des Hofmarckts Fürth um 1790. Weitere Anhaltspunkte konnten nicht gefunden werden.
  3. Auf dem Schöllsplatz laut Grundakt 474 (HsNr.25)
  4. Beim jüdischen Schulhof laut Grundakt 383 - Hsnr. 30, 384 - 28, 388 - 26, 391 - 18
  5. Beim München ist eine Bezeichnung, die sich auf dem Grundrißplan des Hofmarckts Fürth um 1790, sonst aber nirgends, für Mohrenstr. 9 vorfindet.
  6. Bey den drei Herz, die Lage für die Anwesen Mohrenstraße 9,11,12,13,15,17,19,21.
  7. Bey den hintern Schranken laut Akt 283 Nr. 106 für Mohrenstraße 28.
  8. Bei der Armenschule laut Grundakt 461 (Hsnr. 1), 462 - 3, 396 - 8.
  9. Bei der Judenapotheke laut Grundakt 393 - Hsnr. 14, 394 - 12
  10. Das Dreiherzgäßlein nach der Feststellung des Stadtmagistrats Fürth die Reihe zwischen den Häusern Mohrenstr.18,20 u.2?.
  11. Drey Herz Gasse die Mohrenstraße bei den Hausnummern 8, 10, 12 laut Bauakt für Königsstraße 68/70.
  12. Dreyherzgäßlein siehe = Das Dreyherzgäßlein =
  13. Hinter dem Realschulgebäude die Häuser 1,2,3,4,5.
  14. Judengasse im Grundakt 474 als Lagebezeichnung für Mohrenstr. 25 um 1800.
  15. Marggräfliche Gasse auf dem alten Katasterplan.
  16. Neue Sandgaße im Akt 84 S. 157 um 1708.
  17. Uffm Sandt Bamberger Salbuch von 1615 auf den Seiten 64, 66, 148-153, 165.

Prägende Gebäude, Bauwerke und Baudenkmäler[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]